Thema: Püschologie?


Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 24.10.2011 um 19:54 zitieren

Hallo,

die erste Arbeitswoche ist überstanden, aber jetzt beschleichen mich fürchterliche Gefühle. Da alles neu in diesem Büro für mich ist, habe ich den Eindruck, grundsätzlich alles falsch zu machen. Kennt ihr das? Es sind alle nett und freundlich, aber so unterschwellig köchelt da Angst in mir.

Ich versuche mich ja anzupassen wie und wo es geht, vergesse Dinge und bin zum Teil auch überfordert, da ich diese Projekte ja alle noch nicht kenne. Ich verstehe nicht, dass Briefe wie zu Urzeiten formatiert sind, diese immer wieder verwendet werden und es nervt, wenn man z. B. mit der Entertaste auf die nächste Seite hoppelt.

Darf ich meinem Chef sagen, dass man das eigentlich anders macht? Oder das man schon seit Jahren im Anschriftenfeld zwischen Straße und Ort keine Leerzeile mehr setzt? Ich soll die Büroorganisation da übernehmen, aber wie mache ich das, wenn man alles beim Alten belässt und es bestimmt Vereinfachungen gäbe. Täglich bete ich mir vor \"langsam, immer schön langsam, es wird schon werden\" und trotzdem fällt es mir schwer.

Was sagt der Rat weisen Sekkis hier im Forum???

Liebe Grüße von der regelrecht erschöpften

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Püschologie?

Supernova
(138 Beiträge)
von TraumSekki am 25.10.2011 um 08:31 zitieren

Hallo liebe Esbe,

wow, freu dich! Du hast schon eine Woche geschafft und am Ende dieser Woche darfst du wahrscheinlich endlich mal wieder eine ECHTE Gehaltsabrechnung in der Hand halten! Das ist doch schon mal viel wert!

Esbe, mach dir bitte noch nicht so viele Gedanken. Es gibt nichts Schlimmeres, als dass du dir selbst die Anforderung setzt, innerhalb von einer WO alles in der Firma zu kennen und verbessert zu haben!

In jedem ordentlichen Unternehmen weiß man, dass ein Mitarbeiter sich auf jeden Fall 3 Monate richtig einarbeiten sollte. In der Zeit solltest du also wirklich die dämlichsten Fragen stellen, die es gibt, denn nach 1 Jahr wär\'s ja dann schon wieder peinlich

Bzgl. deiner Änderungsvorschläge kann ich dir nur den Tipp geben, nicht alles von heute auf morgen oder gar sofort ändern zu wollen. Es ist immer schwer, alte Gewohnheiten aufzugeben und neue Strukturen zu verinnerlichen. Ich würde zusehen, dass ich sämtliche Prozesse, die bestehen kennen lerne und zwar mit allen Vor- und Nachteilen. Da kannst du dann in ein paar Monaten auf deinen Chef zugehen und sagen: \"Herr XY, dieses System find ich richtig gut, weil das und das, allerdings benötige ich im folgenden Schritt immer 10 min. für das und das. Vielleicht kann man das so und so effektiver gestalten, was halten Sie davon?\" - und dann kannst ja auch mit der neuen DIN kommen und die Leerzeile aus den Vorlagen nehmen

Alles Liebe und weiterhin viel Erfolg!

LG,
TraumSekki


Antwort: Re: Püschologie?

Königin
(201 Beiträge)
von Frau-Urmel am 25.10.2011 um 09:53 zitieren

Hallo Esbe,

ich sehe das wie TraumSekki. Mach immer einen Schritt nach dem anderen. Arbeite Dich langsam und gründlich ein und dann kannst nach und nach versuchen die alten Angewohnheiten zu verändern. Mach Dich nicht verrückt, man kann nicht nach einer Woche alles Wissen. Freu Dich über jeden kleinen Fortschritt von Dir, das motiviert.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Deine innere Ruhe findest, dann geht alles fast von allein.

