Thema: Von der Call-Center Agentin zur Sekretärin?


Newcomer
(1 Beiträge)
von Lahoma am 20.12.2010 um 16:31 zitieren

Hallo,

Mein großer Wunsch ist es, Sekretärin zu werden.

Ich habe Anglistik studiert (finde in diesem Bereich keine Arbeit), verfüge über etwas Erfahrung im Büro durch Praktika und habe den Wunsch, endlich einen Einstieg ins Berufsleben zu finden. Langfristig am liebsten als Sekretärin/ Office Managerin. Dafür genügen natürlich keine Praktika.

Jetzt habe ich drei Optionen:
Erstens einen Fernkurs als Sekretärin zu machen (zB beim SGD) und auf Teilzeitbasis als Hilfskraft im Büro zu arbeiten.

Zweitens: ich habe einen Job als Sachbearbeiterin für internationale Korrespondenz in Aussicht, müßte dafür aber umziehen. Zu einem Fernkursus als Sekretärin bliebe dann nicht mehr viel Zeit. Doch vielleicht würde mich der Job an sich meinem Ziel schon näher bringen?

Drittens; ein Job in einem CallCenter. Für diesen Job müßte ich nicht umziehen.

Meine Frage hierzu wäre, ob eine Tätigkeit im CallCenter später tatsächlich bei Bewerbungen um Sekretärinnenjobs nützlich sein könnte.
Oder ist ein CallCenter-Job in dieser Hinsicht so irrelevant, dass ich genauso gut kellnern gehen könnte?

Wäre sehr dankbar für Antworten.
Was würdet Ihr an meiner Stelle machen?

Viele Grüße


Antwort: Re: Von der Call-Center Agentin zur Sekretärin?

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 20.12.2010 um 16:41 zitieren

Hallo Lahoma,

also ich würde zu dieser Veriante tendieren: Sachbearbeiterin in Verbindung mit Sekretariat.

Zum Callcenter würde ich nicht tendieren, zumindest würde ich eine Sekretärin als solche nicht einstellen, wenn sie \\\"nur\\\" in einem Callcenter telefoniert hätte. Da fehlt mir persönlich die Praxis im Sekretariat.

LG, Melsi


Antwort: Re: Von der Call-Center Agentin zur Sekretärin?

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 29.12.2010 um 19:35 zitieren

Hallo Lahoma,

also wenn du mich fragst, hat ein Call-Center-Agent mit einer Sekretärin ungefähr genauso viel gemein wie ein Nasenbär mit einem Schokodrops, nämlich gar nüscht. Okay, Nasenbär und Schokodrops haben beide ein \"r\" und auch ein \"s\" im Wort, also eine Sekretärin muss - genauso wie ein Call-Center-Agent - telefonieren und zuhören können. Aber damit erschöpft sich das ganze m. E. auch schon.

Viele, die im Call-Center arbeiten, tun dies schlichtweg in Ermängelung von Alternativen und nicht aus Lust an dieser Tätigkeit. Dafür gibt es dort viel zu viele Nachteile: schlechte Bezahlung, oftmals riesiges Großraumbüro mit hoher Geräuschkulisse, frustrierte Mitarbeiter en masse, geringe Kompetenzen, gerne gesundheitliche Probleme der Atemwege (wegen starker Beanspruchung der Stimme), Zeitvorgaben pro \"Fall\".. hier ein bisschen Lektüre, falls du tatsächlich überlegst, das zu tun (http://www.zeit.de/online/2007/29/interview-wallraff-callcenter?page=1)

Wenn du mal überlegst, welche Aufgaben eine Sekretärin hat, dann wirst du schnell merken, dass sich die vom Call-Center stark unterscheiden. Du gewinnst zwar an Berufserfahrung dazu, aber das tust du - wie du ja selber schon sagst - auch als Kellnerin.

Ich schließe mich daher Melsis Meinung an:

Szenario 2 klingt schon recht gut, zumal du da auch deine exzellenten Sprachkenntnisse weiter pflegen, trainieren und ausbauen kannst und dich damit vom Gros der anderen Sekretärinnen abhebst. Unterschätze nicht, wie schnell man da nachlässt, wenn man die Sprache nicht regelmäßig anwendet. Schon die Einschränkung aufs Business English wird dich mit der Zeit ärgern, da alles andere - so du denn nicht privat gegensteuerst - verloren geht.

Als Hilfskraft im Büro kann es dir ebenfalls passieren, dass deine Sprachkenntnisse komplett verkümmern, daher wäre das für mich nur die zweitbeste oder eher zweitschlechteste Lösung.

Wenn du nicht gebunden bist, würde ich einen Umzug nicht scheuen. Oftmals ergeben sich so auch ganz neue Möglichkeiten, an die man im Vorfeld gar nicht denkt.

Viele Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


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