Thema: Weiterbildung zur Betriebswirtin


Newcomer
(7 Beiträge)
von SisterOfNight am 13.06.2010 um 19:28 zitieren

Zunächst einmal: Hallo, bin neu hier registriert, lese aber schon seit etwa 2 Jahren hin und wieder hier mit.

Ich spiele mit dem Gedanken, ein \"Fernstudium zur geprüften Betriebswirtin\" zu machen. Schlicht und einfach, weil ich mal wieder etwas lernen möchte. Es soll auch nicht zwingend ein staatlicher Abschluss sein. Ich arbeite seit 8 Jahren als Chefsekretärin und habe neben meiner Ausbildung zur Bürokauffrau eine Weiterbildung zur geprüften Sekretärin gemacht. Ich hatte irgendwann auch mit dem Gedanken gespielt, den Fernlehrgang Managementassistentin zu machen, aber ich glaube, das ist für mich keine richtige Herausforderung.

Mich interessiert, ob jemand von euch schon einen Fernlehrgang zur geprüften Betriebswirtin absolviert hat und wenn ja wo? Ich habe mir einen Kurs bei der HAF \"ausgeguckt\". Jedoch finde ich es etwas erschreckend, dass man bei Ebay die Lösungen ersteigern kann (auch für Kurse von SGD, ILS usw.). Macht einen etwas komischen Eindruck auf mich.

In erster Linie soll das einfach eine Weiterbildung für mich sein, die ich auch privat finanzieren werde. Habe nicht vor, mich später irgendwo als Betriebswirtin zu bewerben.


Antwort: Re: Weiterbildung zur Betriebswirtin

Tulpe
(12 Beiträge)
von Dolly am 29.06.2010 um 09:20 zitieren

Hallo,

ich spiele auch mit dem Gedanken irgendwann mal eine Weiterbildung zur Betriebswirtin zu machen, allerdings nicht im Fernlehrgang sondern im Abend- bzw. Wochenendstudium, da ich doch eine bin, die besser was versteht, wenn es mir gesagt bzw. teilweise erklärt wird. Bin eher ein akustischer Typ als Selbstlerntyp.
Das man die Lösungen bei eby ersteigern kann, kommt mir auch suspekt vor, allerdings ist da die Frage, ob es die Lösungen zu den richtigen Prüfungen sind (werden die nicht auch jedes Jahr neu erstellt?) oder nur zu Übungsaufgaben und -klausuren.
Generell fand ich aber seltsam, dass du die Weiterbildung für dich machen willst und nicht später in dem Beruf arbeiten bzw. dich als Betriebswirtin bewerben willst. Wenn es innerhalb deines Unternehmens von Nutzen ist, dass du die Weiterbildung machst (zwecks besserer Aufgaben, höherem Gehalt etc.) gut, aber wenn du es einfach nur so machen willst, dann frage ich mich, warum du dir den Stress geben willst, extrem viel Geld dafür bezahlen willst, wenn es am Ende irgendwo umsonst ist. Vielleicht habe ich dich ja auch falsch verstanden, aber wenn nicht, dann wollte ich nur einen kleinen Denkanstoß geben.
Ich hoffe, hier meldet sich noch jemand, der dir über Erfahrungen mit Fernunis berichten kann.

Viele Grüße

Dolly


Antwort: Re: Weiterbildung zur Betriebswirtin

Sternschnuppe
(53 Beiträge)
von kwienchen am 29.06.2010 um 10:36 zitieren

Liebe Dolly, liebe SisterOfNight,

ich habe per Abendschule den Staatlich geprüften Betriebswirt gemacht. Da ich in Mainz arbeite war das für mich kein großes Problem Arbeitszeit und Schulzeit unter einen Hut zu bringen.
Die Schule war Montag bis Mittwoch 18 - 21 Uhr und das ganze ging über 4 Jahre. (Schulferien sind auch meine Ferien gewesen) Ich habe für die Schule nichts bezahlt (trägt das Land) und lief über die Berufsbildende Schule nur die Unterrichtsmaterialien (Bücher, Hefte, etc.) habe ich bezahlen müssen und das hielt sich echt im Rahmen.
Ich rate Euch bevor, Ihr einen Fernlehrgang oder Euch über einen anderen mit hohen Gebühren versehenen Anbieter einschreibt würde ich mich erst über Internet in den Berufsbildenden Schulen in Eurer Nähe informieren denn diese bieten dies meist kostenlos an.

Ich habe mit meinem Abschluss den Ausbildereignungsschein bekommen und die Berechtigung in einer Fachhochschule zu studieren.