LG
Frau Urmel


Antwort: Re: Püschologie?

Rose
(24 Beiträge)
von Cay am 25.10.2011 um 10:49 zitieren

Hallo espe,

selbst wenn man lange in einen Betrieb ist kann man sich immer wieder überfordert fühlen, ob jetzt durch neue Aufgaben, seltene Aufgaben oder einfach komplizierte und ungewöhnliche Aufgaben.
Ich schließ mich den vorangegangenen Aussagen an, mach dich nicht verrückt, arbeite dich gründlich ein und denk daran, jeder Motor muss sich erst einlaufen.
Was die Gefühlslage angeht würde ich dir raten mal über Bachblüten nachzudenken. Ich selbst leide unterfurchtbarer Prüfungsangst und alle Situationen in denen ich ‚geprüft‘ werde (alles was ich tue und direkt bewertet wird) für mich Horror sind, habe ich immer „Notfalltropfen“ in der Tasche. Für mich etwas wunderbares ohne Risiken und Nebenwirkungen. Wenn es dich interessiert kann ich dir gerne mehr dazu sagen.
Liebe Grüße
Cay


Antwort: Re: Püschologie?

Newcomer
(4 Beiträge)
von Bekiwe am 25.10.2011 um 14:10 zitieren

Hallo Esbe,

ich glaube ich kann es langsam nachempfinden was du gerade durchmachst.
Anfang 2012 geht es bei mir los!
Ich schließe mich den anderen an: LASS DIR ZEIT!
Sammle deine Verbesserungsvorschläge, evtl. auch für ein möglichen Zwischengespräch wo du dann \"punkten\" kannst.
Lerne die Prozesse wie sie sind und nebenbei kannst du dir deine Notizen pflegen.
Ich bin immer optimistisch: ALLES WIRD GUT!

Weiterhin VIEL ERFOLG!!!

LG


Antwort: Re: Re: Püschologie?

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 25.10.2011 um 14:20 zitieren
Zitat von Cay:

Hallo espe, selbst wenn man lange in einen Betrieb ist kann man sich immer wieder überfordert fühlen, ob jetzt durch neue Aufgaben, seltene Aufgaben oder einfach komplizierte und ungewöhnliche Aufgaben. Ich schließ mich den vorangegangenen Aussagen an, mach dich nicht verrückt, arbeite dich gründlich ein und denk daran, jeder Motor muss sich erst einlaufen. Was die Gefühlslage angeht würde ich dir raten mal über Bachblüten nachzudenken. Ich selbst leide unterfurchtbarer Prüfungsangst und alle Situationen in denen ich ‚geprüft‘ werde (alles was ich tue und direkt bewertet wird) für mich Horror sind, habe ich immer „Notfalltropfen“ in der Tasche. Für mich etwas wunderbares ohne Risiken und Nebenwirkungen. Wenn es dich interessiert kann ich dir gerne mehr dazu sagen. Liebe Grüße Cay

Hallo Cay,

danke für den Tipp, aber ich habe auch Rescue- Tropfen, für day und auch für night. Nehme ich auch und trotzdem kommt täglich ein neuer Klopps, der mich aufregt. Heute: Mein PC verändert selbsttätig die Schriftgrößen im Dokument, wer war´s? Frau esbe! Und diese Anweisungen \" wenn du hier und da drückst, dann...ich bin jetzt mal wieder weg\". Grrrr

Aber ehrlich gesagt, wenn man hier dann mal schreiben kann, wird der Frust schon erträglicher.

Liebe Grüße

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Re: Re: Püschologie?

