Thema: Wie behandelte Sie ihr Chef?


Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 21.12.2011 um 09:19 zitieren

Mies!

Ich habe mir diese Umfrage angeschaut, ach, was ist das alles graue Theorie!
Ich bin jedenfalls meinen Job wieder los! Und da waren viele Schwachpunkte seitens des Chefs und des Büros, die natürlich so gedreht wurden, dass ich eine unwissende, blöde Alte war.

Ihr glaubt gar nicht, was mir da an Unverschämtheiten geboten wurde, ich bin froh, mir nicht mehr diese Seitenhiebe und Anschuldigungen gefallen lassen zu müssen. Aus der Sicht einer alten, weisen Frau würde ich glatt behaupten, dass dieses Beharren auf alten Strukturen wie Überschreiben alter Briefe etc. nichts anderes als Unsicherheit des Mannes war, der bislang seinen Bürokram allein bewältigte und bloß nicht von seinen Hintertucksgepflogenheiten abweichen kann und darf, weil es sonst nicht mehr klappen würde. Aber an mir hat er seinen Frust dann ausgelassen, das größte Weihnachtsgeschenk ist die wiedergewonnene Freiheit!

Ich wünsche Euch schon einmal friedvolle Weihnachtstage

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Wie behandelte Sie ihr Chef?

Supernova
(138 Beiträge)
von TraumSekki am 21.12.2011 um 11:06 zitieren

Uiiii, Esbe, das tut mir aber leid für dich...

Natürlich freu ich mich für dich über deine wiedergewonnene Freiheit - aber viel schöner wäre es ja schon gewesen, wenn es einfach DER perfekte Arbeitsplatz für dich gewesen wäre!

Ach, ich würde sagen: neues Jahr, neues Glück!

Wünsche dir alles erdenktlich Gute und drück dir die Daumen!

LG,
TraumSekki


Antwort: Re: Wie behandelte Sie ihr Chef?

Kaiserin
(456 Beiträge)
von Julia am 21.12.2011 um 15:41 zitieren

... Mensch, esbe, wie blöd ...

dann haben sie Dich auch nicht verdient! Manchmal passt es einfach nicht zusammen.

Alles Gute und beste Wünsche für Deinen weiteren Weg!

Jetzt genieß erst einmal Deine wiedergewonnene Freiheit und die Weihnachtstage.

Du weißt ja, wo Du uns findest, wenn Du uns brauchst ...

Good luck

Julia


Antwort: Wie behandelte Sie ihr Chef?

Kaiserin
(802 Beiträge)
von Su0811 am 22.12.2011 um 13:49 zitieren

Hallo Esbe,

irgendwie bin ich sprachlos... Dir wünsche ich natürlich, daß du bald was adäquates findest....

Da man mir meine Kollegin entlassen hat - we are all American - less profit - less manpower - und somit meine Beine, kommt dein Posting schon als richtige Hyobsbotschaft daher. (Ich habe schon Beine, nur kann ich nicht mehr den ganzen Tag stehen geschweige denn rumrennen).

Ich traue mich manchmal in ein (natürlich) online-Bewerbungsformular reinzuschrbein: Schwerbehindert, strebe Teilzeitarbeit an.... Antworten kamen bisher noch keine. Nicht mal Absagen. Die scheuen wohl alle das Gleichberechtungsgesetz. Bin wohl mit meinen knappen 50 auch schon zu alt für den Arbeitsmarkt...

Meine (entlassene) Kollegin wird 57 - da wird es ja noch heftiger... Wo ist denn das Programm 50+??

Und wir sollen bis 67 arbeiten - aber wo???

Trotzdem, erholsame Weihnachtsfeiertage...

Su

„Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“
(Eleanor Roosevelt)


Antwort: Re: Wie behandelte Sie ihr Chef?

