Thema: Ruhezonen im Büro


Newcomer
(1 Beiträge)
von Sandratee am 26.02.2010 um 19:23 zitieren

Hallo zusammen,
ich bin neu hier in diesem Forum und komme gleich mit einem Problem um die Ecke und hoffe auf komepente Mitstreiterinnen zu treffen. Nun zu meinem Anliegen:

Wir sind ein mittelständiges Unternehmen und in unserem Büroräumen ist der Mief von 30 Jahren eingetreten. Nun wollen wir auch mal etwas für unsere Mitarbeiter tun (wird auch mal Zeit ) und wollen Ruhezonen einrichten, damit Mitarbeiter sich losgelöst von Ihrem Arbeitsplatz austauschen können und vllt. auch mal eine Fachzeitschrift lesen können. Der große Knackpunkt ist der, dass unser Geschäftsführer noch nichts von seinem Glück weiß Nun zu meinen Fragen:

- Habt Ihr Erfahrungen mit solchen Ruhezonen?
- Wie sind diese eingerichtet / ausgestattet?
- Gibt es Missbrauch (Mitarbeiter, die quasi darin \"wohnen\" etc.)?
- Werden diese Ruhezonen von den Mitarbeitern geschätzt?
- Wie steht Eurer Chef zu diesem Thema?

Ich bin Euch für Euren Input sehr dankbar und hoffe auf Eure Hilfe.

Schönes Wochenende


Antwort: Re: Ruhezonen im Büro

Königin
(201 Beiträge)
von Frau-Urmel am 01.03.2010 um 08:35 zitieren

Hallo Sandratee,

erst einmal herzlich willkommen im Forum und viel Spaß hier mit uns.

Nun zu Deiner Frage: Bei uns im Haus gibt es so etwas leider nicht. Ich finde diese Idee aber gut und bin gespannt auf die Antworten.

Einen schönen Tag.

Liebe Grüße
Frau Urmel


Antwort: Re: Ruhezonen im Büro

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 01.03.2010 um 08:58 zitieren

Hallo Sandratee,

zunächst herzlich Willkommen in unserer Runde

Wir haben so etwas nicht - wir sind nur max. 8 Leute im Büro

Aber bei einem unserer Kunden gibt es eine Ruhezone. Die nennt sich dort \\\"Café-Bar\\\". In dieser Ecke gibt es bequeme Sofas und Sessel, einen SB-Automaten für Kaltgetränke und Gebäck, Knabbereien etc. sowie einen Kaffeevollautomaten, der von Tee, Kakao, Kaffee, Latte Macchiato bis Espresso alles kann.

Die Zone wird sehr gut aufgenommen. Viele Leute treffen sich dort nach dem Essen oder zwischendurch zum \\\"gemütlichen Austausch\\\".

Mein Chef ist ganz begeistert davon und ich höre ständig \\\"den und den habe ich heute in der Café-Bar\\\" getroffen

Ausgenutzt wird diese Ecke nicht von den Mitarbeitern, da ist auch zuviel Trubel, als dass man sich auf Dauer dorthin zurückziehen könnte

Ich finde die Idee einer Ruhezone wirklich super und bin gespannt, wie Euer Chef den Vorschlag an-/aufnehmen wird.

LG, Melsi


Antwort: Re: Ruhezonen im Büro

Kaiserin
(456 Beiträge)
von Julia am 03.03.2010 um 18:03 zitieren

Herzlich willkommen im Forum, Sandratee!

Seit ein paar Tagen komme ich zu nichts und sehe erst jetzt Deine Anfrage.

Nun, bei uns sind solche Ruhezonen seit Jahren im Gespräch und der eine oder andere Umsetzungsversuch wurde auch schon gemacht:

Vorweg möchte ich noch sagen, dass wir in einem Gebäude aus den 30er Jahren untergebracht sind, einem ehemaligen Priesterseminar, das als Bürogebäude nicht immer so der Hit ist, aber genug Flächen für solche Ruhezonen bietet.

