Thema: Egozentrisches Verhalten (sehr lang!)


Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 27.05.2011 um 09:59 zitieren

Guten Morgen zusammen,

bevor ich eine E-Mail auf den Weg gebe, die ich später nicht mehr ungeschehen machen kann, würde ich gerne mal eure Meinung einholen. Ich bin derzeit - um es mal vorsichtig auszudrücken - sauer bis unter die Hutkrempe und womöglich nicht in der Lage, angemessen zu reagieren.

Der Anlass ist das Verhalten einer Kollegin, die mich in ein neues Sachgebiet einarbeiten soll. Sie selber - Personalreferentin für einen Bereich, der aktuell vor der Übernahme durch eine Fremdfirma steht - hat extrem viel um die Ohren. Entsprechend hat sie signalisiert, Arbeit abgeben zu wollen. Ich habe mich dann bereiterklärt, ein großes Sachgebiet von ihr zu übernehmen, das ich auch persönlich sehr interessant finde. Ich habe mich auf diese Aufgabe also gefreut.

Das Sachgebiet wurde zum Jahresbeginn umstrukturiert und ein neues, noch nicht ausgereiftes DV-System entwickelt. Entsprechend hakt es noch stark und ist vor allem aber auch nicht selbsterklärend. Es gibt KEINE Schulungen, es gibt KEINE Manuals und ich soll möglichst auch keine Kollegen aus dem Konzern um Hilfe bitten, da ansonsten ja ersichtlich würde, dass meine Kollegin keine vernünftige Übergabe macht. Soviel also zu den nicht ganz günstigen Rahmenbedingungen.

Nun handelt es sich aber auch um ein Arbeitsgebiet, in dem man Unterlagen nicht endlos lange liegenlassen kann. Vielmehr gibt es ein Ampelsystem - und wenn die Ampel nach 5 Tagen Möglichkeit zur Bearbeitung auf rot steht, MUSS der Vorgang abgeschlossen werden. Das heißt für mich, dass ich nicht endlos lange Zeit habe mit Fragen auf meine Kollegin zu warten, bis die wieder mal vor Ort und ansprechbar ist.

Allgemeine Fragen ohne Zeitdruck gibt es zwar auch - aber die sammle ich ohnehin und warte ab, bis Kollegin Zeit für mich findet.

Wichtige Punkte adressiere ich also abgesprochen per E-Mail; allerdings erhalte ich auch da immer nur sehr zeitverzögert Rückmeldung, wenn überhaupt. Oftmals muss ich daran erinnern, dass Antworten noch ausstehen. Von der andere Seite (die, die den Prozess dann weiterbearbeitet) hagelt es ungeduldige Nachfragen und ich bin in der Situation, den schwarzen Peter entweder selber aufzunehmen oder aber die Schuld auf die nicht erreichbare Kollegin zu schieben. Die erste Möglichkeit widerstrebt mir, da auf diese Weise schnell der Eindruck entstehen könnte, ich wäre zu blöd, meine Arbeit zu verrichten. Die andere ist nicht gewünscht und wirft (O-Ton meiner Chefin) ein schlechtes Bild auf uns als Abteilung. Als ich nämlich sehr diplomatisch zu formulieren versuchte, dass eine Antwort noch auf sich warten lässt, da ich diverse Punkte erst noch (so bald wie möglich) mit meiner Kollegin klären müsste, ist diese wohl strackes zu meiner Chefin gelaufen und hat sich beschwert, ich äußerte gegenüber den wartenden Kollegen, dass sie (die mich einarbeiten soll) kaum erreichbar wäre.

Nach einigen Wochen Erfahrung kann ich nun sagen, dass es sich um eine Kollegin handelt, die offensichtlich völlig egozentrisch unterwegs ist:
Sie kümmert sich nur noch um ihre neuen Aufgaben (gut fürs Renommée), Ihr altes Arbeitsgebiet interessiert sie nicht mehr und genauso wenig, ob ich massive Probleme habe, den Job nun vernünftig zu machen. Immer wieder passieren neue Kleinigkeiten, die sich summieren und mir eben - wie oben schon geschildert - den Kamm schwellen lassen.

Der neueste Clou war ein Briefumschlag in meinem Postfach, der an sie adressiert war. Da ich nicht wusste, was darin war, habe ich ihn als Irrläufer unseres Postboten eingestuft und ihn - ungeöffnet - wieder in ihr Postfach gelegt. Einen Tag später lag er wieder in meinem Posteingang - diesmal war ihr Name durchgestrichen und durch meinen ersetzt.
Als ich das Kuvert öffnete, fiel mir ein Vorgang entgegen, mit dem ich überhaupt nichts anzufangen wusste. In mein neues Sachgebiet ist er - zumindest nach meinem aktuellen Wissenstand - nicht einzuordnen. Es gab weder einen Klebezettel, der mir weiterhalf noch sonstige Hinweise, was ich damit anstellen sollte. Wie gewohnt hüllte sich die Kollegin in Schweigen, hoffte vermutlich, dass ich mir die Antworten zum Vorgang über einen Blick in die Glaskugel selber gebe oder ihr wieder hinterherrenne mit der Bitte, mir doch Infos zu liefern. DAZU HAB ICH MITTLERWEILE KEINEN BOCK MEHR!

Also habe ich die Situation erst einmal ausgesessen in der völlig absurden Hoffnung, dass die Kollegin von selber auf mich zukommt. Niente, nickes, nada! Und nun sitze ich vor Outlook, würde ihr am liebsten schreiben, wie SchXXXe ich ihre Art finde, wie mich das alles ankoXXt und dass sie sich gefälligst benehmen soll wie das Gros der anderen arbeitenden Menschen, indem sie (übrigens Anfang 30) ein vernünftiges, kollegiales Miteinander pflegt und ein Arbeitsgebiet so übergibt, dass der andere einigermaßen vernünftig arbeiten kann.

Wenn ich sie anspreche, schaut sie, als könne sie kein Wässerchen trüben, tut als sei sie die freundlichste Kollegin unter der Sonne - und dabei ist das alles nur Fassade.