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 25.10.2011 um 14:42 zitieren
Zitat von esbe:

Hallo Cay, danke für den Tipp, aber ich habe auch Rescue- Tropfen, für day und auch für night. Nehme ich auch und trotzdem kommt täglich ein neuer Klopps, der mich aufregt. Heute: Mein PC verändert selbsttätig die Schriftgrößen im Dokument, wer war´s? Frau esbe! Und diese Anweisungen \" wenn du hier und da drückst, dann...ich bin jetzt mal wieder weg\". Grrrr :verrueckt: :wuetend: Aber ehrlich gesagt, wenn man hier dann mal schreiben kann, wird der Frust schon erträglicher. Liebe Grüße esbe :blume:

Huhuuuu Esbe,

wie schon geschrieben: In der Ruhe liegt die Kraft und Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut

Lass Dich nicht stressen bzw. hetzen. Gut Ding will eben Weile haben. Das das Eine oder Andere nicht auf Anhieb klappt, ist auch völlig normal und Dein Arbeitgeber wird das sicherlich auch wissen.

Du schaffst das alles, davon bin ich überzeugt und ich glaube, unsere Mädels im Forum sehen das auch so

Vertraue einfach auf Dich und Deine Kenntnisse und Du wirst sehen, alles wird gut

TSCHACKA - DU SCHAFFST DAS

GGLG, Melsi


Antwort: Re: Püschologie?

Kaiserin
(456 Beiträge)
von Julia am 25.10.2011 um 18:09 zitieren

Hallo esbe,

Du machst das schon! Vertrau Dir einfach und lass Dich nicht verrückt machen.

Die Kolleginnen hier im Forum haben schon viele gute Tipps und Ratschläge abgegeben, deshalb kann ich mich da nur anschließen.

Für\'s \"Dampf ablassen\" oder hast Du ja uns mit unseren offenen Ohren.
Zum Aufbauen gibt\'s dann und Schoki oder und den einen oder anderen guten Tipp und dann sieht die Welt schon wieder anders aus.

Einen Tipp zum \"dann klick mal hier und dann da und tschüss\" habe ich noch: bitte die Kollegin es Dir noch mal \"langsam zum Mitschreiben\" zu zeigen (so dass Du wirklich mitschreiben kannst), weil Du sie ja dann viel weniger in Anspruch nimmst - vielleicht ist sie dann nicht mehr ganz so schnell. Es klappt übrigens noch besser, wenn man vorher die Kollegin bittet, es mal - so wie ihre Zeit es erlaubt - selbst aufzuschreiben (dazu haben die Wenigsten Lust) und erklären dann langsamer .

Gruß
Julia


Antwort: Kollegin?

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 25.10.2011 um 21:29 zitieren
Zitat von Julia:

Hallo esbe, Du machst das schon! Vertrau Dir einfach und lass Dich nicht verrückt machen. Die Kolleginnen hier im Forum haben schon viele gute Tipps und Ratschläge abgegeben, deshalb kann ich mich da nur anschließen. Für\'s \"Dampf ablassen\" oder :wuetend: :aggressiv: :verrueckt: hast Du ja uns mit unseren offenen Ohren. Zum Aufbauen gibt\'s dann :blume: und Schoki oder :torte: und den einen oder anderen guten Tipp und dann sieht die Welt schon wieder anders aus. Einen Tipp zum \"dann klick mal hier und dann da und tschüss\" habe ich noch: bitte die Kollegin es Dir noch mal \"langsam zum Mitschreiben\" zu zeigen (so dass Du wirklich mitschreiben kannst), weil Du sie ja dann viel weniger in Anspruch nimmst - vielleicht ist sie dann nicht mehr ganz so schnell. Es klappt übrigens noch besser, wenn man vorher die Kollegin bittet, es mal - so wie ihre Zeit es erlaubt - selbst aufzuschreiben (dazu haben die Wenigsten Lust) und erklären dann langsamer ;-). Gruß Julia

Kollegin?

