Thema: Noch eine in Insolvenz


Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 10.08.2010 um 12:23 zitieren

Einige Zeit haben wir es wohl schon geahnt, nun ist es wohl soweit. Auch meine Firma geht nun den Weg der Insolvenz, mein Platz wird voraussichtlich bald aufgelöst. Ich nehm das mit Fassung, bin aber einigermaßen traurig, da die Firma, in welcher ich arbeiten durfte, eine kleine, feine, angenehme war.



Einige Zeit zuvor habe ich ja schon mal die allgemeine Anfrage gestellt, was heute so in Verbindung mit dem Sekretariat gefordert wird. Ob Buchhaltung, SAP, weitere.

Mein Plan, die Management Assistentin anzuschließen, ist aus Kostengründen wohl erstmal gestorben, worüber ich einigermaßen traurig bin. Und ob ich in Teilzeit bleiben kann, das werde ich erst noch sehen...

Also, eine mehr auf Arbeitssuche. Für Tipps und Hinweise und Erfahrungen, auch bezüglich Fördermöglichkeiten, bin ich mehr als dankbar. Und es wäre interessant zu wissen, wie es mit Vermittlung in die Zeitarbeit aussieht. Zwar habe ich diese schon als Sprung in weitere Bereiche genutzt, aber auch festgestellt, dass ein Riesenunterschied zwischen \"früher\" und heute besteht. Muss man eine solche Stelle annehmen, wenn vom Arbeitsamt angewiesen?

Liebe Grüße in die Runde
Anja


Antwort: Re: Noch eine in Insolvenz

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 10.08.2010 um 12:32 zitieren

Halla asadu,

nun erst einmal langsam, noch bist Du nicht arbeitslos. Bei Insolvenz besteht ja das Unternehmen weiter, es hat nur einen Insolvenzverwalter vorgeschaltet, der die Transaktionen Deines Unternehmen begutachten und genehmigen muss. Ich habe auch schon einmal in so einer Firma gearbeitet, es geht erst einmal weiter und die Löhne der Belegschaft gehen vor! Es soll auch vorkommen, dass Unternehmen sich aus eigener Kraft wieder berappeln!!

In meinem jetzigen Unternehmen haben wir ja Kurzarbeit angemeldet, läuft bis Mitte 2011, aber rosig sieht es auch hier nicht aus. Das KUG ist zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, hilft aber doch ein wenig.

Die Kombination von Sekretariat und Buchhaltung wird meist gar nicht so oft nachgefragt, erlebe ich ja am eigenen Leibe. Ich meine, die AG gucken tatsächlich immer noch auf das Alter der Bewerberin, weniger auf deren Können!

Sei nicht traurig

sei lieb gegrüßt

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Noch eine in Insolvenz

Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 11.08.2010 um 10:08 zitieren

Hallo liebe esbe,

und Dank für Deine Antwort. Nun, wir sind ein eher kleines Unternehmen, und die Tendenzen zeichnen sich doch deutlich ab.

Ein klein wenig Hang zur Panik kann ich ja nicht verleugnen, habe immer schnell die \\\"Flucht nach vorn\\\" auf dem Plan. Und ja, auch hier fängt man mit 42 langsam an, zu schwimmen.

Hast du selbst denn inzwischen die Firma wechseln können? Oder bist du noch am alten Platz?

Bei mir wird es sicher irgendwie weiter gehen. Es ist nur noch immer interessant zu hören, was allgemein noch gefordert wird. Wenn ich mich allerdings so umhöre, ist dies so vielfältig, wie die Branchen, in denen man tätig sein kann. Tatsächlich...

Lieben Gruß
Anja


Antwort: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt...

Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 24.08.2010 um 09:13 zitieren

Vielen Dank für Deinen Hinweis, Morgaine!

Leider bin ich die letzten Tage ebenfalls nur schwer hier hineingekommen, daher bin ich was spät. Dein Hinweis ist ein gutes Argument. So ähnlich habe ich es auch schon gelesen, aber oft hört man, dass die Arbeitsämter manche Punkte unterschiedlich definieren. Damit habe ich aber doch einen Anhaltspunkt.

In der Zwischenzeit haben sich die Dinge hier ziemlich überschlagen. So bin ich nun freigestellt und tatsächlich gekündigt zu Ende September. Was Vorteile hat. Nun sitze ich hier und habe ZEIT für Bewerbungen, wo oft nur Wochenenden ohne Kind Konzentration ließen. Das macht dann fast schon Spaß.