Neulich hab ich ihr dann gemailt, dass es so nicht ginge und ich sie um eine vernünftige Einarbeitung bitte. Zeitgleich hatte ich mich dann an meine Chefin gewandt und der gesagt, dass ich so meine Arbeit nicht gescheit machen könne. Die Kollegin kam dann später an meinen Schreibtisch, nickte verständig und wir vereinbarten persönlich einen Termin, den ich ihr dann noch als Outlook-Einladung schickte. Sie nahm an. Den von meiner Chefin angebotenen Termin zu dritt setzte ich dann erst mal aus, war ich doch der Meinung, das Problem als erwachsene Menschen selber in den Griff zu kriegen. Am Tag X saß ich dann hier.. wer nicht kam, war sie. Da ich sah, dass sie online war, schrieb ich sie an und frage, ob wir denn nicht einen gemeinsamen Termin hätten. Keine Antwort. Am späten Vormittag trudelte sie dann ein, lächelte mich an, als sie an meinem Schreibtisch vorbeiging und sagte - NIX! Mir war es dann zu blöd, ihr hinterherzurennen. 1 Tag später hatte sie dann wohl meine E-Mail geöffnet, und tat völlig überrascht. Einen Termin hätte sie nicht in ihrem Kalender gehabt und derzeit ja auch soviel um die Ohren. Als ich ihr dann antwortete, der Antwortstatus im Kalender zu ebendiesem Termin lautete doch auf angenommen, wollte sie mir weismachen, dass das vermutlich meinen eigenen Status als Einladende beträfe. Oder aber ob ich die Einladung womöglich an eine namensgleiche Kollegin geschickt hätte. Beide Möglichkeiten waren natürlich Quark - aber Einfallsreichtum kann man ihr zumindest nicht absprechen.

So, das war jetzt ganz viel Text und schon einmal danke an diejenigen, die es bis hierhin geschafft haben. Ich bin aber im Moment einfach nur noch stinkesauer und überlege, wie ich wohl am besten reagiere.
Insbesondere geht es mir um diesen aktuellen Vorgang, der kommentarlos in der Post lag. Im Moment ist mir nach

\'bitte legen Sie mir in Zukunft keine Vorgänge mehr kommentarlos in die Post, zu denen wir noch nie gesprochen haben.
Ein kurzer Hinweis was damit anzustellen ist, hilft mir schon weiter.
Sie können mich hierzu gerne ansprechen; alternativ gibt es Klebezettel.
Ich habe weder Zeit noch Lust zu raten, was ich mit den Unterlagen anstellen soll.\'

da ich schon möchte, dass sie sieht, dass es mir jetzt langsam reicht. Ich habe echt über Wochen jetzt gute Miene zum bösen Spiel gemacht, war immer höflich und nett und m. E. professionell. Allerdings befürchte ich, dass ich diejenige bin, die den Schaden davonträgt, sollte ich diese Schiene weiterfahren. Und dazu bin ich nicht länger bereit.

Für Anregungen - welcher Art auch immer - lieben Dank!

Gruß
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: nur mal kurz

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 27.05.2011 um 11:02 zitieren
Zitat von Kirsten:

Guten Morgen zusammen, bevor ich eine E-Mail auf den Weg gebe, die ich später nicht mehr ungeschehen machen kann, würde ich gerne mal eure Meinung einholen. Ich bin derzeit - um es mal vorsichtig auszudrücken - sauer bis unter die Hutkrempe und womöglich nicht in der Lage, angemessen zu reagieren. Der Anlass ist das Verhalten einer Kollegin, die mich in ein neues Sachgebiet einarbeiten soll. Sie selber - Personalreferentin für einen Bereich, der aktuell vor der Übernahme durch eine Fremdfirma steht - hat extrem viel um die Ohren. Entsprechend hat sie signalisiert, Arbeit abgeben zu wollen. Ich habe mich dann bereiterklärt, ein großes Sachgebiet von ihr zu übernehmen, das ich auch persönlich sehr interessant finde. Ich habe mich auf diese Aufgabe also gefreut. Das Sachgebiet wurde zum Jahresbeginn umstrukturiert und ein neues, noch nicht ausgereiftes DV-System entwickelt. Entsprechend hakt es noch stark und ist vor allem aber auch nicht selbsterklärend. Es gibt KEINE Schulungen, es gibt KEINE Manuals und ich soll möglichst auch keine Kollegen aus dem Konzern um Hilfe bitten, da ansonsten ja ersichtlich würde, dass meine Kollegin keine vernünftige Übergabe macht. Soviel also zu den nicht ganz günstigen :wuetend: Rahmenbedingungen. Nun handelt es sich aber auch um ein Arbeitsgebiet, in dem man Unterlagen nicht endlos lange liegenlassen kann. Vielmehr gibt es ein Ampelsystem - und wenn die Ampel nach 5 Tagen Möglichkeit zur Bearbeitung auf rot steht, MUSS der Vorgang abgeschlossen werden. Das heißt für mich, dass ich nicht endlos lange Zeit habe mit Fragen auf meine Kollegin zu warten, bis die wieder mal vor Ort und ansprechbar ist. Allgemeine Fragen ohne Zeitdruck gibt es zwar auch - aber die sammle ich ohnehin und warte ab, bis Kollegin Zeit für mich findet. Wichtige Punkte adressiere ich also abgesprochen per E-Mail; allerdings erhalte ich auch da immer nur sehr zeitverzögert Rückmeldung, wenn überhaupt. Oftmals muss ich daran erinnern, dass Antworten noch ausstehen. Von der andere Seite (die, die den Prozess dann weiterbearbeitet) hagelt es ungeduldige Nachfragen und ich bin in der Situation, den schwarzen Peter entweder selber aufzunehmen oder aber die Schuld auf die nicht erreichbare Kollegin zu schieben. Die erste Möglichkeit widerstrebt mir, da auf diese Weise schnell der Eindruck entstehen könnte, ich wäre zu blöd, meine Arbeit zu verrichten. Die andere ist nicht gewünscht und wirft (O-Ton meiner Chefin) ein schlechtes Bild auf uns als Abteilung. Als ich nämlich sehr diplomatisch zu formulieren versuchte, dass eine Antwort noch auf sich warten lässt, da ich diverse Punkte erst noch (so bald wie möglich) mit meiner Kollegin klären müsste, ist diese wohl strackes zu meiner Chefin gelaufen und hat sich beschwert, ich äußerte gegenüber den wartenden Kollegen, dass sie (die mich einarbeiten soll) kaum erreichbar wäre. Nach einigen Wochen Erfahrung kann ich nun sagen, dass es sich um eine Kollegin handelt, die offensichtlich völlig egozentrisch unterwegs ist: Sie kümmert sich nur noch um ihre neuen Aufgaben (gut fürs Renommée), Ihr altes Arbeitsgebiet interessiert sie nicht mehr und genauso wenig, ob ich massive Probleme habe, den Job nun vernünftig zu machen. Immer wieder passieren neue Kleinigkeiten, die sich summieren und mir eben - wie oben schon geschildert - den Kamm schwellen lassen. Der neueste Clou war ein Briefumschlag in meinem Postfach, der an sie adressiert war. Da ich nicht wusste, was darin war, habe ich ihn als Irrläufer unseres Postboten eingestuft und ihn - ungeöffnet - wieder in ihr Postfach gelegt. Einen Tag später lag er wieder in meinem Posteingang - diesmal war ihr Name durchgestrichen und durch meinen ersetzt. Als ich das Kuvert öffnete, fiel mir ein Vorgang entgegen, mit dem ich überhaupt nichts anzufangen wusste. In mein neues Sachgebiet ist er - zumindest nach meinem aktuellen Wissenstand - nicht einzuordnen. Es gab weder einen Klebezettel, der mir weiterhalf noch sonstige Hinweise, was ich damit anstellen sollte. Wie gewohnt hüllte sich die Kollegin in Schweigen, hoffte vermutlich, dass ich mir die Antworten zum Vorgang über einen Blick in die Glaskugel selber gebe oder ihr wieder hinterherrenne mit der Bitte, mir doch Infos zu liefern. DAZU HAB ICH MITTLERWEILE KEINEN BOCK MEHR! Also habe ich die Situation erst einmal ausgesessen in der völlig absurden Hoffnung, dass die Kollegin von selber auf mich zukommt. Niente, nickes, nada! Und nun sitze ich vor Outlook, würde ihr am liebsten schreiben, wie SchXXXe ich ihre Art finde, wie mich das alles ankoXXt und dass sie sich gefälligst benehmen soll wie das Gros der anderen arbeitenden Menschen, indem sie (übrigens Anfang 30) ein vernünftiges, kollegiales Miteinander pflegt und ein Arbeitsgebiet so übergibt, dass der andere einigermaßen vernünftig arbeiten kann. Wenn ich sie anspreche, schaut sie, als könne sie kein Wässerchen trüben, tut als sei sie die freundlichste Kollegin unter der Sonne - und dabei ist das alles nur Fassade. Neulich hab ich ihr dann gemailt, dass es so nicht ginge und ich sie um eine vernünftige Einarbeitung bitte. Zeitgleich hatte ich mich dann an meine Chefin gewandt und der gesagt, dass ich so meine Arbeit nicht gescheit machen könne. Die Kollegin kam dann später an meinen Schreibtisch, nickte verständig und wir vereinbarten persönlich einen Termin, den ich ihr dann noch als Outlook-Einladung schickte. Sie nahm an. Den von meiner Chefin angebotenen Termin zu dritt setzte ich dann erst mal aus, war ich doch der Meinung, das Problem als erwachsene Menschen selber in den Griff zu kriegen. Am Tag X saß ich dann hier.. wer nicht kam, war sie. Da ich sah, dass sie online war, schrieb ich sie an und frage, ob wir denn nicht einen gemeinsamen Termin hätten. Keine Antwort. Am späten Vormittag trudelte sie dann ein, lächelte mich an, als sie an meinem Schreibtisch vorbeiging und sagte - NIX! Mir war es dann zu blöd, ihr hinterherzurennen. 1 Tag später hatte sie dann wohl meine E-Mail geöffnet, und tat völlig überrascht. Einen Termin hätte sie nicht in ihrem Kalender gehabt und derzeit ja auch soviel um die Ohren. Als ich ihr dann antwortete, der Antwortstatus im Kalender zu ebendiesem Termin lautete doch auf angenommen, wollte sie mir weismachen, dass das vermutlich meinen eigenen Status als Einladende beträfe. Oder aber ob ich die Einladung womöglich an eine namensgleiche Kollegin geschickt hätte. Beide Möglichkeiten waren natürlich Quark - aber Einfallsreichtum kann man ihr zumindest nicht absprechen. :uebel: So, das war jetzt ganz viel Text und schon einmal danke an diejenigen, die es bis hierhin geschafft haben. Ich bin aber im Moment einfach nur noch stinkesauer und überlege, wie ich wohl am besten reagiere. Insbesondere geht es mir um diesen aktuellen Vorgang, der kommentarlos in der Post lag. Im Moment ist mir nach \'bitte legen Sie mir in Zukunft keine Vorgänge mehr kommentarlos in die Post, zu denen wir noch nie gesprochen haben. Ein kurzer Hinweis was damit anzustellen ist, hilft mir schon weiter. Sie können mich hierzu gerne ansprechen; alternativ gibt es Klebezettel. Ich habe weder Zeit noch Lust zu raten, was ich mit den Unterlagen anstellen soll.\' da ich schon möchte, dass sie sieht, dass es mir jetzt langsam reicht. Ich habe echt über Wochen jetzt gute Miene zum bösen Spiel gemacht, war immer höflich und nett und m. E. professionell. Allerdings befürchte ich, dass ich diejenige bin, die den Schaden davonträgt, sollte ich diese Schiene weiterfahren. Und dazu bin ich nicht länger bereit. Für Anregungen - welcher Art auch immer - lieben Dank! Gruß Kirsten

Hallo Du Wurst auf verlorenem Platz ,

an Deiner Stelle möchte ich nicht sein! Kann Dich gut verstehen, aber sei super vorsichtig mit schriftlichen Äußerungen! Die kann man weiterleiten, ausdrucken und zur Waffe umfunktionieren!!!

Und Gespräche von Frau zu Frau? Nur, wenn eine dritte, unabhängige Person dabei ist! Denn dann hast Du jederzeit einen Zeugen, der bestätigen kann, das abgesprochene Dinge von der \" Dame\" nicht eingehalten wurden. Oh ich hasse solche Menschen, die immer nur auf Show gebürstet sind und letzten Endes sich an nichts halten und bei genauem Hinsehen auch nichts können! Frag die Person doch einmal, ob sie nicht besser in der Politik aufgehoben wäre, dann könne das Unternehmen besser funktionieren!

Gibt es nicht eine Mobbingbeauftragte oder Ansprechperson, die helfen kann? Denn in gewissem Sinn handelt es sich ja auch um ein Mobbing Dir gegenüber!!

Schick Dir erst mal ein Drückerchen und ne Schoki zum Abreagieren

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Egozentrisches Verhalten (sehr lang!)

Rose
(23 Beiträge)
von stern510 am 27.05.2011 um 11:11 zitieren

Boooohhhh, mit die möchte ich immonemt nicht tauschen

Also ich kann dich sooooo verstehen, ich kenne dieses Problem sehr gut.
Nachdem ich immer lange lange geschluckt habe, mich sogar krank gemacht hat, habe ich irgendwann für mich beschlossen das es nicht mehr so weiter geht.