Ich habe keine Kollegin die mich einarbeiten würde! Das ist Chefsache! Die Stelle gab es vorher nicht! Er persönlich zeigt mir die Dinge und ist aber durch die Flut der Termine immer auf dem Sprung! Ist natürlich schlecht für mich und wenn ich dann nach meinem Wissen die Dinge bearbeite, ist es wieder nicht richtig. Da beißt sich die Katze in den Schwanz und ich mir auf die Zunge. Unfreundlich ist mir noch keiner gekommen, aber ich selber habe ein schlechtes Gewissen, denn eigentlich tendiere ich dahin, lieber alles 150% zu machen als Fusch abzuliefern. Vielleicht erlebe ich ja einen Tag, an dem mal Zeit ist und ich so die ein oder andere Frage klären kann.

Ich habe ganz schlicht und einfach Angst, da zu versagen, denn ansonsten ist es dort herrlich zu arbeiten! Ehrlich!

Liebe Grüße
esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Püschologie?

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 26.10.2011 um 10:28 zitieren

Hallo esbe,

ich denke es ist richtig, die Dinge langsam anzugehen, schnell hat man sonst einen Ruf weg und verärgert sich nur die Mannschaft. Allerdings sollte es in meinen Augen möglich sein, Kleinigkeiten schon bei Zeiten in Angriff zu nehmen.
Was hat er denn für eine Erwartung an Dich, erwartet er Eigeninitiative und Mitdenken und erhofft sich auch Verbesserungen? Dann ist das Deine Aufhängung finde ich.
Kannst Du ihn direkt fragen, wie er es gerne hätte, wenn Dir etwas auffallen würde, was nicht korrekt läuft, wie diese Adressgeschichte zum Beispiel? Diese Änderung bedeutet ja keine Revolution den anderen gegenüber und wäre einfach zu machen.
Wenn er eher abwartend da ist, dann ist das so und Du arbeitest einfach für Dich weiter und fasst da nach und nach Fuß. Gut Ding will Weil haben und Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, sind doch tolle Sprüche Stress Dich nicht, anderen würde es ganz genauso ergehen auf dieser Stelle, okay? Und Du kannst nur von dem Input leben, den Du bekommst. Vielleicht hast Du ja mal Gelegenheit mit Cheffe drüber zu reden. Aber auf jeden Fall ist schon mal schön, dass Du Dich wohlfühlst!

LG Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Püschologie?

Komet
(97 Beiträge)
von Serena am 26.10.2011 um 12:41 zitieren

Hi Esbe,

ich freu mich, dass Du Dich soweit wohl fühlst.

Was ich derzeit mit meinem Windkind Chef mache, ist ihn auf unseren Jour-Fixe festzulegen und dafür zu sorgen, dass diese halbe Stunde mir gehört und zwar nur mir und momentan meinem Kollegen mit dem ich an einigen Themen arbeite, zu denen Chef von uns beiden Feedback will.

Ich führe ein Buch bzgl. zu erledigender Tätigkeiten, das ich auch zur Mitschrift von Sitzungen/Terminen nutze.

Die dadurch entstehende Aufgabenliste gehen wir jeden Tag durch.

Bei mir ist es so erheblich einfacher geworden. - Vor allem auch zu sagen - moment, da hab ich keine Kapazitäten mehr dafür/Was soll dafür liegen bleiben...
Bin ich früher doch bisweilen gut ins \\\"Schwimmen\\\" gekommen. Jetzt weniger.

Vielleicht führst Du statt dem Buch lieber eine Datei auf dem Rechner? Dort kannst Du auch Deine ganzen unbeantworteten Fragen sammeln und wenn Du einen \\\"Fragen-Jour-Fixe\\\" mit deinem Chef einrichtest, in dem diese Themen besprochen werden - bleibt ihr beide immer gut im Feedback und könnt vieles lösen.

Mein Buch nutze ich seit Anfang August und es hat mir schon oft als Nachschlagewerk gedient, weil ich mir da auch Auszüge aus w@o Artikeln reinnotiere oder wie funktioniert dieses / jenes / blah...

Mehr fällt mir nicht ein, vielleicht hilft es Dir und gib Dir eine andere Idee.

