Thema: Motivationsknick


Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 01.03.2012 um 11:44 zitieren

*seufz* Meine Chefs haben es momentan echt drauf.
Die Stimmung ist anders geworden, seitdem sich die Führung verändert hat. Der Ton ist oft laut und anklagend wofür es keinen Grund gibt, über Kleinigkeiten wird ein Gewese gemacht und am schlimmsten finde ich, dass man immer mal wieder, ohne es mit direkten Worten zu sagen, als dumm hingestellt wird
Diese Ungerechtigkeit zerrt an mir und ich merke, wie es in mir gärt und mich dünnwandig macht
Sagen darf man eigentlich nichts, die Entgegnung wird nur noch lauter oder massiver in der Wortwahl.
Ganz oft ist offensichtlich, dass es falsch oder unsinnig ist, wie es angewiesen wird, aber langjährige Erfahrung in dem betroffenen Bereich zählt auf einmal nichts mehr. Man könnte sich auch mit der Parkuhr unterhalten, da würden die Argumente genauso verpuffen.
Aus einem Miteinander wird hier gerade ein Gegeneinander.
Man kann sagen, wir haben hier ein neues Zeitalter und alle sind böse frustriert
Ich weiß: Love, change it or leave it. Erstes sicher nicht, zweites ist ein Anrennen gegen Mauern und hinterläßt Spuren und das dritte ist eben nicht so einfach wie wir wissen.
Im Grunde mag ich meinen Job hier, würde hier auch gerne alt werden aber dieses neue Klima setzt mir doch ganz schön zu.
Ich weiß, dass man mir nicht wirklich was raten kann aber ich mußte mal extern jammern und natürlich freue ich mich, wenn doch jemand was schreibt.

Suse, die daheim auch schon mal zur Heulsuse werden kann, weil es so bohrt

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Motivationsknick

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 01.03.2012 um 12:02 zitieren
Zitat von Suse:

*seufz* Meine Chefs haben es momentan echt drauf. :-/ Die Stimmung ist anders geworden, seitdem sich die Führung verändert hat. Der Ton ist oft laut und anklagend wofür es keinen Grund gibt, über Kleinigkeiten wird ein Gewese gemacht und am schlimmsten finde ich, dass man immer mal wieder, ohne es mit direkten Worten zu sagen, als dumm hingestellt wird :-o Diese Ungerechtigkeit zerrt an mir und ich merke, wie es in mir gärt und mich dünnwandig macht :beschaemt: Sagen darf man eigentlich nichts, die Entgegnung wird nur noch lauter oder massiver in der Wortwahl. Ganz oft ist offensichtlich, dass es falsch oder unsinnig ist, wie es angewiesen wird, aber langjährige Erfahrung in dem betroffenen Bereich zählt auf einmal nichts mehr. Man könnte sich auch mit der Parkuhr unterhalten, da würden die Argumente genauso verpuffen. Aus einem Miteinander wird hier gerade ein Gegeneinander. Man kann sagen, wir haben hier ein neues Zeitalter und alle sind böse frustriert :-( Ich weiß: Love, change it or leave it. Erstes sicher nicht, zweites ist ein Anrennen gegen Mauern und hinterläßt Spuren und das dritte ist eben nicht so einfach wie wir wissen. Im Grunde mag ich meinen Job hier, würde hier auch gerne alt werden aber dieses neue Klima setzt mir doch ganz schön zu. Ich weiß, dass man mir nicht wirklich was raten kann aber ich mußte mal extern jammern und natürlich freue ich mich, wenn doch jemand was schreibt. Suse, die daheim auch schon mal zur Heulsuse werden kann, weil es so bohrt

Heile, heile, Gänschen ..... möchte ich Dir zurufen liebe Suse,

Du sprichst mir aus der Seele und wirst jetzt meine letzte Stelle und das dortige Scheitern verstehen können. Man ändert diese Chefs nicht, leider! Ich hadere auch oft und denke, warum es keine Organisation gibt, die Chefs mal den Kopf gerade setzt und denen vermittelt, wie mies sie sind.

Aber Du musst Dir selber in solchen Situationen helfen, Deine Seele retten, Gelassenheit entwickeln (haha), genügend Abstand gewinnen. Wie oft habt ihr mir hier im Forum gesteckt, dass ich mein Herzblut schonen soll und die vorgegebenen Aufgaben ohne Hinterfragen einfach erledigen soll. Und dann PUNKT, FERTIG, AUS!