Seid dem ich mir angewöhnt habe, alles sofort anzusprechen was mir nicht passt geht es mir besser und ich werde auch anders wahrgenommen.

Also, ich würde mir die nette Dame ganz nett zur Seite nehmen und Ihr freundlich sagen das wenn du schon so freundlich bist und Ihr einen großen Teil Ihrer Arbeit ab nimmst, sie dich bitte auch einarbeiten soll.
Post die ohne Kommentar in deinen Fach liegt wird von Dir in Zukunft nicht mehr bearbeitet.

Mach Ihr deinen Standpunkt klar

Wenn alles nicht hilft, würde ich den nächst höheren Weg wählen.

Kopf hoch und ein schönes Wochenende...

LG stern


Antwort: Re: Egozentrisches Verhalten (sehr lang!)

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 27.05.2011 um 11:38 zitieren

Meine Liebe,

Du hast da echt die A-Karte gezogen und ich finde, es reicht jetzt. Du hast es lange genug im Guten versucht, nett sein bringt Dich hier nicht mehr weiter. Dein Gegenüber scheint resistent zu sein oder auf morbide Art geradezu Vergnügen daran finden, Dich auflaufen zu lassen.
Das Verhalten Deiner Chefin ist ja auch von der feinen Art, bloß kein schlechtes Licht auf die Abteilung werfen. Sieht sie gar nicht, wer da für schlechte Beleuchtung sorgt??
Ich würde mit beiden sprechen, beide informieren, dass das jetzt so und so lange so schon geht, nichts vorwärtsgeht, Rückfragen gehemmt oder ageblockt werden und so keine vernünftige Arbeit möglich ist. Und Deine Zeit als Sündenbock ist jetzt auch vorbei. Wenn keine Hilfe/Unterstützung/Einarbeitung geleistet wird, wirst Du nicht länger zur Verfügung stehen, um den schwarzen Peter entgegen zu nehmen, sondern klar nach außen kommunizieren, dass der Vorgang wegen fehlender Informationen seitens Deines Gegenübers hängt. Ich würde es wirklich mal faktgenau so formulieren, meinst Du nicht, da tut sich was? Zumindest Deine Chefin sollte dann schleunigst in die Kontakte kommen, besagtes Licht auf die Abteilung könnte sich abdimmen.
Und für mich selber würde ich schön auflisten, was so war und wie was abgebügelt worden ist.
Ob ein Gang an eine Stelle weiter oben sinnig ist, kannst nur Du beurteilen.
Aber ich denke, Du mußt aus der \"Opferhaltung\" raus und die Klauen ausfahren, mit Dir kann man es nämlich nicht machen!!

Was meinst Du?

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Alles nicht so einfach

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 27.05.2011 um 11:56 zitieren

Hallo ihr beiden,

@esbe: Ich habe derzeit noch zu große Scheu, weitere Personen in diese Sache mit hineinzuziehen. Mobbing setzt ja voraus, dass mir jemand bewusst schaden will und systematisch darauf abzielt. Hier ist es jedoch so, dass die Kollegin sich einfach nicht darum kümmert, dass ihr altes Arbeitsgebiet nicht mehr vernünftig betreut werden kann, obwohl sie selber die Voraussetzungen dafür schaffen muss. Sie selber hatte es in den letzten Monaten schon stark vernachlässigt. Es richtet sich also nicht gegen mich, sondern eher gegen die Sache. So zumindest meine Einschätzung.

Die Kollegin will weiterkommen um jeden Preis. Daher interessieren sie insbesondere die Mitarbeiter, die ihr hierbei helfen können, allem voran die Führungskräfte, für die sie arbeitet. Weh tut ihr somit alles, was einen Schatten auf ihre Person wirft und bei ebendiesen Vorgesetzten ankommt. Der Rest ist ihr egal. Letztlich ist mir völlig wurscht, wo sie hin will - ich möchte nur meine Arbeit vernünftig machen können und brauche ihren Input hierfür leider. Sicher weiß ich, dass ich nicht hinnehmen werde, dass mein Ansehen leidet.

@stern: Ich bin ja mittlerweile ja schon fast 3 Jahrzehnte im Job. Meine Entwicklung verlief eigentlich völlig entgegen der von dir geschilderten: Ich habe früher alles gesagt, was mir quer saß, war eine richtige kleine Tretmine, die gerne auch mal explodiert ist und gleich nach dem Ereignis mit der Faust auf den Tisch gehauen hat. Mit den Jahren und der Erfahrung bin ich dann besonnener geworden, vor allem die Nacht Schlaf drüber erachte ich mittlerweile als sehr wertvoll. Mir ist schon auch daran gelegen, Frust abzubauen, so denn welcher da ist, damit ich nicht krank werde - allerdings möchte ich das überlegt tun und die Konsequenzen, die mein Verhalten haben könnte, erst einmal vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen lassen. Daher tue ich mich auch sehr schwer, die Kollegin anzusprechen. Ich merke einfach, dass sie sehr berechnend ist und alles daransetzt, in keinem schlechten Licht zu stehen. Ich bin definitiv kein Meister der konstruktiven Kritik. Mir wird schnell etwas übel genommen. Daher müsste ich in diesem Fall wirklich absolut sachlich bleiben. Das würde allerdings wiederum dazu führen, dass die Kollegin denkt, ihr Verhalten sei akzeptabel. Und das ist es für mich mittlerweile nicht mehr.

@Esbe: Mein Beitrag und deine Antworten haben auf jeden Fall dazu geführt, dass ich die E-Mail so nicht absenden werde. Auch wenn eigentlich nichts Schlimmes drin steht, will ich nicht, dass das kursiert.

Aber vielleicht hat ja doch noch jemand einen anderen tollen/praktikablen Lösungsvorschlag?!

Was haltet ihr von der Idee, das Kuvert wieder zu ihr zurückzugeben mit nem Sticker darauf: \"Bitte sprechen Sie mich an, falls dieser Vorgang für mich bestimmt ist. Danke und Gruß\"

Gruß
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Re: Egozentrisches Verhalten (sehr lang!)

