Thema: Minusstunden durch Überstunden (?!)


Newcomer
(1 Beiträge)
von birkenpolle am 10.06.2011 um 05:28 zitieren

Guten Morgen,

folgende Situation:

bin in Teilzeit angestellt (20 Stunden) in Abteilung A, mache in einer anderen Abteilung B Vertretung, seit Kurzem dort in Vollzeit, was als Überstunden bezahlt werden soll (zuvor war Arbeitszeit in Abteilung A mit Vertretungszeit in Abteilung B identisch). Mein Abteilungsleiter hatte vor der Vertretungszeiterhöhung eine Aufstockung auf 26 Wochenstunden durchgesetzt (Abt. A, was er sich ganz besonders anzurechnen scheint und diese Aufstockung solle auch ja nur für \"seine Abteilung A gelten\").

Mein Abteilungsleiter verlangt jetzt von mir, Überstunden so zu beantragen, dass eine Doppelbezahlung für ca. 1 Stunde täglich entsteht, und durch diese doppelte Bezahlung würden Minusstunden anfallen, die ich in der \"eigenen Abteilung A\" abarbeiten müsse.

Die Personalabteilung scheint hinter diesem System zu stehen, nachdem es ein Gespräch gab zwischen meinem Abteilungsleiter, einer MA /Personal und mir. Mir wurde nahegelegt, wenn mir das nicht gefällt, könne ich meine reguläre Arbeitszeit eben wieder herabsetzen, damit keine Doppelbezahlung entsteht.

Ich finde das arbeitnehmerfeindlich, demotivierend, und entwertend, fühle mich als nicht besonders gute Mitarbeiterin, so mies, \"die braucht keiner hier, die kann ja wieder auf ihre 20 Stunden reduzieren\"....


Antwort: Re: Minusstunden durch Überstunden (?!)

Gräfin
(151 Beiträge)
von wuschig am 10.06.2011 um 08:41 zitieren

Hallo birkenpolle,

ich verstehe das so, dass du alle Stunden, die du in Abt B über die 20 Stunden hinaus leistest, als Überstunden abrechnen kannst, in Abt A machst du ganz normal deine 26 Stunden. Daran ist in meinen Augen nichts Negatives. Oder habe ich das nicht richtig verstanden? Ich wäre an deiner Stelle froh, wenn ich Überstundengeld bekäme und die Stunden nachher regulär abarbeiten könnte, denn so stellt es sich für mich dar.

Ich kenne das aus meiner Vergangenheit nur so, dass man Vertretung macht, Überstunden selbstverständlich, und die kann man dann später - wenn es denn mal passt - abbummeln.

Warst du denn mit der Erhöhung auf 26 Stunden nicht einverstanden? Dann nimm doch den Vorschlag an, auf 20 Stunden zurück zu gehen. Nicht jeder Arbeitgeber ist da so kooperationsbereit.

Gruß wuschig


Antwort: Re: Minusstunden durch Überstunden (?!)

Supernova
(138 Beiträge)
von TraumSekki am 10.06.2011 um 09:16 zitieren

Hallo Birkenpolle!

Herzlich willkommen hier im Forum!

Sag mal, du bekommst aber schon nur einen Gehaltszettel weil du in einer Firma arbeitest, oder? Das klingt ja fast so, als würdest du von den beiden Abteilungen getrennt dein Gehalt bekommen... ts ts ts.

Auf jeden Fall klingt das voll kompliziert! Wie macht ihr das mit der Zeiterfassung? Hast du da nicht die Möglichkeit, einzutragen, für welche Abteilung du gebucht hast? Dann können doch die Abteilungen am Ende des Jahres ausrechnen, wo du mehr \"Kosten\" verursacht hast und wohingegen du mehr gearbeitet hast und das dann intern umbuchen!?

LG,
TraumSekki


Antwort: Re: Minusstunden durch Überstunden (?!)