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 22.12.2011 um 14:55 zitieren
Zitat von Su0811:

Hallo Esbe, irgendwie bin ich sprachlos... Dir wünsche ich natürlich, daß du bald was adäquates findest.... Da man mir meine Kollegin entlassen hat - we are all American - less profit - less manpower - und somit meine Beine, kommt dein Posting schon als richtige Hyobsbotschaft daher. (Ich habe schon Beine, nur kann ich nicht mehr den ganzen Tag stehen geschweige denn rumrennen). Ich traue mich manchmal in ein (natürlich) online-Bewerbungsformular reinzuschrbein: Schwerbehindert, strebe Teilzeitarbeit an.... Antworten kamen bisher noch keine. Nicht mal Absagen. Die scheuen wohl alle das Gleichberechtungsgesetz. Bin wohl mit meinen knappen 50 auch schon zu alt für den Arbeitsmarkt... Meine (entlassene) Kollegin wird 57 - da wird es ja noch heftiger... Wo ist denn das Programm 50+?? Und wir sollen bis 67 arbeiten - aber wo??? Trotzdem, erholsame Weihnachtsfeiertage... Su

Hallo Sue0811,

geht mir mit meiner Behinderung ja genau so. Ich verstehe das auch nicht, warum man keine Rücksicht auf behinderte Arbeitnehmer nimmt, denn es gibt ja auch gern in Anspruch genommene Förderungsgelder...

Angeblich ist der Arbeitsmarkt zurzeit leer gefegt, es soll angeblich gute Chancen geben, jetzt eine Stelle zu finden. Na, die erste Bewerbung habe ich heute schon geschrieben.

Mal so eine Frage an alle:
Wie ist das mit einem Arbeitszeugnis bei Kündigung in der Probezeit. Was und wie viel sollte darin stehen. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass dieser Ex- Chef nicht ehrlich ist, mir alles anlastet und ein schlechtes Zeugnis schreibt. Da steht bestimmt nicht drin, dass ich eine Notlösung für die Weihnachtspost war, dass er nicht genug Arbeit hatte, etc.

Liebe Grüße

esbe mit zarten 58 Jahren auf dem Buckel

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Zeugnisse und neue Jobs

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 22.12.2011 um 18:28 zitieren

Hallo Esbe,

ein schlechtes Zeugnis darf er dir gar nicht ausstellen, wobei natürlich \'richtig positiv Formuliert\' schon für ein negatives Zeugnis reicht, da zwischen den Zeilen gelesen werden kann. Das wäre ja noch das Sause Sahnehäubchen auf diesem Katastrophen-Arbeitsverhältnis.

Allerdings frage ich mich, ob es für dich nicht eine Möglichkeit gibt, diese Kurzbeschäftigung ganz unter den Tisch fallen zu lassen. Eine Kündigung noch während der Probezeit sieht alles andere als gut aus. Kaum ein potenzieller AG macht sich m. E. die Mühe, die wirklichen Gründe zu hinterfragen, strickt sich seine eigenen und befördert deine aufwendig gestaltete Bewerbung gleich auf den Absage-Stapel.

Wenn du es also hinkriegen könntest, den Ex-Chef dazu zu bewegen, dir eine befristete Beschäftigung zu attestieren in den Weihnachtsspitzen, dann wäre das m. E. schon viel Wert.

Dem gegenüber solltest du dich noch einmal zusammennehmen, auch wenn du ihn zigmal in den Allerwertesten treten könntest. Du brauchst seinen good will für das Zeugnis und allein deshalb würde ich gute Miene zum bösen Spiel machen.

Alles andere hatte ich dir schon geschrieben. Auch ich glaube, dass deine Stunde noch kommen wird, selbst wenn es vermutlich zunehmend schwerer fällt, den Glauben daran aufrecht zu erhalten. Aber du kennst ja auch ein paar Details von meiner Familie - auch da hat es ein gutes Ende genommen gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem keiner mehr dran glauben wollte.

Für gut ausgebildetes Personal werden die Zeiten tatsächlich besser, da glaube ich ganz fest dran. Deshalb ist es auch so wichtig, sich ständig up-to-date zu halten, damit man sich eben durch diese gute Ausbildung einen Vorteil vor Kandidatin \'jung & knackig\', dafür mäßig qualifiziert, verschafft. Die demografische Entwicklung weist klar in diese Richtung und der Trend wird sich zunehmend verschärfen.

Ich weiß - derzeit fällt es schwer das zu glauben. Aber wenn du tatsächlich weiter suchen musst, dann bleibt dir nichts anderes übrig. Versuche, nicht deine Zuversicht zu verlieren, denn das würdest du über kurz oder lang auch ausstrahlen. Und dann verselbstständigt sich der Prozess: du wirst unsicher, wirkst auch unsicher, der potenzielle neue Chef hakt nach.. und du hast auf einmal nicht mehr das Standing, das du normalerweise hättest. Frau tendiert dann dazu, sich klein zu machen und nicht mehr das nach außen zu kehren, was sie wirklich kann.