Während dieser „Schul“-Zeit war ich einige Wochen arbeitslos und damit ich nicht irgendwelche sinnlose Kurse über das Arbeitsamt machen muss habe ich meinem Berater mitgeteilt dass ich diese Schulung mache. Er teilte mir mit dass ich zwar den Titel tragen dürfte aber wohl nicht als Betriebswirtin eingestellt würde. Die Tatsache das man sich auf so einen Lehrgang eingelassen und durchgezogen hat, ist für jede Bewerbung positiv da man dem zukünftigen Arbeitgeber (oder bei internen Bewerbungen) einem die berufliche Zukunft nicht einerlei ist. Ich wurde, nach dem ich den Abschluss vorweisen konnte, mit höherwertigen Aufgaben betraut und auch (ist nicht immer so (Erfahrung von Mitschülern)) in eine bessere Lohngruppe eingestuft.
Auf jeden Fall kann ich diesen Schritt nur empfehlen.

"Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!" Voltaire


Antwort: Re: Weiterbildung zur Betriebswirtin

Sternschnuppe
(53 Beiträge)
von kwienchen am 29.06.2010 um 10:36 zitieren

Liebe Dolly, liebe SisterOfNight,

ich habe per Abendschule den Staatlich geprüften Betriebswirt gemacht. Da ich in Mainz arbeite war das für mich kein großes Problem Arbeitszeit und Schulzeit unter einen Hut zu bringen.
Die Schule war Montag bis Mittwoch 18 - 21 Uhr und das ganze ging über 4 Jahre. (Schulferien sind auch meine Ferien gewesen) Ich habe für die Schule nichts bezahlt (trägt das Land) und lief über die Berufsbildende Schule nur die Unterrichtsmaterialien (Bücher, Hefte, etc.) habe ich bezahlen müssen und das hielt sich echt im Rahmen.
Ich rate Euch bevor, Ihr einen Fernlehrgang oder Euch über einen anderen mit hohen Gebühren versehenen Anbieter einschreibt würde ich mich erst über Internet in den Berufsbildenden Schulen in Eurer Nähe informieren denn diese bieten dies meist kostenlos an.

Ich habe mit meinem Abschluss den Ausbildereignungsschein bekommen und die Berechtigung in einer Fachhochschule zu studieren.

Während dieser „Schul“-Zeit war ich einige Wochen arbeitslos und damit ich nicht irgendwelche sinnlose Kurse über das Arbeitsamt machen muss habe ich meinem Berater mitgeteilt dass ich diese Schulung mache. Er teilte mir mit dass ich zwar den Titel tragen dürfte aber wohl nicht als Betriebswirtin eingestellt würde. Die Tatsache das man sich auf so einen Lehrgang eingelassen und durchgezogen hat, ist für jede Bewerbung positiv da man dem zukünftigen Arbeitgeber (oder bei internen Bewerbungen) einem die berufliche Zukunft nicht einerlei ist. Ich wurde, nach dem ich den Abschluss vorweisen konnte, mit höherwertigen Aufgaben betraut und auch (ist nicht immer so (Erfahrung von Mitschülern)) in eine bessere Lohngruppe eingestuft.
Auf jeden Fall kann ich diesen Schritt nur empfehlen.

"Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!" Voltaire


Antwort: Guter Tipp aber...

Tulpe
(12 Beiträge)
von Dolly am 29.06.2010 um 11:15 zitieren

Der Tipp mit der Berufsbildenden Schule war ganz gut, dass da die Weiterbildung nichts kostet, aber ich finde nur kostenlose Vollzeitweiterbildungen an Schulen im Raum Stuttgart oder Teilzeit, was aber in etwa genauso viel kostet wie die IHK-Weiterbildung, wo ich es evt. machen möchte (mach jetzt erst Fachkauffrau für Büromanagement und dann kann man das hinterher machen).

Grüße

Dolly


Antwort: Re: Weiterbildung zur Betriebswirtin

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 29.06.2010 um 13:17 zitieren

Ich habe damals die 2-jährige Vollzeitschule für die Staatlich geprüfte Betriebswirtin besucht, die war kostenlos, wie schon angesprochen, Bücher wurden auch gestellt, nur Begleitliteratur mußte ich erwerben.
Mein Freund hat kurz danach Kwienchens Weg eingeschlagen und das in 4 Jahren Abendschule und Samstagsunterricht durchgezogen.
Ich habe mit Fernstudien keine Erfahrung, aber, gestrickt wie Dolly, lerne ich besser, wenn ich es live erlebe und nachfragen kann. Ich fand es war sehr viel Stoff und ich habe viele Nachmittage und Wochenenden gesessen und nachgearbeitet und gelernt.
Ohne Druck, den Abschluss erreichen zu müssen, hätte ich mich da nicht so reingekniet, vielleicht sogar geschmissen? Weiß ich jetzt nicht, aber just for fun hätte ich es nicht machen wollen, zumal ich kein Geld in der Zeit verdient habe und mein Freund mich komplett mit durchgezogen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, einfach nur so eine Fortbildung zu betreiben, ohne das am Ende etwas dabei herumkommen soll. Man investiert so viel Zeit und Geld..
Wieviel Zeit veranschlagen diese Anbieter für das Fernstudium? Und können sie Dir nicht vielleicht Kontakte zu ehemaligen Absolventen anbieten oder hast Du mal geschaut, ob es so eine Art Nutzerforum gibt?
Bei den Lösungen in ebay kann ich mir auch nur vorstellen, dass es sich um zurückliegende Prüfungen handelt oder wie wird das da angepriesen? Bei mir gab es das damals noch nicht, aber da war das Internet auch noch nicht so verbreitet. Was hindert Dich, einen Anbieter zu fragen, was er dazu sagt?
Über Fernstudium haben wir hier schon öfters mal diskutiert. Vom Grundsatz her ist es ein klare Typsache. Kann man sich selber so motivieren und bei der Stange halten, dass man sich regelmäßig hinsetzt und die Unterlagen durcharbeitet, feste Tage dafür einplant? Ich weiß, dass ich dieser Typ nicht bin oder immensen Druck im Rücken haben müßte. Vielleicht kann Dir der Anbieter eine Probesemester anbieten, in dem Du einfach gucken kannst, wie Du zurecht kommst?
Würde mich interessieren, wie Du Dich entscheidest. Solltest Du es angehen, nötigst Du mir Respekt ab.
Aber erst mal viel Erfolg bei Deiner weiteren Recherche.