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 27.05.2011 um 12:10 zitieren
Zitat von Suse:

Meine Liebe, Du hast da echt die A-Karte gezogen und ich finde, es reicht jetzt. Du hast es lange genug im Guten versucht, nett sein bringt Dich hier nicht mehr weiter. Dein Gegenüber scheint resistent zu sein oder auf morbide Art geradezu Vergnügen daran finden, Dich auflaufen zu lassen. Das Verhalten Deiner Chefin ist ja auch von der feinen Art, bloß kein schlechtes Licht auf die Abteilung werfen. Sieht sie gar nicht, wer da für schlechte Beleuchtung sorgt?? Ich würde mit beiden sprechen, beide informieren, dass das jetzt so und so lange so schon geht, nichts vorwärtsgeht, Rückfragen gehemmt oder ageblockt werden und so keine vernünftige Arbeit möglich ist. Und Deine Zeit als Sündenbock ist jetzt auch vorbei. Wenn keine Hilfe/Unterstützung/Einarbeitung geleistet wird, wirst Du nicht länger zur Verfügung stehen, um den schwarzen Peter entgegen zu nehmen, sondern klar nach außen kommunizieren, dass der Vorgang wegen fehlender Informationen seitens Deines Gegenübers hängt. Ich würde es wirklich mal faktgenau so formulieren, meinst Du nicht, da tut sich was? Zumindest Deine Chefin sollte dann schleunigst in die Kontakte kommen, besagtes Licht auf die Abteilung könnte sich abdimmen. Und für mich selber würde ich schön auflisten, was so war und wie was abgebügelt worden ist. Ob ein Gang an eine Stelle weiter oben sinnig ist, kannst nur Du beurteilen. Aber ich denke, Du mußt aus der \"Opferhaltung\" raus und die Klauen ausfahren, mit Dir kann man es nämlich nicht machen!! Was meinst Du? Suse

Hi Suse,

danke für deine Einschätzung. Insbesondere die Beschreibung um die Sicht und das Verhalten meiner Chefin trifft den Punkt ziemlich genau.
Problematisch ist eben nur, dass meine Chefin selber gerade gefeuert wurde und derzeit hier ihre letzten Wochen laufen. Sie hält pro forma also zur Personalreferentin, die für die Abteilung hier eine größere Rolle spielt als ich, zumal sie (die Referentin) sich gerade in einer sehr schwierigen politischen Situation wohl recht gut bewegt. Ich bin da eher auf einem Nebenschauplatz untergeordneter Relevanz.

Vielleicht sollte ich die Zeit bis der Nachfolger meiner Chefin da ist einfach noch durchhalten und das Thema dann bei ihm nochmal aufs Tapet bringen?! Bis dahin werde ich allerdings auf keinen Fall zulassen, dass mein Ansehen im Konzern leidet. Ich mache meinen Job normalerweise gut; dass es derzeit nicht immer so klappt ist Umständen geschuldet, die ich leider nicht beeinflussen kann. Die Rolle des Klägers liegt mir normalerweise nicht so, aber ich denke, dass ich hier kein allzu weichgespültes Blatt vor den Mund nehmen muss.

Geknatschte Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Re: Re: Egozentrisches Verhalten (sehr lang!)

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 27.05.2011 um 12:27 zitieren
Zitat von Kirsten:

Hi Suse, danke für deine Einschätzung. Insbesondere die Beschreibung um die Sicht und das Verhalten meiner Chefin trifft den Punkt ziemlich genau. Problematisch ist eben nur, dass meine Chefin selber gerade gefeuert wurde und derzeit hier ihre letzten Wochen laufen. Sie hält pro forma also zur Personalreferentin, die für die Abteilung hier eine größere Rolle spielt als ich, zumal sie (die Referentin) sich gerade in einer sehr schwierigen politischen Situation wohl recht gut bewegt. Ich bin da eher auf einem Nebenschauplatz untergeordneter Relevanz. Vielleicht sollte ich die Zeit bis der Nachfolger meiner Chefin da ist einfach noch durchhalten und das Thema dann bei ihm nochmal aufs Tapet bringen?! :-/ Bis dahin werde ich allerdings auf keinen Fall zulassen, dass mein Ansehen im Konzern leidet. Ich mache meinen Job normalerweise gut; dass es derzeit nicht immer so klappt ist Umständen geschuldet, die ich leider nicht beeinflussen kann. Die Rolle des Klägers liegt mir normalerweise nicht so, aber ich denke, dass ich hier kein allzu weichgespültes Blatt vor den Mund nehmen muss. Geknatschte Grüße Kirsten

Hallo Kirsten,

wenn Du meinst, so lange noch durchzuhalten, könnte das schon eine Lösung für Dich sein, denn so wie das jetzt klingt, wird sich ja scheinbar keiner rühren, um was für Dich zu ändern. Arrrgggh, Personalpolitik... Jeder ist sich selbst der Nächste, nicht wahr?
Deinen kurzen Vermerk auf dem Vorgang finde ich besser als die Mail. Und damit ist sie am Zug!
Auf jeden Fall klingst Du jetzt auch so, als wenn Du das nicht mehr so hinnehmen würdest und das gefällt mir gut! Viel Erfolg!!

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Egozentrisches Verhalten (sehr lang!)

Rose
(38 Beiträge)
von Roberta am 28.05.2011 um 16:27 zitieren

Liebe Kirsten,

solche feinen Kollegen, oder Kolleginnen, gibt es leider in jeder größeren Firma. Es gibt nun mal Egoisten auf dieser Welt. Und es gibt immer Doofe, die dann die Arbeit für diese miterledigen. Leider sieht Chef oder Chefin nur das Ergebnis bzw. den Erfolg, und wer hier wieviel beigesteuert hat, bleibt im Dunkeln, bzw. die \"Faule\" holt sich auch noch das Lob ab. Aber: wenn du dich über diese feine Kollegin so sehr ärgerst, verbrauchst du DEINE Nerven, DEINE Zeit, DEINE Gedanken, und das hat sie alles von dir nicht verdient, da sie dir ja auch nicht hilft...Also Tipp 1: Im Moment des größten Ärgernisses, wenn dir so richtig der Kragen hoch geht, tief durchatmen und ein Nasenloch zuhalten und durch das andere Nasenloch zügig und schnell ein- und ausatmen, dann das Nasenloch wechseln, Solltest du diese Übung nicht am Schreibtisch durchführen können, da du dort nicht unbeobachtet bist, geh auf Klo, dort hast du Ruhe. Du wirst sehen, wenn du zurückkommst, hast du dich gefasst.- Und dann läuft alles viel gelassener... Und nun, Tipp 2: Schau, ob du nicht von woanders her eine Schulung, oder ein Handbuch bekommst? Ist das gar nicht möglich? Denn das wäre sicher effektiver und viel, viel besser, denn so eine unmöglich Kollegin kann dich gar nicht gut schulen, auch hier hast du BESSERES verdient!! Sollte es eine externe Schulung zu deinem Thema geben, bekommst du hinterher sogar eine Teilnahmebescheinigung, oder ein Zertifikat. Für dich! Und machst das Ding dann auf deine Art und Weise und zu deiner Zufriedenheit. Vergiss die Kollegin, sie hat jetzt ein anderes Sachgebiet und wir wünschen ihr ein bisschen schadenfroh, dass sie dort ordentlich ins Rudern kommt...Du jedoch, packst das auch ohne sie!!!!!
Jedenfalls wünsche ich dir das sehr!!!