Bersorge Dir diese Rescue- Tropfen......
Lass Dir durch Aromatherapie am Arbeitsplatz helfen......(aufmunternde Orange!)
Nutze Feng Shui Weisheiten....
Baue Deinen Frust mit Sport ab!

Vielleicht hat die ein oder andere hier im Forum, die sich traut zu schreiben, auch noch Tipps für Dich???

Drückerchen und Schulterklopf

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Motivationsknick

Kaiserin
(456 Beiträge)
von Julia am 01.03.2012 um 15:08 zitieren

Hallo Suse,

von mir gibt es erst einmal eine Runde Schoki und ein paar .

Bei uns läuft zur Zeit auch etwas ab, das darf man keinem erzählen. Was mache ich in so einem Fall: meine Nerven schonen! Lust hätte ich ja eher auf oder

Aber erfreulicherweise werde ich mit zunehmendem Alter tatsächlich gelassener und rege mich immer weniger über Dinge auf, die ich ohnehin so nicht ändern kann.

Wenn Chefe also meint, er weiß alles besser (obwohl ich ihm beweisen kann, dass es nicht so ist), dann erfülle ich meinen Arbeitsauftrag wie gewünscht, denke mir meinen Teil, stelle ihm zig Armutszeugnisse aus und weiß, es wäre anders besser gewesen. Das sind dann die Tage, in denen ohnehin nicht viel mit ihm zu reden ist und wenn\'s nicht geht, renne ich nicht mehr gegen Windmühlen an. Manchmal ergibt sich bei anderer Gelegenheit (und besserer Laune/Vernunft) die Möglichkeit, das eine oder andere anzubringen und für den nächsten Fall besser zu arbeiten. Oftmals resultiert diese andere Gelegenheit aus dem Feststellen, dass es so, wie Chefe sich durchgesetzt hat, tatsächlich der schlechtere Weg war.

Allerdings gibt es auch Chefs, die lernresistent sind. Die muss man dann laufen lassen, wenn\'s sein muss gegen die Wand, immer und immer wieder. Meine Nase ist es ja glücklicherweise nicht, die darunter leidet. Und wenn er sich die Nase blutig geschlagen hat und ich gut drauf bin, dann bekommt er ein Pflaster von mir (wenn ich schlecht drauf bin, sag ich ihm nur wo er\'s hernehmen soll).

Übrigens, an solchen Tagen, wenn Chefe wieder unbedingt mit dem Kopf durch die Wand will und sich nicht belehren lässt, dass 50 cm weiter die Türe ist, dann scheine ich so eine alberne Melodie um ihn herum zu hören: \"Ich bin so gut, ich bin so toll, ich bin der Anton ...\"

Versuch\'s halt nicht so schwer zu nehmen und für\'s \"Draufhauen\" hast Du ja auch die Tastatur und das Forum

... ach so, für den schnellen Adrenalinabbau nach einer solchen \"Konfrontation\", da hilft mir immer Bewegung. Sei\'s, dass ich kurz \"für Damen\" verschwinde und da mal gerade unbeobachtet auf der Stelle laufe. Hilft garantiert!

Kopf hoch!

Julia


Antwort: Jammertal?

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 02.03.2012 um 08:54 zitieren

Moin Suse,

darf ich reinkommen? Bei mir passt das gerade wie Pott auf Deckel - auch ich könnte brechen und mal wieder alles schmeißen.

Aber von vorn:
Seit ich damals meinen Job gewechselt und der Assistenz den Rücken gekehrt habe, läuft nichts mehr so, dass ich mich wohlfühle. Und immer wenn ich gerade denke, jetzt wirds wieder, dann kommt doch nur ein Schippchen obendrauf.

Mittlerweile bearbeite ich hier 3 verschiedene Themen - jedes für sich eigentlich ein Vollzeit-Job. Aber Frau ist ja multitaskingfähigk und weiß, wo auch 80 % ausreichen. Dass 3 x 80 immer noch 240 sind muss ich wohl niemandem sagen. Aber egal.. muss irgendwie gehen.

Problematisch ist, dass es nicht nur mir so geht, sondern auch den Kollegen. Das hat zur Folge, dass um mich herum nur noch egozentrische \'A..s\' unterwegs sind, die der Meinung sind, dass ihre Arbeit die einzig wichtige ist. Gestern meinte doch glatt ein Kollege (nach meiner mittlerweile dritten Frage nach einem unerledigten Vorgang), er habe im Moment wirklich Wichtigeres zu tun... zu seinem Glück sagte er dann nicht mehr \"als mich um Ihren Scheiß zu kümmern\". Sonst hätte mich meine Contenance wohl völlig verlassen. So fiel mir lediglich alles aus dem Gesicht. So etwas muss ich mir also mit fast 50 Jahren von einem knapp 30 Jahre alten Schnösel sagen lassen. Ich frage mich, ob der jemals gelernt hat, sein loses Mundwerk zu kontrollieren. (Oder sehe ich das zu eng?) Jedenfalls habe ich mich derart geärgert (denn es ging um eine Angelegenheit, in der u. U. schnell hätte reagiert werden müssen), dass ich echt schon viel Zeit darauf verwendet habe, mir eine Antwort zu überlegen, wenn das Thema noch mal hochkommt.