Alles Gute für Dich :)

Tage
Wenig
Viel + gute
und so manchen Spontanen Positiven der unerwartet hilft.

Ich glaube zusammen mit den anderen fest an Dich.

Und bin einfach immer noch so stolz, dass Du nicht aufgegeben hast und es gepackt hast, Dir Deinen neuen Job zu holen.
Du hast soviel Ausdauer, Geduld und Durchhaltevermögen an den Tag gelegt, dass mir das auch geholfen hat, wenn ich hier am verzweifeln war und dachte, das geht nicht weiter.

Dafür Danke, *beide Daumen hoch* und viel Spaß bei Deiner weiteren Tätigkeit für Deinen neuen Chef.

Herzliche Grüße
Serena

Lebe lieber ungewöhnlich.


Antwort: Ganz normal

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 04.11.2011 um 11:55 zitieren
Zitat von esbe:

Hallo, die erste Arbeitswoche ist überstanden, aber jetzt beschleichen mich fürchterliche Gefühle. Da alles neu in diesem Büro für mich ist, habe ich den Eindruck, grundsätzlich alles falsch zu machen. Kennt ihr das? Es sind alle nett und freundlich, aber so unterschwellig köchelt da Angst in mir. Ich versuche mich ja anzupassen wie und wo es geht, vergesse Dinge und bin zum Teil auch überfordert, da ich diese Projekte ja alle noch nicht kenne. Ich verstehe nicht, dass Briefe wie zu Urzeiten formatiert sind, diese immer wieder verwendet werden und es nervt, wenn man z. B. mit der Entertaste auf die nächste Seite hoppelt. Darf ich meinem Chef sagen, dass man das eigentlich anders macht? Oder das man schon seit Jahren im Anschriftenfeld zwischen Straße und Ort keine Leerzeile mehr setzt? Ich soll die Büroorganisation da übernehmen, aber wie mache ich das, wenn man alles beim Alten belässt und es bestimmt Vereinfachungen gäbe. Täglich bete ich mir vor \"langsam, immer schön langsam, es wird schon werden\" und trotzdem fällt es mir schwer. Was sagt der Rat weisen Sekkis hier im Forum??? Liebe Grüße von der regelrecht erschöpften esbe :blume:

Hi my dear,

nach längerer Zeit schaffe ich es endlich mal wieder ins Forum. Natürlich musste ich gleich schauen, was es von der Front der Old Ager Neues zu berichten gibt.

Zuerst einmal schön, dass du gebraucht wirst und offensichtlich gut zu tun hast. Mittlerweile sind ja weitere (fast) 2 Wochen ins Land gegangen - bin gespannt auf deinen Bericht.

Als ich deinen Beitrag las, dachte ich im ersten Moment \"Mensch, esbe, lass doch erst mal laufen und schaff dir nicht wieder selbstkonstruierte Probleme wo keine sind - du willst m. E. zu schnell zuviel!\" Da ich dich ja aber ein bisschen kenne, weiß ich auch um dein Strickmuster. Und ich weiß: Sie muss so, weil sie ist wie sie ist.

Wenn du also tatsächlich nicht anders kannst, würde ich mir nach einer Phase der ersten Orientierung einen Termin beim Chef geben lassen um einmal grundsätzlich seine Erwartungen und deine auf eine gemeinsame Linie zu bringen (hier musst du ja leider dich anpassen, umgekehrt wäre m. E. eher unglücklich).

Meine persönliche Meining dabei ist: Ich finde es sehr unangenehm, wenn jemand neu in einen Bereich kommt und sich dadurch hervorhebt, alles besser zu wissen und einen Verbesserungsvorschlag dem nächsten folgen lässt. Er mag das gut meinen, hat aber als Neuer erst einmal piano zu machen, sonst sind Akzeptanzprobleme vorprogrammiert. M. E. mag so etwas kein Mensch, denn egal ob dieser Vorschlag faktisch tatsächlich besser ist, so wird er auf der anderen Seite doch auch immer auch als Kritik an der eigenen Person gesehen. Die wenigsten können hier zwischen Person und Sache unterscheiden, das ist m. E. menschlich.