Sonnige Grüße mit einer Runde Erfrischungsspray \"pfffffft\" von Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Weiterbildung zur Betriebswirtin

Newcomer
(7 Beiträge)
von SisterOfNight am 06.07.2010 um 10:43 zitieren

Erst einmal danke für die Antworten. Ich war schon einige Zeit nicht mehr hier….

Zwischenzeitlich habe ich mich zu dem Kurs angemeldet und kann zunächst 1 Monat kostenlos testen. Es läuft so ab, dass man etwa alle 3 Monate mehrere Lernhefte zu verschiedenen Themen erhält. Grob gerechnet hat man 2 Wochen Zeit, um ein Heft durchzuarbeiten, wenn man den Lehrgang in der vorgegebenen Zeit (30 Monate) schaffen möchte. Man kann auch kostenlos länger „studieren“. Die ersten Hefte befassen sich mit Grundlagen der doppelten Buchführung, Wirtschaftsrechnen, Grundlagen BWL, Grundlagen VWL, .. Es gibt einen Studienplan, in welcher Reihenfolge man die Lernhefte durcharbeiten sollte, da vieles aufeinander aufbaut. Zu jedem Thema gibt es am Ende Einsendeaufgaben zu lösen, die man vom jeweiligen „Fachlehrer“ korrigiert mit Note zurück erhält. Ganz am Ende des Lehrgangs gibt es noch eine institutsinterne Gesamtprüfung und Gesamtnote.

Der erste Eindruck ist sehr positiv und ich denke, ich werde das auch durchziehen. Ich finde das Ganze ist auch anspruchsvoll, zumindest für mich. Es ist auch sehr praxisbezogen.

Ich habe mich für einen Fernlehrgang entschieden, weil ich am „A… der Welt“ wohne und keine Lust habe 2 oder 3 x die Woche 100 km zur nächsten Weiterbildungseinrichtung zu fahren. Außerdem bin ich so viel flexibler und kann lernen, wann ich will. Mir gefällt das so. Und die Kosten kann man entweder absetzen (BGH Urteil) oder der Arbeitgeber übernimmt die Kosten.

Aber es ist schon richtig, dass ein Fernstudium nicht für alle das Richtige ist. Ich habe mich auch lange damit beschäftigt (bestimmt 1 Jahr).

Ich habe mich gegen eine staatliche Prüfung entschieden, weil ich dann 3 x 14 Tage am Institut Seminare machen müsste, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Da würden weitere Kosten anfallen, Übernachtung, Fahrtkosten,….die Seminare selber kosten nichts. Die staatliche Abschlussprüfung wäre dann noch extra. Da kämen auch noch Kosten hinzu. Außerdem will ich nicht als Betriebswirtin arbeiten, sondern mich zur Assistentin weiterentwickeln (also intern – die Stelle gibt es zzt. nur auf dem Papier, bisherige Kandidaten sind an zu schlechten Mathematikkenntnissen gescheitert und die kamen alle von der Uni!!!!) und dafür sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse und mathematisches Verständnis notwendig. Meine kfm. Ausbildung habe ich vor 20 Jahren gemacht und das ist schon so lange her. Vielleicht komme ich auch noch irgendwann auf die Idee und mache mich selbstständig. Ich habe nur noch keine Geschäftsidee *lach*

Es gibt ja auch viele Institute, wo Voraussetzung zur Teilnahme am Fernstudium das Abitur ist. Und das habe ich z. B. auch nicht. Von daher musste ich auch gucken, was passt auf mich und meine Situation persönlich am Besten. Es muss eine Herausforderung sein, darf mich aber weder unter- noch überfordern.

Die Sache mit Ebay ist übrigens Humbug – also vergessen!

Ich werde dann mal so nach und nach berichten, wie es so läuft….


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