Roberta


Antwort: Re: Egozentrisches Verhalten (sehr lang!)

Supernova
(138 Beiträge)
von TraumSekki am 30.05.2011 um 10:16 zitieren

Hallo Kirsten,

habt ihr keine QAler im Unternehmen, die so was wie eine JobMap machen? Bei uns wird das viel eingesetzt: beide Teilnehmer - der, der aufhört und der, der eingearbeitet werden soll - sitzen mit einer 3. Person je nach Tätigkeit zusammen (meist ein Tag, teilweise reicht auch ein halber). Die 3. Person ist bei uns geschult auf so was - stellt gezielt Fragen à la

- grobes Umfeld
- benötigte Hard- und Software
- Schnittstellen zu anderen
- häufig auftretende Fragen / Probleme
- Deadlines...

Das ganze wird als MindMap festgehalten. So bleibt das Wissen im Unternehmen (falls der eine geht) und der Neue kann ich das immer wieder ansehen.

Ich kann mir vorstellen, dass es nichts bringt, das ganze nach oben zu eskalieren. Den meisten Chefs ist das eh zu blöd... Wahrscheinlich hilft wirklich nur Augen zu und durch, woanders abreagieren und daran zu arbeiten, dass du ihre Unterstützung schnell nicht mehr benötigst!

Alles Liebe,
TraumSekki


Antwort: Das Beste draus machen...

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 30.05.2011 um 12:07 zitieren

Hallo zusammen,

nachdem ich das Wochenende nun hinter mir habe, ist die Entscheidung gefallen: Ich nehme es einfach, wie es ist, werde die Kollegin NICHT gezielt auf ihr unkollegiales Verhalten ansprechen und einfach versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

Sollte es hart auf hart kommen, werde ich sie allerdings nicht protegieren, sondern auf eine möglichst diplomatische Art versuchen, die Wahrheit auszusprechen ohne als Nestbeschmutzer aus dem Ring zu steigen. Ich denke, das werde ich hinkriegen, bin ja schließlich kein Greenhorne mehr.

Die Idee mit dem QM bzw. JobMap von dir, Traumsekki, finde ich gut. Aber bisher hatten wir hier so etwas nicht bzw. nur, wenn der jeweilige Positionsinhaber den Anspruch hatte, seinen Job ordentlich zu übergeben oder auch für Vertretungsfälle gut gewappnet zu sein.

Die hier betroffene Kollegin hatte wohl immer den Mut zur Lücke bzw. es war ihr egal, ob der Job einmal vernünftig übergeben wird. Sie disqualifiziert sich damit selber; solch eine Einstellung lässt tief blicken. Eine Kollegin eben, wie man sie nicht braucht.

Ich halte es also mit der Maxime \"Man trifft jeden im Leben mindestens zweimal!\" - und wenn es soweit ist, werde ich mit gut überlegen, wie ich reagieren werde. Die Leute um mich herum sind ansonsten sehr nett und ich werde nun einfach auch gesellschaftsübergreifend meine Fragen stellen, wenn ich ansonsten Fristen nicht halten kann.

Eine Schulung gibt es leider definitiv nicht - weder intern noch extern. Und auch kein Handbuch. Eine Prozessdokumentation (eine Art Bedienungsanleitung mit Hintergrundwissen) erstelle ich gerade selber - wer weiß, wer den Job später mal macht. Mein eigenes Selbstverständnis würde es nicht erlauben, dass ich meinen Nachfolger dann ebenso vor die Pumpe laufen lasse.

So - Schlussstrich - dieser Tag ist viel zu schön, als dass ich zulassen will, dass mich der Ärger über die doofe Kollegin noch länger dominiert.

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Jetzt doch...

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 01.06.2011 um 08:59 zitieren

Hallo zusammen,

nachdem ich ja in der letzten Woche noch guter Dinge war, alles irgendwie so auf die Reihe zu bekommen, ist die Situation kürzlich wieder eskaliert:

Die Kollegen hatte - wohl noch von Leuten, denen sie nicht mitgeteilt hat, dass ich ihren Job nun mache - gleich mehrfach Aufforderungen bekommen, bestimmte Daten zurückzusenden. Hier ging es ebenfalls wieder um zeitkritische Anfragen, bei denen Infos benötigt wurden, um Mitarbeitern Gehaltsbestandteile pünktlich auszahlen zu können.

Wie auch schon in der Vergangenheit hat die Kollegin auf diese Anfragen nicht reagiert, sie vielleicht auch nicht gesehen - jedenfalls erhielten nun ebendiese Kollegin, ein weitere Kollege und ich gleich eine \"2. Erinnerung\" mit der Aufforderung, die Angelegenheit unverzüglich zu bearbeiten. Verschärfend wurde diese E-Mail dann direkt an meine Chefin geschickt.

Mein Kollege pampte nur zurück, dies sei nicht sein Job und meine Chefin leitete die E-Mail dann an mich weiter mit dem Hinweis, ich sollte das nun endlich erledigen. Ich musste echt an mich halten, erfuhr ich doch darüber zum ersten Mal von dem Auftrag.

Eine entsprechende Rückmeldung schickte ich an meine Chefin mit dem Hinweis, ich würde den Auftrag erledigen, sobald ich wüsste wie - hierzu benötige ich Feedback meiner Kollegin.

Das versuchte ich dann zu bekommen: Ich mailte sie an - nichts. Gestern morgen dann war sie online und ich chattete sie an - gleich nach dem \"guten Morgen\" schaltete sie demonstrativ ihren Account auf \"beschäftigt\". Auf dem Weg in einen Termin sprach ich sie dann an - noch bevor ich überhaupt sagen konnte, worum es ging, zuckte sie mit den Schultern, sie habe jetzt einen Termin. Als ich dann sagte \"Okay, dann muss ich das so weitergeben!\" pflaumte sie mich an, sie sei letzte Woche krank gewesen.. und überhaupt.