Rose
(38 Beiträge)
von Roberta am 13.06.2011 um 11:20 zitieren

Liebe birkenpolle,

das mit der Überstunde und doppelter Bezahlung vertehe ich so, dass du in Abteilung B 1 Stunde arbeitest, dafür jedoch zwei Stunden angerechnet bekommst, diese zweite Stunde jedoch erst wieder in Abteilung A abarbeiten musst? Wo ist der Sinn? Darf jede Abteilung nur soundsoviel Stunden haben? Denn die Stunden laufen ja somit auf B? Was die Bezahlung angeht, geht die Rechnung ja für dich auf: Du bekommst das an Stunden bezahlt, was du auch arbeitest - egal in welcher Abteilung. Aber das Menschliche ist bei der von dir beschriebenen Vorgehensweise tatsächlich auf der Strecke geblieben. Ich an deiner Stelle würde mich hier auch nicht wertgeschätzt fühlen. Kannst du das bei deinem Abteilungsleiter und der personalverantwortlichen Mitarbeiterin nicht ansprechen? Genauso, wie du es uns geschildert hast. Geh hin, und sage, du möchtest dich zu dieser Besprechung nochmal äußern. Fang Satz an mit: Nach dieser Besprechung hatte ich das Gefühl, dass...und gib dann das wieder, was du empfunden hast. Du kannst nichts dabei verlieren, im Gegenteil, du beweist damit Mut! Und dann sind die beiden anderen dran zu reagieren!
Denk daran: Du bietest deine Arbeitskraft und deine Stärken!!!
Machs gut!
Roberta


Antwort: Re: Minusstunden durch Überstunden (?!)

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 15.06.2011 um 11:57 zitieren
Zitat von birkenpolle:

Guten Morgen, folgende Situation: bin in Teilzeit angestellt (20 Stunden) in Abteilung A, mache in einer anderen Abteilung B Vertretung, seit Kurzem dort in Vollzeit, was als Überstunden bezahlt werden soll (zuvor war Arbeitszeit in Abteilung A mit Vertretungszeit in Abteilung B identisch). Mein Abteilungsleiter hatte vor der Vertretungszeiterhöhung eine Aufstockung auf 26 Wochenstunden durchgesetzt (Abt. A, was er sich ganz besonders anzurechnen scheint und diese Aufstockung solle auch ja nur für \"seine Abteilung A gelten\"). Mein Abteilungsleiter verlangt jetzt von mir, Überstunden so zu beantragen, dass eine Doppelbezahlung für ca. 1 Stunde täglich entsteht, und durch diese doppelte Bezahlung würden Minusstunden anfallen, die ich in der \"eigenen Abteilung A\" abarbeiten müsse. Die Personalabteilung scheint hinter diesem System zu stehen, nachdem es ein Gespräch gab zwischen meinem Abteilungsleiter, einer MA /Personal und mir. Mir wurde nahegelegt, wenn mir das nicht gefällt, könne ich meine reguläre Arbeitszeit eben wieder herabsetzen, damit keine Doppelbezahlung entsteht. Ich finde das arbeitnehmerfeindlich, demotivierend, und entwertend, fühle mich als nicht besonders gute Mitarbeiterin, so mies, \"die braucht keiner hier, die kann ja wieder auf ihre 20 Stunden reduzieren\"....

.. häää? Sorry, aber da kann ich nicht mehr folgen, geschweige denn, dass ich das eigentliche Problem nachvollziehen kann.

Vollzeit sind für mich 40 Wochenstunden bzw. 37,5 - je nachdem wo man arbeitet. Das widerspricht aber der Aufstockung auf bloße 26 Stunden.

Verwirrte Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Minusstunden durch Überstunden (?!)

Kaiserin
(456 Beiträge)
von Julia am 30.06.2011 um 16:51 zitieren
Zitat von birkenpolle:

Guten Morgen, folgende Situation: bin in Teilzeit angestellt (20 Stunden) in Abteilung A, mache in einer anderen Abteilung B Vertretung, seit Kurzem dort in Vollzeit, was als Überstunden bezahlt werden soll (zuvor war Arbeitszeit in Abteilung A mit Vertretungszeit in Abteilung B identisch). Mein Abteilungsleiter hatte vor der Vertretungszeiterhöhung eine Aufstockung auf 26 Wochenstunden durchgesetzt (Abt. A, was er sich ganz besonders anzurechnen scheint und diese Aufstockung solle auch ja nur für \"seine Abteilung A gelten\"). Mein Abteilungsleiter verlangt jetzt von mir, Überstunden so zu beantragen, dass eine Doppelbezahlung für ca. 1 Stunde täglich entsteht, und durch diese doppelte Bezahlung würden Minusstunden anfallen, die ich in der \"eigenen Abteilung A\" abarbeiten müsse. Die Personalabteilung scheint hinter diesem System zu stehen, nachdem es ein Gespräch gab zwischen meinem Abteilungsleiter, einer MA /Personal und mir. Mir wurde nahegelegt, wenn mir das nicht gefällt, könne ich meine reguläre Arbeitszeit eben wieder herabsetzen, damit keine Doppelbezahlung entsteht. Ich finde das arbeitnehmerfeindlich, demotivierend, und entwertend, fühle mich als nicht besonders gute Mitarbeiterin, so mies, \"die braucht keiner hier, die kann ja wieder auf ihre 20 Stunden reduzieren\"....