Im Erdgeschoss haben wir die so genannte \"Cafeteria\". Sie ist hauptsächlich für unsere Gäste oder für kurze Besprechungen gedacht. Dort haben wir drei Sitzgruppen bestehend aus Sofa mit kleinem Tischchen und zwei Sesseln. Zwischen den Sitzgruppen sind Trennelemente angebracht, die von geschätzt 1,40 m bis 80 cm hoch sind. Der Größenunterschied ist ein einer Wellenform gut aufgefangen. Wenn man sitzt, hat man den Eindruck der \"Intimität\", wenn man steht, kann man gut überblicken, welche Sitzgruppe gerade besetzt ist und welche nicht. Ganz in der Nähe unserer Cafeteria befindet sich unser unverzichtbarer \"bester Mitarbeiter\", der Kaffeeautomat für alle Geschmacksvarianten (vom Espresso über Chococrema oder Cappuccino zur Latte Macchiato ...) und ein Snackautomat mit fair gehandelten Produkten und Kaltgetränken. Ein Wasserspender für stilles und gesprudeltes Wasser steht ebenfalls dort.

Unser Eingangsbereich wurde vor wenigen Jahren komplett renoviert und wieder die ursprünglicheren Zustand versetzt. Der Empfangsbereich wurde vorgelagert, so dass wir auch dort eine Zone gewannen, die sehr variabel genutzt werden kann. Mal wird eine Ausstellungsfläche daraus, mal eine \"Chill out Zone\" (mit Sofas und kleinen Tischchen) oder einfach ein unkomplizierter Treffpunkt mit lehnenfreien Holzbänken und Tischen. Je nach Anforderungen. Geschmacklich lässt sich darüber vortrefflich streiten, aber im Vergleich zum Zustand vorher, haben wir nur gewonnen.

In zwei weiteren Abteilungen (3. und 4. Etage unseres Gebäudes) gibt es Nischen, die sich nicht wirklich sinnvoll nutzen ließen. Teilweise sind es Durchgangsbereiche oder Flurenden mit umliegenden Büros. Auch hier wurden wo möglich (und es die Brandschutzauflagen erlauben) solche Zonen eingerichtet. Auf der vierten Etage fällt sie auch etwas gemütlicher aus mit Sofas (die gelegentlich ins Erdgeschoss, in den Eingangsbereich, umziehen müssen). Auf der dritten Etage ist es ein runder Tisch mit Stühlen, der zum Gespräch einlädt. Häufig werden diese Zonen für kurze Besprechungen benutzt. Da sie insbesondere \"Durchgangsverkehr\" der eigenen Abteilung haben, halten sich die Störungen in Grenzen.

Für die Halle des Haupttreppenhauses unserer ersten Etage ist ein Konzept fertig gestellt, das allerdings aus Kostengründen noch nicht umgesetzt wurde. Dort ist reichlich Platz vorhanden und eine weiterer Treffpunkt könnte entstehen.

Die Befürchtung, dass diese \"Ruhezonen\" ausgenutzt werden könnten, bestanden auch bei uns. Bisher habe ich nicht mitbekommen, dass es der Fall gewesen wäre. Sie werden viel eher für informelle Besprechungen oder Meetings genutzt. Austauschbedarf besteht immer und richtige Besprechungsräume sind bei uns knapp bzw. dauernd belegt.
Gern werden diese Zonen auch verwendet, wenn mal spontan ein Besucher kommt, den man nicht ins überfüllte oder chaotische Büro mitnehmen kann bzw. möchte. (Es hat auch nicht jeder ein Einzelbüro.)

Zu den Pausenzeiten kann es schon mal vorkommen, dass sie sehr viel informeller genutzt werden. Aus Rücksichtnahme den Kollegen gegenüber, die möglicherweise in den angrenzenden Büros arbeiten, nimmt aber auch das nicht Überhand.
Noch nie habe ich gesehen, dass jemand in einem solchen Bereich gemütlich Zeitung gelesen hätte. Die meisten haben genug zu tun und sind froh, wenn sie ihre Arbeit bewältigen können. Außerdem setzt sich niemand gern dem Verdacht aus, ein Faulenzer zu sein.

Vielleicht hilft das ja bei der Argumentation gegenüber der Geschäftsführung, wenn sie \"von ihrem Glück\" erfährt.

Liebe Grüße und noch viel Spaß mit uns allen im Forum

Julia


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