Entsprechend heißt es hier also wirklich Selbstbeherrschung zu wahren und - wenn überhaupt - dann mehr oder weniger im Verborgenen und still zu verbessern.

Dazu kommt, dass selbst Vorgesetzte, deren Kernkompetenz in ganz anderen Bereichen liegen, sich schnell kritisiert fühlen, selbst wenn sie eigentlich froh sein sollten, jetzt endich jemanden zu haben, der den Laden wuppt.

Fingerspitzengefühl ist angesagt - daher würde ich das Gespräch mit dem Chef suchen und seine Erwartungen erfragen - nicht den Fokus auf das legen, was du drauf hast. Das würde ich maximal vorsichtig formulieren: Herausforderung für dich, immer up to date zu sein, daher hast du dich sehr intensiv mit der deutschen Rechtschreibung auseinandergesetzt. Spaß an Technik , daher hast du Tricks und Kniffe erfahren, wie man mit dem Rechner jetzt viel besser.. schneller... schöner... Hoher Anspruch an dich selber, bei der DIN-Norm immer auf dem Laufenden zu sein -> du fändst das auch persönlich beeindruckend, wenn du siehst, dass professioneller Schriftverkehr (z. B. Behördenbriefe) korrekt geführt wird. Und wie denn seine Meinung dazu wäre, wenn du das so nach und nach in deiner Arbeit umsetzen würdest. M. E. solltest du schnell merken, ob er dem offen gegenübersteht oder ob er eher einer der Spezies \"Hammer immer so gemacht, machemer auch weiter so!\" ist.

Und dass du Versagensängste hast, ist gerade bei neuen Aufgaben völlig normal. Schau dir dazu bitte mal die Kurven zur menschlichen Gefühlswelt in Veränderungsprozessen an. Die gilt für so viele Situationen im Leben - angefangen von bloßen Umorganisationen oder auch Jobverlust, beim Tode eines nahestehenden Menschen etc etc. etc. Und eben auch für so etwas, was du gerade durchmachst. Schau mal, es gibt zig Seiten, auf denen sie abgebildet ist. Zu einer hier mal der Link http://personality-today.blogspot.com/2008/04/vernderungen-in-unternehmen-werden.html

So, genug gequakt von mir. Bin jetzt erst mal gespannt auf deinen Bericht.

Alles Liebe und eine dicke Umärmelung für dich - du packst das!

Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Ganz normal

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 08.11.2011 um 13:36 zitieren
Zitat von Kirsten:

Hi my dear, nach längerer Zeit schaffe ich es endlich mal wieder ins Forum. Natürlich musste ich gleich schauen, was es von der Front der Old Ager Neues zu berichten gibt. 8-) Zuerst einmal schön, dass du gebraucht wirst und offensichtlich gut zu tun hast. Mittlerweile sind ja weitere (fast) 2 Wochen ins Land gegangen - bin gespannt auf deinen Bericht. Als ich deinen Beitrag las, dachte ich im ersten Moment \"Mensch, esbe, lass doch erst mal laufen und schaff dir nicht wieder selbstkonstruierte Probleme wo keine sind - du willst m. E. zu schnell zuviel!\" Da ich dich ja aber ein bisschen kenne, ;-) weiß ich auch um dein Strickmuster. Und ich weiß: Sie muss so, weil sie ist wie sie ist. ;-) Wenn du also tatsächlich nicht anders kannst, würde ich mir nach einer Phase der ersten Orientierung einen Termin beim Chef geben lassen um einmal grundsätzlich seine Erwartungen und deine auf eine gemeinsame Linie zu bringen (hier musst du ja leider dich anpassen, umgekehrt wäre m. E. eher unglücklich). Meine persönliche Meining dabei ist: Ich finde es sehr unangenehm, wenn jemand neu in einen Bereich kommt und sich dadurch hervorhebt, alles besser zu wissen und einen Verbesserungsvorschlag dem nächsten folgen lässt. Er mag das gut meinen, hat aber als Neuer erst einmal piano zu machen, sonst sind Akzeptanzprobleme vorprogrammiert. M. E. mag so etwas kein Mensch, denn egal ob dieser Vorschlag faktisch tatsächlich besser ist, so wird er auf der anderen Seite doch auch immer auch als Kritik an der eigenen Person gesehen. Die wenigsten können hier zwischen Person und Sache unterscheiden, das ist m. E. menschlich. Entsprechend heißt es hier also wirklich Selbstbeherrschung zu wahren und - wenn überhaupt - dann mehr oder weniger im Verborgenen und still zu verbessern. Dazu kommt, dass selbst Vorgesetzte, deren Kernkompetenz in ganz anderen Bereichen liegen, sich schnell kritisiert fühlen, selbst wenn sie eigentlich froh sein sollten, jetzt endich jemanden zu haben, der den Laden wuppt. Fingerspitzengefühl ist angesagt - daher würde ich das Gespräch mit dem Chef suchen und seine Erwartungen erfragen - nicht den Fokus auf das legen, was du drauf hast. Das würde ich maximal vorsichtig formulieren: Herausforderung für dich, immer up to date zu sein, daher hast du dich sehr intensiv mit der deutschen Rechtschreibung auseinandergesetzt. Spaß an Technik :verrueckt: , daher hast du Tricks und Kniffe erfahren, wie man mit dem Rechner jetzt viel besser.. schneller... schöner... Hoher Anspruch an dich selber, bei der DIN-Norm immer auf dem Laufenden zu sein -> du fändst das auch persönlich beeindruckend, wenn du siehst, dass professioneller Schriftverkehr (z. B. Behördenbriefe) korrekt geführt wird. Und wie denn seine Meinung dazu wäre, wenn du das so nach und nach in deiner Arbeit umsetzen würdest. M. E. solltest du schnell merken, ob er dem offen gegenübersteht oder ob er eher einer der Spezies \"Hammer immer so gemacht, machemer auch weiter so!\" ist. Und dass du Versagensängste hast, ist gerade bei neuen Aufgaben völlig normal. Schau dir dazu bitte mal die Kurven zur menschlichen Gefühlswelt in Veränderungsprozessen an. Die gilt für so viele Situationen im Leben - angefangen von bloßen Umorganisationen oder auch Jobverlust, beim Tode eines nahestehenden Menschen etc etc. etc. Und eben auch für so etwas, was du gerade durchmachst. Schau mal, es gibt zig Seiten, auf denen sie abgebildet ist. Zu einer hier mal der Link http://personality-today.blogspot.com/2008/04/vernderungen-in-unternehmen-werden.html So, genug gequakt von mir. Bin jetzt erst mal gespannt auf deinen Bericht. Alles Liebe und eine dicke Umärmelung für dich - du packst das! :blume: Kirsten

Hallo Kirsten,

ja, ja, ihr kennt mich alle schon ein wenig!

Aber sitz mal in einem neuen Minibüro, Chef hatte noch nie eine Sekki, muss sich auch an die Situation gewöhnen und dann ich, die doch alles richtig machen will! Und es kam wie es kommen musste. Blackout oder Reizüberflutung in den ersten Tagen. Aber das hat sich gelegt. Ich werde jeden Tag sicherer und ertrage wie ein geduldiger Esel die Änderungswünsche vom Chef. Ich gerate nicht mehr ihn Panik, wenn ich wieder ein neues Blatt vom Briefpapier nehmen muss, weil wieder etwas geändert werden muss. Und die Änderung habe nicht unbedingt ich verursacht, nee, ihm sind noch nachträglich Dinge eingefallen . Aber der output kann nur so erfolgen, wie ich an input bekam! Und wenn es eben hier nicht nach DIN 5008 zugeht, kratzt mich das auch nicht, dann eben nicht, basta