Am liebsten hätte ich das gleich gestern nach dem Vorfall gemacht. Mit den Jahren habe ich aber wirklich gemerkt, dass die Nacht Schlaf drüber sehr wertvoll ist und man am nächsten Tag schon mehr Distanz hat, weniger emotional ist. Ich werde sehen, wie sich das alles hier weiterentwickelt und meine persönlichen Konsequenzen ziehen, denn das Verhalten dieses Kollegen ist kein Einzelfall. Dabei bin ich justamente in der Situation, mich in neue Verantwortlichkeiten einzuarbeiten und brauche eigentlich die Unterstützung der Kollegen. Derzeit beiße ich mir aber lieber etwas ab und wurschtele mich so durch bevor ich hier jemanden frage. Denn das Gefühl, lästig zu sein, zu stören, ist nicht wirklich schön.

Nicht viel besser ist es mit meinen Chefs. Mein direkter Chef kümmert sich praktisch gar nicht und wenn, dann liegt auch der im Ton völlig daneben, der oberste Chef interessiert sich praktisch nur für sein Fortkommen. Termine werden per se zu kurz angesetzt, so dass man dadurch hechelt und am Ende nur die Hälfte dessen losgeworden ist, was man wollte - natürlich ohne wichtige Entscheidungen zu haben, die zur Fortführung der Tätigkeit erforderlich wären.

Also.. in Summe geht es mir nicht anders, aber ich habe auch das Gefühl, dass das - leider - mittlerweile normal ist. Der Zusammenhalt geht flöten, jeder macht nur nocn seins und alles andere geht einem wo vorbei.

Meine Kraft schöpfe ich aus meiner familiären Situation, in der Hauptsache meiner kleinen Tochter, die doch viel Zuwendung benötigt. Da bringe ich mich mit Herzblut ein und bekomme von ihr auch ganz viel Liebe zurück. Dafür lohnt es sich zu leben, nicht für den Ätz-Job.

Ganz kompensieren kann es die Unzufriedenheit im Job aber auch noch nicht. Derzeit übe ich mich darin, diese Work-Life-Balance noch zu verbessern. Will heißen: Ich muss privat noch mehr für mich tun.
Nächste Woche nehme ich an einem Seminar teil, das mir helfen soll, dieses Gleichgewicht besser zu erreichen. Meine Glückseligkeit liegt in der körperlichen Aktivität, zu der ich derzeit irgendwie den Zugang verloren habe. Den gilt es wiederzufinden. Die Wintermonate haben mich zum Couch- oder besser Computer-Potatoe gemacht - die Waage ächzt und stöhnt unter diesem Gewicht. Wortwörtlich.

Aber es wird Frühling und ich werde daran arbeiten. Ich hoffe, dass ich - wenn ich diesen Punkt auch abgehakt habe und wieder im Training bin - einen Haken hinter meine Lebenssituation machen kann und dann zufriedener bin. Wenn ich nicht arbeiten MÜSSTE, würde ich es sofort lassen - das kann ich mir leider nicht leisten. So mache ich halt das beste daraus, versuche, die schon von Julia angesprochene Gelassenheit mit den Jahren mehr werden zu lassen - leider geht das auch einher mit einer Abnahme der Identifikation mit meinem Job. ABer man kann eben nicht alles haben, so dass man versuchen muss, für sich das beste herauszuholen.

Und das ist auch die einzige Empfehlung, die ich dir geben kann. Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann.. und wenn man das erkannt hat, muss man für sich einen Weg finden, damit umzugehen. Man muss sich Leuchtpunkte im Leben schaffen, aus denen man neue Kraft schöpft.
Denn die erhalten Gesund. In der Fachsprache nennt sich das übrigens Resilienz (Widerstandsfähigkeit) - das gute daran ist: Man kann sie trainieren. Du bist doch so eine Leseratte: Google mal danach, es gibt viel gute Literatur zum Thema.

So, das war jetzt wieder ein Mammutbeitrag. Ich wünsche allen einen schönen Tag ohne Ärger!