Also, mal sehen. Seit die Situation klar ist, kann man doch wesentlich besser voraus gucken.



Wünsche allen eine schöne Restwoche!!

Lieben Gruß
Anja


Antwort: Freistellung vom Arbeitsplatz

Gräfin
(190 Beiträge)
von Sanne am 24.08.2010 um 12:34 zitieren

Liebe Anja,

Insolvenz habe ich jetzt 3 x hinter mir und möchte Dir hier einen ganz wichtigen Tipp geben.

Sag/schreib keinem, dass Du freigestellt bist. Bei Arbeitgebern heißt das, Du hast Dir etwas zu Schulden kommen lassen.

Vielleicht erzähle ich da ja auch nichts Neues, mich hat es eine Anstellung noch während meiner Freistellung gekostet. Rücknahme der mündlichen Zusage nach dem 2ten Gespräch.

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen

Sonnige Grüße

Sanne


Antwort: das fehlt gerade noch

Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 24.08.2010 um 14:45 zitieren

Hallo Sanne,

vielen lieben Dank für den Tipp. Wie hast Du das denn dann am Ende gelöst?

Bislang habe ich in den Bewerbungen mich um das Thema gedrückt, allenfalls den Wechselwunsch aufgrund Umstrukturierung angegeben. Aber auch das finde ich sehr hakelig. Tatsache ist, dass wohl die Jüngeren zugunsten der länger Beschäftigten gehen müssen.

Aber wenn das so ist, wird das ja \'ne ziemliche Falle.

Würde mich über Antwort freuen, gerne auch als PM.

Lieben Gruß
Anja


Antwort: Re: das fehlt gerade noch

Gräfin
(190 Beiträge)
von Sanne am 24.08.2010 um 15:15 zitieren

Hallo Anja,

von der Insolvenz habe ich geschrieben aber nicht davon, dass ich freigestellt bin. Für ein Vorstellungesgespräch habe ich mir dann \"einen Tag Urlaub\" genommen.

Wenn die Sprache auf Probearbeiten kam, habe ich wieder gesagt ich könnte mir dafür Urlaub nehmen.

Rausbekommen habe ich das auch nur, weil ich - nach Überweindung des ersten Schreckens - all meinen Mut zusammen genommen habe und telefonisch nachgefragt habe, woran es gelegen hat. Wenn auch nicht die Stelle so habe ich doch wenigstens damals eine ehrliche Antwort auf meine Frage bekommen.

Drücke Dir doll die Daumen

beste Grüße

Sanne


Antwort: Re: Freistellung vom Arbeitsplatz

Rose
(48 Beiträge)
von Schnuffi am 24.08.2010 um 15:27 zitieren

Hallo Sanne,
kleiner Widerspruch:
Auch ich war mal freigestellt, habe das offen im Gespräch erwähnt.
Grund hierfür: Aufgabe des Standortes, an dem ich angestellt war.
Der Betrieb wurde innerhalb weniger Wochen aufgelöst, aufgrund vieler langjähriger Betriebszugehörigkeiten wurde jedem MA ordnungsgemäß gekündigt, das hatte Freistellungen zur Folge, Aufhebungsverträge gab es keine.
Das sind m. E. keine Aspekte, es nicht zu erwähnen, die Freistellung meine ich.
Ich denke, das sollte man nicht verallgemeinern.
Ich schrieb zwei Bewerbungen, bekam zwei Zusagen.

Viele Grüße aus Bayern
von
Schnuffi


Antwort: Danke Euch!

Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 24.08.2010 um 20:26 zitieren

Hallo Sanne,
hallo Schnuffi,

lieben Dank Euch beiden. Das war ein vollkommen neuer Aspekt - zumindest bin ich nun vorgewarnt. So entpuppt sich die Arbeitssuche als ganz dolles Haifischbecken, Insolvenz ist erlaubt, Freistellung nicht.

Werde da mal nach meinem Bauchgefühl gehen. Es kommt ja u. U. auch auf das Unternehmen an. (Pöh, wo ich so ungern lüge...)

In jedem Fall herzlichen Dank für das Daumendrücken, das kann ich gut gebrauchen.

Dann mal wieder in die Arbeit gestürzt, die bewerbende...

Lieben Gruß
Anja


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