Und überarbeiten muss ich mich hier nicht. Wahrscheinlich habe ich ein anderes Arbeitsvorgehen und Tempo. Gestern brach der Schreibtisch zusammen, aber bis Büroschluss war alles erledigt. Jedenfalls ändere ich nüscht und wandele auf den Computerpfaden vom Chef, die bestimmt etwas umständlich sind, aber what shall´s? Gewöhnungsbedürftig ist der wenige Papiereinsatz und die Verwaltung der E-Mails. Blöd ist das neue Bluetooth- Telefon, ich kann als Zentrale nicht sehen, ob jemand bereits telefoniert.

Wie machst Du das eigentlich mit dem Hören bzw. Verstehen? Manche Leute können so nuscheln, dass einem Hören und Sehen vergehen. Sagst Du da auch knallhart \"Sorry, ich habe Sie nicht verstanden\".?

Was macht denn eigentlich Dein Töchterlein, hab ich lange nichts von gehört. Ob ich die noch erkennen würde?

Seid alle lieb gegrüßt und umärmelt

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Schlecht zu verstehen

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 08.11.2011 um 15:08 zitieren
Zitat von esbe:

Hallo Kirsten, ja, ja, ihr kennt mich alle schon ein wenig! Aber sitz mal in einem neuen Minibüro, Chef hatte noch nie eine Sekki, muss sich auch an die Situation gewöhnen und dann ich, die doch alles richtig machen will! Und es kam wie es kommen musste. Blackout oder Reizüberflutung in den ersten Tagen. Aber das hat sich gelegt. Ich werde jeden Tag sicherer und ertrage wie ein geduldiger Esel die Änderungswünsche vom Chef. Ich gerate nicht mehr ihn Panik, wenn ich wieder ein neues Blatt vom Briefpapier nehmen muss, weil wieder etwas geändert werden muss. Und die Änderung habe nicht unbedingt ich verursacht, nee, ihm sind noch nachträglich Dinge eingefallen :verrueckt: . Aber der output kann nur so erfolgen, wie ich an input bekam! Und wenn es eben hier nicht nach DIN 5008 zugeht, kratzt mich das auch nicht, dann eben nicht, basta :aggressiv: Und überarbeiten muss ich mich hier nicht. Wahrscheinlich habe ich ein anderes Arbeitsvorgehen und Tempo. Gestern brach der Schreibtisch zusammen, aber bis Büroschluss war alles erledigt. Jedenfalls ändere ich nüscht und wandele auf den Computerpfaden vom Chef, die bestimmt etwas umständlich sind, aber what shall´s? Gewöhnungsbedürftig ist der wenige Papiereinsatz und die Verwaltung der E-Mails. Blöd ist das neue Bluetooth- Telefon, ich kann als Zentrale nicht sehen, ob jemand bereits telefoniert. Wie machst Du das eigentlich mit dem Hören bzw. Verstehen? Manche Leute können so nuscheln, dass einem Hören und Sehen vergehen. Sagst Du da auch knallhart \"Sorry, ich habe Sie nicht verstanden\".? Was macht denn eigentlich Dein Töchterlein, hab ich lange nichts von gehört. Ob ich die noch erkennen würde? Seid alle lieb gegrüßt und umärmelt esbe

Huhu esbe,

mal von der Seite mein Senf dazu
Ich sage ganz klar: Entschuldigung, aber ich habe Sie nicht verstanden. Wenn es einen Grund gibt, wie schlechte Leitung wegen Funkverbindung im Auto oder so, nenne ich den auch mit, bei Nuscheln sage ich nichts weiter Finde das legitim. Und ob es stimmt oder nicht, ich sage auch mal: Sie sind sehr leise, ich verstehe Sie nicht richtig.
Irgendwie muß man sich ja behelfen

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


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