Viele liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Ach Mädels..

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 02.03.2012 um 09:22 zitieren

Danke für Eure Beiträge und Euren Zuspruch. Tut es gut zu lesen, dass woanders auch nicht alles rosig ist, ist es doch auch gleichzeitig erschreckend und frustrierdend, oder?
Besonders schlimm finde ich, dass wie bei Kirsten auch zu lesen, ein ehemals gutes Umfeld durch schlechte Führung und ausgeprägtes Ich-will-vorwärtskommen in eine Arbeitsatmosphäre gebracht wird, bei der man sich innerlich über kurz oder lang nur verabschieden kann. Jeder wird zum Einzelkämpfer, der Zusammenhalt geht flöten und der Umgangston läßt oftmals den guten Ton oder gar Respekt vermissen.
Ich verstehe auch, dass man sich gegebenenfalls andere Kraftquellen suchen muß, damit man das hier besser durchsteht, aber nichts destotrotz, ich bin über 8 Stunden täglich hier, auf Jahre noch. Welch frustrierender Ausblick, oder? Ich will nicht zu denen gehören, die nur noch pflichtgetreu ihren Job machen aber nicht nach links und nach rechts gucken. Ich bin echt sauer, dass die dabei sind, mich dazu zu bringen
Und warum kapieren diese Oberen einfach nicht, wie einfach es ist, die Leute zu motivieren und bei der Stange zu halten? Und wie kann ein frischgebackener Oberer seine eigene Zeit als Unterer so schnell vergessen und so auftreten, als wenn er allwissend wäre und wir sind einfach nur dumm??
So, Jammermodus aus, ich beschäftige mich mal mit Euren Vorschlägen und zumindest nach der Literatur werde ich mal schauen. Kann man Gelassenheit nicht irgendwo bestellen?? Steht genauso wie Geduld nicht an zweiter Stelle in meinem Namen, eher so auf Platz 137 oder so..

Suse, die sich zumindest ein bißchen getröstet fühlt.
Danke noch mal an Euch!!

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Motivationsknick

Königin
(201 Beiträge)
von Frau-Urmel am 02.03.2012 um 10:20 zitieren

Hallo,

so viel Text und überall das gleiche. Bei uns im Haus sieht es auch nicht besser aus. Unser oberster Boss gibt alles an seine Stabsabteilungen, er macht nichts selber. Nicht mal seine persönlichen Geburtstagsbriefe für Leute, mit denen nur er zu tun hat. Außerdem gibt es mal wieder eine neue Struktur. Unsere Abteilung ist davon betroffen, aber mit uns wird noch nicht mal gesprochen was passiert. Motivation ist hier im Haus auch gleich Null. Wie heißt es so schön: Nicht gemeckert ist Lob genug.

Also Augen zu und durch. Hier mal was zum aufmuntern. Vielleicht hilft es ja ein wenig:



Das Gebet einer Sekretärin

Lieber Gott!
Gib mir das Gedächtnis eines Elefanten oder zumindest ein unfehlbares
Dreijahresgedächtnis.

Lass das Wunder geschehen, dass ich alles zur selben Zeit tun kann:
Zum Beispiel vier Telefone gleichzeitig bedienen und dazu noch einen
Brief schreiben, der \"unbedingt noch heute heraus muss!\" - obwohl ich weiß, dass er erst morgen unterschrieben wird.

Statte mich mit der Geduld eines Engels aus, wenn der Chef mich
stundenlang eine Akte suchen lässt, die ich schließlich auf seinem
Schreibtisch finde.

Vergiss bitte, dass ich als Schulabschluss mittlere Reife angeben muss
und fülle meine Gehirnwindungen mit dem Wissen eines Universitätsprofessors.

Hilf mir, alles zu verstehen, auch wenn die Informationen unverständlich
sind.

Hilf mir, alles richtig zu machen, auch wenn die Anweisungen falsch sind.

Erleuchte mich, so dass ich allezeit weiß, wo der Chef ist, was er tut und wann er zurückkommt - auch wenn er verschwand, ohne ein Wort zu sagen.

Lass mich am Jahresende, wenn ich \"weisungsgemäß\" alte Akten vernichte, ahnen, welches Stück davon der Alte in den nächsten Tagen
\"unter allen Umständen\" haben \"muss\" (\"Besorgen Sie`s. Wie ist mir egal!\").

Gib mir die Nerven wie Drahtseile, damit ich unerschütterlich lächle, wenn Ober- und Unterchefs und Chefinnen daran zerren.