Da reichte es mir dann. Und ich habe für mich beschlossen, das jetzt so nicht mehr hinzunehmen. Habe meiner Chefin kurz skizziert, wie es derzeit aussieht, KEIN Blatt mehr vor den Mund genommen und um ein Gespräch zu dritt gebeten. Hierbei ginge es mir weniger um diesen einen Fall, als dass man grundsätzlich mal darüber spricht, wie der Umgang untereinander sein sollte. Ich bin definitiv nicht gewillt, Launen dieser Kollegin auf meinem Rücken austragen zu lassen und ihr wie eine Bittstellerin hinterherzurennen - das mag bei Azubis funktioniert (selbst da finde ich es daneben), aber definitiv nicht mehr bei mir. Dazu bin ich zu lange im Job und mir selber auch zu wertvoll.

So, *pffffffffffffffft* das musste jetzt raus. Nu gehts mir besser. Vom Ausgang des Gesprächs werde ich berichten.

Viele Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Richtig so!!

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 01.06.2011 um 14:13 zitieren
Zitat von Kirsten:

Hallo zusammen, nachdem ich ja in der letzten Woche noch guter Dinge war, alles irgendwie so auf die Reihe zu bekommen, ist die Situation kürzlich wieder eskaliert: Die Kollegen hatte - wohl noch von Leuten, denen sie nicht mitgeteilt hat, dass ich ihren Job nun mache - gleich mehrfach Aufforderungen bekommen, bestimmte Daten zurückzusenden. Hier ging es ebenfalls wieder um zeitkritische Anfragen, bei denen Infos benötigt wurden, um Mitarbeitern Gehaltsbestandteile pünktlich auszahlen zu können. Wie auch schon in der Vergangenheit hat die Kollegin auf diese Anfragen nicht reagiert, sie vielleicht auch nicht gesehen - jedenfalls erhielten nun ebendiese Kollegin, ein weitere Kollege und ich gleich eine \"2. Erinnerung\" mit der Aufforderung, die Angelegenheit unverzüglich zu bearbeiten. Verschärfend wurde diese E-Mail dann direkt an meine Chefin geschickt. Mein Kollege pampte nur zurück, dies sei nicht sein Job und meine Chefin leitete die E-Mail dann an mich weiter mit dem Hinweis, ich sollte das nun endlich erledigen. Ich musste echt an mich halten, erfuhr ich doch darüber zum ersten Mal von dem Auftrag. Eine entsprechende Rückmeldung schickte ich an meine Chefin mit dem Hinweis, ich würde den Auftrag erledigen, sobald ich wüsste wie - hierzu benötige ich Feedback meiner Kollegin. Das versuchte ich dann zu bekommen: Ich mailte sie an - nichts. Gestern morgen dann war sie online und ich chattete sie an - gleich nach dem \"guten Morgen\" schaltete sie demonstrativ ihren Account auf \"beschäftigt\". Auf dem Weg in einen Termin sprach ich sie dann an - noch bevor ich überhaupt sagen konnte, worum es ging, zuckte sie mit den Schultern, sie habe jetzt einen Termin. Als ich dann sagte \"Okay, dann muss ich das so weitergeben!\" pflaumte sie mich an, sie sei letzte Woche krank gewesen.. und überhaupt. Da reichte es mir dann. Und ich habe für mich beschlossen, das jetzt so nicht mehr hinzunehmen. Habe meiner Chefin kurz skizziert, wie es derzeit aussieht, KEIN Blatt mehr vor den Mund genommen und um ein Gespräch zu dritt gebeten. Hierbei ginge es mir weniger um diesen einen Fall, als dass man grundsätzlich mal darüber spricht, wie der Umgang untereinander sein sollte. Ich bin definitiv nicht gewillt, Launen dieser Kollegin auf meinem Rücken austragen zu lassen und ihr wie eine Bittstellerin hinterherzurennen - das mag bei Azubis funktioniert (selbst da finde ich es daneben), aber definitiv nicht mehr bei mir. Dazu bin ich zu lange im Job und mir selber auch zu wertvoll. So, *pffffffffffffffft* das musste jetzt raus. :verrueckt: Nu gehts mir besser. Vom Ausgang des Gesprächs werde ich berichten. ;-) Viele Grüße Kirsten

Liebe Kirsten,

ich finde, Du hast da genau richtig reagiert. Der Anlass war da, das Fass übervoll - jetzt ist das Thema an den Mann bzw. die Frau gebracht und es wird endlich offensichtlich, wo der schwarze Peter sitzt. Bin gespannt, was nun passieren wird.
Schön, dass Du Dir treugeblieben bist!

Sonnige Grüße und entspannte Tage, Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Jetzt doch...

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 01.06.2011 um 17:32 zitieren
Zitat von Kirsten:

Hallo zusammen, nachdem ich ja in der letzten Woche noch guter Dinge war, alles irgendwie so auf die Reihe zu bekommen, ist die Situation kürzlich wieder eskaliert: Die Kollegen hatte - wohl noch von Leuten, denen sie nicht mitgeteilt hat, dass ich ihren Job nun mache - gleich mehrfach Aufforderungen bekommen, bestimmte Daten zurückzusenden. Hier ging es ebenfalls wieder um zeitkritische Anfragen, bei denen Infos benötigt wurden, um Mitarbeitern Gehaltsbestandteile pünktlich auszahlen zu können. Wie auch schon in der Vergangenheit hat die Kollegin auf diese Anfragen nicht reagiert, sie vielleicht auch nicht gesehen - jedenfalls erhielten nun ebendiese Kollegin, ein weitere Kollege und ich gleich eine \"2. Erinnerung\" mit der Aufforderung, die Angelegenheit unverzüglich zu bearbeiten. Verschärfend wurde diese E-Mail dann direkt an meine Chefin geschickt. Mein Kollege pampte nur zurück, dies sei nicht sein Job und meine Chefin leitete die E-Mail dann an mich weiter mit dem Hinweis, ich sollte das nun endlich erledigen. Ich musste echt an mich halten, erfuhr ich doch darüber zum ersten Mal von dem Auftrag. Eine entsprechende Rückmeldung schickte ich an meine Chefin mit dem Hinweis, ich würde den Auftrag erledigen, sobald ich wüsste wie - hierzu benötige ich Feedback meiner Kollegin. Das versuchte ich dann zu bekommen: Ich mailte sie an - nichts. Gestern morgen dann war sie online und ich chattete sie an - gleich nach dem \"guten Morgen\" schaltete sie demonstrativ ihren Account auf \"beschäftigt\". Auf dem Weg in einen Termin sprach ich sie dann an - noch bevor ich überhaupt sagen konnte, worum es ging, zuckte sie mit den Schultern, sie habe jetzt einen Termin. Als ich dann sagte \"Okay, dann muss ich das so weitergeben!\" pflaumte sie mich an, sie sei letzte Woche krank gewesen.. und überhaupt. Da reichte es mir dann. Und ich habe für mich beschlossen, das jetzt so nicht mehr hinzunehmen. Habe meiner Chefin kurz skizziert, wie es derzeit aussieht, KEIN Blatt mehr vor den Mund genommen und um ein Gespräch zu dritt gebeten. Hierbei ginge es mir weniger um diesen einen Fall, als dass man grundsätzlich mal darüber spricht, wie der Umgang untereinander sein sollte. Ich bin definitiv nicht gewillt, Launen dieser Kollegin auf meinem Rücken austragen zu lassen und ihr wie eine Bittstellerin hinterherzurennen - das mag bei Azubis funktioniert (selbst da finde ich es daneben), aber definitiv nicht mehr bei mir. Dazu bin ich zu lange im Job und mir selber auch zu wertvoll. So, *pffffffffffffffft* das musste jetzt raus. :verrueckt: Nu gehts mir besser. Vom Ausgang des Gesprächs werde ich berichten. ;-) Viele Grüße Kirsten