Hallo birkenpolle!

Hoffentlich hat sich Deine Situation in befriedigender Weise für Dich gebessert, denn ehrlich gesagt steige ich auch nicht so ganz hinter dieses System. Mag daran liegen, dass ich nach dem Urlaub noch nicht ganz zur Höchstform aufgelaufen bin???

In meiner Abteilung (nennen wir sie A) arbeiten zwei Kollegen in Teilzeit, die die Möglichkeit hatten, ihre Arbeitszeit auf Vollzeit zu erhöhen, indem sie die restliche Zeit in anderen Abteilungen (die Kollegin in Abteilung B und der Kollege in Abteilung C) arbeiten.

Beide sind bis Mittag bei uns, also in Abteilung A und dann ab dem Mittag in ihren jeweiligen anderen Abteilungen mit anderen Aufgaben betraut.

In beiden Fällen kann es schon mal vorkommen, dass mehr Arbeit anfällt und somit länger gearbeitet wird. Das wird dann zu einem anderen Zeitpunkt in Freizeit abgegolten. Den Überblick müssen die beiden betroffenen Kollegen und die Personalabteilung behalten. Da geht es nicht strickt nach X Stunden in Abteilung A und X Stunden in Abteilung B bzw. C. Die betroffenen Kollegen müssen sich da selbst organisieren und es auch entsprechend absprechen.

Wenn es schon mal vorkommt, dass wir (Abteilung A) die Arbeitszeit mehr beanspruchen, dann wird es zu einem anderen Zeitpunkt ausgeglichen und umgekehrt. Also, wenn z. B. am Montag 100 % Arbeitsleistung in Abteilung A erbracht werden muss aus einem bestimmten Grund, dann wird das vorher mit den anderen betroffenen Abteilungen B + C abgesprochen und sie erhalten ihren Ausgleich an einem anderen Tag, so dass z. B. meine Kollegin dann entsprechend viele Stunden vor dem Mittag in die Abteilung B geht und so die \"ausgefallenen\" Stunden des Montag nachholt und der Kollege arbeitet dann am Dienstag 100 % für Abteilung C.

Bisher hat es hervorragend geklappt.

Es ist ein Geben und Nehmen, das allerdings Flexibilität und Kommunikation bei allen Beteiligten voraussetzt.

In diesem Fall war es die einzige Möglichkeit für meine Kollegen, von ihre Teilzeitarbeit aufzustocken auf 100 %.

Würde nun die Arbeitszeit für einen der beiden in einer Abteilung grundsätzlich erhöht, dann müsste die andere Abteilung dann die entsprechende Anzahl an Stunden (oder an % Arbeitskraft/Arbeitszeit) verlieren, denn mehr als 100 % Arbeitszeit kann ja niemand auf Dauer erbringen.

So wie ich Deinen Fall verstanden habe, wäre das aber genau der Fall, wenn Du in Deiner Abteilung A von 20 auf 26 Sunden aufgestockt wirst und in Abteilung B weiterhin 20 Stunden arbeitest. Eigentlich müsste ja die Arbeitszeit in Abteilung B auf 14 Stunden reduziert werden, damit Du insgesamt auf die 40 Stunden kommst, die ich als volle Arbeitszeit mit 100 % gleichgesetzt habe.

Für mich hieße das auf jeden Fall, nochmal ein Gespräch mit der Personalabteilung und dem Vorgesetzten zu suchen.

Berichte doch bitte mal gelegentlich, wie es weitergeht. Vielleicht verstehe ich ja dann die Systematik, die dahintersteckt.

Drücke Dir fest die Daumen!

Liebe Grüße
Julia


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