Und belohne die Chefs und Chefinnen, die bei solchem Zerren nicht mitmachen, sondern wissen, dass eine Sekretärin \"auch nur ein Mensch ist\", und danach handeln!

Amen.

LG
Frau Urmel


Antwort: Re: Motivationsknick

Kaiserin
(456 Beiträge)
von Julia am 02.03.2012 um 10:54 zitieren

Guten Morgen, ihr Lieben,

das Gebet von Frau Urmel hat mich an ein anderes erinnert:

Lieber Gott,

bis jetzt geht‘s mir gut.
Ich habe noch nicht getratscht,
die Beherrschung verloren,
war noch nicht muffelig, gehässig,
egoistisch oder zügellos.
Ich habe noch nicht gejammert, geklagt,
geflucht oder Schokolade gegessen.
Die Kreditkarte habe ich
auch noch nicht belastet.
Aber in etwa einer Minute werde ich
aus dem Bett klettern und dann
brauche ich wirklich deine Hilfe ...



... und im Übrigen sind wir gerade in der Fastenzeit. Für mich habe ich beschlossen \"am Ärger zu fasten\"! 40 Tage werde ich versuchen, den Ärger an mir abfließen zu lassen, ihn wegzulachen, ihn wegzuatmen - ommmm - oder wegzutrainieren ... bisher habe ich einen Weg gefunden.

Ich sag euch was: Das ging bisher erstaunlich gut!


.... ommmmmmm .... ommmmmmmmm .......
(habe gerade ein Telefongespräch entgegengenommen)
.... ommmmm ........

Lasst euch von niemandem die Laune verderben! Das geht doch gar nicht, dass wir anderen so viel Macht über uns erlauben!

Wir sind das, was wir aus uns machen bzw. machen lassen. In dem Fall entscheide ich mich aber ganz deutlich für \"selbst ist die Frau\".

Ihr könnt was und ihr seid wer, das berufliche Umfeld ist nur manchmal nicht in der Lage es zu erkennen. Nicht aufgeben!

In dem Sinne: eine schöne Restwoche und ein noch schöneres Wochenende!

Julia


Antwort: Re: Motivationsknick

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 02.03.2012 um 12:31 zitieren

Hallo zusammen,

es ist schon ein dickes Ding, dass diese Art des Umgangs doch tatsächlich überall Einzug zu halten scheint. Kein Wunder, dass in den Gesundheitsberichten der Krankenkassen die Kurve der psychischen Belastungen beständig von Jahr zu Jahr nach oben geht. Ich denke, es ist wirklich noch nicht klar geworden, welchen immensen Schaden so etwas anrichtet. Das liegt natürlich auch daran, dass sich Produktivitätsverluste durch fehlende Motivation schwer messbar sind. Erst nach und nach werden dazu Studien veröffentlicht - die allerdings kommen in den meisten Fällen aus den USA. Weit weg also, um sich einzureden, dass es bei uns ganz anders ist.

Und dabei ist es wirklich so einfach: Mal ein nettes Wort, konstruktiv kritisieren, den anderen wertschätzen - da geht es noch nicht einmal um Gehaltserhöhungen.

Für mich ist das \'Jammern\' auch ein Stückweit Verarbeitung. Darüber lassen sich \'Gleichgesinnte\' finden. Man fühlt sich mit seiner Situation nicht ganz so allein.

Bei mir ist es derzeit so, dass ich mich ab Montagmorgen nach dem Freitagnachmittag sehne - die Zeit der Wochenenden rast gefühlt in Lichtgeschwindigkeit und schon ists wieder Montag. Manchmal würde ich am liebsten etwas völlig anderes machen, auf eigene Kappe, unabhängig von all diesen Chefs und Kollegen um mich herum - also selbstbestimmt durch und durch.

So ärgerlich die Situation für dich (@esbe) mit der Arbeitslosigkeit auch ist hinsichtlich des Geldes, was du eben nur noch anteilig bekommst, aber zumindest musst du dich mit diesen Aspekten derzeit nicht auseinander setzen.

Aber was sagt ich: Wir haben so gut wie Wochenende - nur noch den Nachmtitag und dann zwei Tage frei. Und darauf freue ich mich jetzt erst einmal...

@Suse: Wohin gehts denn überhaupt bei dir in den Urlaub dieses Jahr?
Ach, ich glaub, ich mach dazu mal nen neuen Beitrag auf. Dieser hier soll ruhig dem Ärger- und Frustabladen vorbehalten bleiben.

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Zurück zur ÜbersichtSie müssen sich einloggen zum Antworten