Hallo Kirsten,

da stimme ich Suse zu. Hast Du genau richtig gemacht. Bleib Dir und Deiner Linie treu!!!

Eine gute Zeit und bis kommende Woche ... LG, Melsi


Antwort: Streitschlichtung

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 07.06.2011 um 12:33 zitieren

Hallo zusammen,

so, ich komme gerade aus dem Gespräch. Ich bin losgeworden, was mich stört, ohne auf die persönliche Schiene zu rutschen. Ich bin ja eher sehr selbstkritisch unterwegs, aber ich glaube, das konnte man mit Fug und Recht ein konstruktives Streitgespräch nennen. Ich musste mich zwar stark disziplinieren, um keine Vorwurftirade zu starten, aber ich habs geschafft.

Wichtig war mir, die Weichen der weiteren Zusammenarbeit zu stellen, so dass eigentlich beide Seiten zufrieden sein können. Die Berührungspunkte werde ich so gering wie möglich halten, aber wenn ich ihren Input brauche, dann soll ich den auch kriegen und zwar ohne genervtes Gesicht. Wir werden sehen. Dazu hab ich das Okay, auch andere Kollegen anderer Bereich ansprechen und um Hilfe bitten zu dürfen, was ich ja bisher nicht tun sollte. Dort bin ich nämlich willkommen, die frage ich gerne und die haben auch von sich aus Hilfestellung angeboten.

Klar geworden sein dürfte der Kollegin auch, dass sie eine Grenze überschritten hat und dass hier für die Zukunft eine dicke weiße Linie prangt. Daher war dieser Termin auch wichtig; ansonsten hätte sie vermutlich immer so weiter gemacht.

Und es ist rausgekommen, dass sie sehr unter Druck steht. Den Vorgang, der ein paarmal in der Post hin- und hergegangen ist, kann sie selber gar nicht mehr einordnen. Er war wohl noch nicht einmal für mich bestimmt. Ich glaube, da stand sie echt neben den Schuhen. Und finden kann sie den auch nicht mehr.. kein Kommentar.

Sie ist aus diesem Gespräch im Großen und Ganzen ohne Gesichtsverlust rausgekommen. Wie war das noch: Ich bin okay, du bist okay? ;-D

Und nun schauen wir mal, wie das demnächst in der Praxis läuft..

Bis dahin, viele Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Streitschlichtung

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 08.06.2011 um 08:10 zitieren
Zitat von Kirsten:

Hallo zusammen, so, ich komme gerade aus dem Gespräch. Ich bin losgeworden, was mich stört, ohne auf die persönliche Schiene zu rutschen. Ich bin ja eher sehr selbstkritisch unterwegs, aber ich glaube, das konnte man mit Fug und Recht ein konstruktives Streitgespräch nennen. Ich musste mich zwar stark disziplinieren, um keine Vorwurftirade zu starten, aber ich habs geschafft. :-) Wichtig war mir, die Weichen der weiteren Zusammenarbeit zu stellen, so dass eigentlich beide Seiten zufrieden sein können. Die Berührungspunkte werde ich so gering wie möglich halten, aber wenn ich ihren Input brauche, dann soll ich den auch kriegen und zwar ohne genervtes Gesicht. Wir werden sehen. ;-) Dazu hab ich das Okay, auch andere Kollegen anderer Bereich ansprechen und um Hilfe bitten zu dürfen, was ich ja bisher nicht tun sollte. Dort bin ich nämlich willkommen, die frage ich gerne und die haben auch von sich aus Hilfestellung angeboten. Klar geworden sein dürfte der Kollegin auch, dass sie eine Grenze überschritten hat und dass hier für die Zukunft eine dicke weiße Linie prangt. Daher war dieser Termin auch wichtig; ansonsten hätte sie vermutlich immer so weiter gemacht. Und es ist rausgekommen, dass sie sehr unter Druck steht. Den Vorgang, der ein paarmal in der Post hin- und hergegangen ist, kann sie selber gar nicht mehr einordnen. Er war wohl noch nicht einmal für mich bestimmt. Ich glaube, da stand sie echt neben den Schuhen. Und finden kann sie den auch nicht mehr.. kein Kommentar. :-/ Sie ist aus diesem Gespräch im Großen und Ganzen ohne Gesichtsverlust rausgekommen. Wie war das noch: Ich bin okay, du bist okay? ;-D Und nun schauen wir mal, wie das demnächst in der Praxis läuft.. Bis dahin, viele Grüße Kirsten

Das klingt doch sehr erfreulich, Kirsten!! Dickes Lob für Deine Zurückhaltung, die letztlich zu dem ich bin okay - du bist okay geführt haben wird. Ich gestehe, dass ich meine Gäule nicht immer im Zaum habe
Jetzt kannst Du also wohl endlich mal vernünftig arbeiten, ran an die Fälle
Und nicht vergessen, dass es nur soweit gekommen ist, weil Du Dir treu geblieben bist! Für sich einstehen wurde belohnt!!
Und Dein Gegenüber denkt beim nächsten vielleicht auch an diese Situationen zurück und handelt bedachter.
Schön, freue mich für Dich.

Frohes Schaffen!!

Verregnete Grüße, Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


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