Was die SB angeht, so würde ich die vermutlich erst einmal nicht erwähnen. Lediglich, wenn es um Jobs ginge, bei denen dein Handicap zum Tragen käme (z. B. Protokollführen). Aber ansonsten.. nö, erst mal nicht. Es gibt viel zu viele Vorbehalte, als dass man sie direkt einfließen lassen sollte. Ich meine nicht, dass du es verschweigen sollst.. allerdings so lange erst einmal, bis du den Menschen persönlich kennengelernt hast, der die Stelle ausschreibt. Auch würde ich den Punkt der Fördergelder nicht so an die große Glocke hängen. Anders als du glaube ich nämlich nicht, dass die AG sooo scharf darauf sind.

Bei uns ist es klar so, dass lieber die SB-Quote nicht erfüllt wird, dafür sogar Strafabgaben in Kauf genommen werden. Wenn du 1 + 1 zusammenzählst, weißt du, wie stark so ein Förderbetrag lockt.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen für die neue Runde. Es heißt ja immer: Neues Spiel, neues Glück! Warum also nicht auch für eine Esbe?!

Nen dicken Drücker und Grüße an die drei Jungs
Schöne Feiertage, guten Rutsch..

Kirstin

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Zeugnis...

Kaiserin
(802 Beiträge)
von Su0811 am 23.12.2011 um 09:31 zitieren
Zitat von esbe:

Hallo Sue0811, geht mir mit meiner Behinderung ja genau so. Ich verstehe das auch nicht, warum man keine Rücksicht auf behinderte Arbeitnehmer nimmt, denn es gibt ja auch gern in Anspruch genommene Förderungsgelder... Angeblich ist der Arbeitsmarkt zurzeit leer gefegt, es soll angeblich gute Chancen geben, jetzt eine Stelle zu finden. Na, die erste Bewerbung habe ich heute schon geschrieben. Mal so eine Frage an alle: Wie ist das mit einem Arbeitszeugnis bei Kündigung in der Probezeit. Was und wie viel sollte darin stehen. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass dieser Ex- Chef nicht ehrlich ist, mir alles anlastet und ein schlechtes Zeugnis schreibt. Da steht bestimmt nicht drin, dass ich eine Notlösung für die Weihnachtspost war, dass er nicht genug Arbeit hatte, etc. Liebe Grüße esbe :blume: mit zarten 58 Jahren auf dem Buckel

Hallo Esbe,

kannst du diese Zeit nicht als \"Saisonale Aushilfszeit\" betiteln? Ich würde dann bei Bewerbungen dazu gar kein Zeugnis dazu legen. Wenn du darauf angesprochen wirst, kannst du immer noch argumentieren, daß ihr an eine längere Zusammenarbeit zwar gedacht hättet, aber leider die Chemie nicht stimmte....

Oder?

Ich mach jetzt erst mal gar nix - bin froh wenn der Tag hier heute rum ist und ich erst mal frei habe...

Wünsche euch allen schöne, entspannende Weihnachtsfeiertage...

Ich war vorgestern bei Chako Habekost - er sagte: Woihnachte, de kummt funn Woi!
Allah in diesem Sinne!

LG
Su

„Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“
(Eleanor Roosevelt)


Antwort: Anm. zum Zeugnis

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 23.12.2011 um 22:15 zitieren

Hi Esbe,

ich habe hier mal einen Artikel für dich, den ich persönlich voll unterschreibe: http://www.magazin.kanzlei-flaemig.de/karriereberatung/qualifiziertes-zeugnis-probezeit.html

Manchmal ist weniger mehr und m. E. solltest du in insbesondere in deinem aktuellen Fall versuchen, ein Zeugnis zu bekommen, das lediglich deine Tätigkeitsinhalte aufführt, aber nichts zu deiner Leistung/Persönlichkeit sagt.

In der Argumentation gegenüber dem Chaoten-Chef würde ich ihm suggestiv sagen, dass es ja leider in der kurzen Zeit nicht möglich war, einander besser kennenzulernen. Daher wärst du dankbar, wenn er lediglich deine Aufgaben kurz aufführen könnte. Und der Einfachheit halber (kein Vorgesetzter verfasst eine solche Aufstellung gerne, geschweige denn vollständig) würde ich die schon einmal vorformulieren.

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


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