Thema: Quo vadis?


Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 02.02.2010 um 17:04 zitieren

Hallo an alle,

nachdem ich einige Zeit persönlich an meinem Fortkommen knabbere, und obwohl ich eigentlich nicht gerne in Foren heule, muss ich doch heute mal einer gewissen Ratlosigkeit Lauf lassen.

Also, wie schon einmal vorgestellt, bin ich zur Zeit Projektassistentin, um die 40, und mit einiger Erfahrung gesegnet. Habe dereinst beim Zahnarzt gelernt, mich vorangearbeitet und meine IHK-Ausbildung als Sekretärin gemacht, welche mich so langsam in die Geschäftsleitung führte. Nach einigen Jahren in einem mittelständischen Unternehmen kam die große Familienphase, mit Kind, Umzug und unfreiwillig langer Elternzeit, in welcher ich es zumindest schaffte, einige Aerobic-Kurse für\'s Taschengeld zu geben, und mit ein wenig Hoffnung, vielleicht auch alle Berufe in dieser Branche zu verbinden.

War am Ende aber alles nichts. Der Mann wurde krank, eine Halbtagsstelle angenommen, erst über Zeitarbeit und dann in der jetzigen Firma, die mir zumindest ordentliche Englischkenntnisse brachte, Trennung und neuer Partner. Privat und Beruf also ganz schön vermischt, und nicht immer ganz einfach.

Nun ist es so, dass die Firma, in welcher ich bin, mächtig in die Schieflage kommt und jeder durchgehaltene Monat zumindest mir ein kleines Wunder scheint. Nicht sehr beruhigend, wenn man Kind und Kegel fast allein versorgt.

Ich muss sehr zusehen, nicht in blinde Panik zu verfallen, aber ein wenig stecke ich wohl schon darin, langsam gewahr, dass der Markt sich doch unglaublich verändert hat in den letzten Jahren und die Attraktivität früherer Jahre zunehmend einem \"zu alt\" zu weichen scheint.
Also wird versucht: Bewerbungen schreiben, Fortbildungen erkunden und auch einen Versuchsballon Anzeige habe ich schon gesetzt.

Geht mir noch alles sehr langsam und eine gewisse Existanzangst macht sich doch bemerkbar...

Geht es jemandem von Euch auch so? Wie schafft Ihr den Kind/Berufe-Mix und geht das ganztags? Denn ich glaube nicht, dass Teilzeit demnächst noch drin ist. Oder bin ich nur gerade viel zu negativ?

Und welche Zusatzfortbildungen werden heute am liebsten gesehen? Bin mir nicht sicher, ob ich lieber in Richtung Buchhaltung oder fortgeschrittene Assistenz soll und möchte am liebsten am nächsten Tag mich in Eventmanagement einschreiben.

Versteht mich nicht falsch, mein Team ist toll, aber im Moment fehlt mir das Vertrauen - auch in mich selbst.

Kann mir mal jemand einen Gedankenschubs geben?

Lieben Gruß
Anja


Antwort: Re: Quo vadis?

Kaiserin
(355 Beiträge)
von Schaf am 03.02.2010 um 09:41 zitieren

Hallo Anja,

mit Erfahrungen mit Kind und Beruf kann ich leider nicht dienen, da ich bisher keine Kinder habe.

Ich kenne aber einige die neben Kind auch einen ganztags Job haben. Wie alt ist denn das Kind? Wenn er noch zu klein ist um allein daheim zubleiben stellt sich mir die Frage gibt es vielleicht in der Schule eine Nachmittagsbetreuung oder Oma, oder Freunde oder oder.

Sicher haben in der heutigen Zeit viele mit Existenzängsten zu kämpfen - welcher Job (außer Beamte, etc. )ist noch sicher. Ich nehme mal an keiner.
Das was Du tun kannst ist sich Dich auf dem Arbeitsmakrt umzuschauen ob sich was neues ergibt und Dich nicht entmutigen lässt. Auch wenn das sicher manchmal schwer fällt. Wenn Du jetzt in Panik verfällst hilft es Dir auch nicht weiter.
Du schreibst es geht Dir alles zu langsam. Was sind denn Deine Erwartungen? Morgen gleich einen neuen Job zubekommen??? Ich glaube von der Idee kannst Du Dich SOFORT verabschieden.
Geduld ist auch nicht meine Stärke, aber manchmal braucht man sie.

Welche Zusatzqualifikationen am liebsten gesehen werden, kommt wohl auch darauf an wie es beruflich weitergehen soll. Was nützt Dir Eventmanagement wenn Du Buchhaltung machen willst? Hier solltest Du Dir klar werden was Du in Zukunft gerne machen möchtest. Und dann schauen was es an Fort-/Weiterbildungen gibt.

Sortiere Deine Gedanken und schreibe Deine Ängste auf Papier.
Sprich mit Deinem Partner darüber. Manchmal können sich Ängste so auflösen bzw. Lösungen aufzeigen.

Ich hoffe ich konnte Dir einen kleinen Anschubser geben.

Viele Grüße
Schaf


Antwort: Re: Re: Quo vadis?

Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 03.02.2010 um 11:15 zitieren

Hallo Schaf,

dankeschön für Deine Antwort.

Das mit den Kindern ist immer ein wenig der Grenzfall. Meiner ist nun 9, also gerade an der Grenze, und nicht immer so selbstständig, wie ich es gerne hätte. Eine Betreuung in der Schule gibt es natürlich, aber welche Bürokraft schafft es dann, Punkt 16:00 Uhr den Stift hinzulegen? Unabhängig davon, dass auch das Kind Training, Zuspruch, Hausaufgabenhilfe braucht und das Schulessen nicht wirklich immer doll ist.
Und hätte man mir vor ein paar Jahren erzählt, dass man ordentlich zurückhängt, weil er im Kindergarten erstmal zwei Jahre Dauerimmunisierung mitmacht und alles weitergibt, ich hätte gelacht

In diesem Falle fehlen mir einfach noch ein, zwei Jahre für die Sicherheit einer Ganztagesarbeit.

Das mit dem Aufschreiben ist aber eine gute Idee und da werde ich auf jeden Fall mal Bilanz ziehen. Das ging im Sekretariat ja auch und ist ein tatsächlich vergessenes Mittel. Vielleicht sehe ich dann auch mal, wo genau ich mir selbst auf den Füßen stehe...

Dafür erstmal Dankeschön!
lg
Anja


Antwort: Status quo

Newcomer
(2 Beiträge)
von Seiltanz am 04.02.2010 um 14:35 zitieren

Hallo Anja,

ich finde die Anregungen von „Schaf“ goldrichtig. Schau erst einmal wo du stehst und was du willst.

Mir ging es ähnlichen vor etwa drei Jahren. Damals gerade 40 Jahre alt, 2 Kinder (11 und 13), Haustiere, Haus und Auto.. alles auf Basis eines Halbtagsjobs. Ich hielt mit am längsten im Betrieb aus. Ich hätte mit meinem damaligen Vorgesetzten auch den Arbeitsplatz wechseln können – 90 km entfernt. Ich entschied mich dagegen, wie gesagt: Kinder, Haus…. Da das Ende abzusehen war, bewarb ich mich schon sehr früh und meldete mich auch schon vorher arbeitssuchend. Leider waren diese Bewerbungen nicht erfolgreich, ich bekam nicht mal ein Vorstellungsgespräch. Ich belegte einen Kurs Wirtschaftsenglisch und einen Wochenendworkshop „Berufliche (Neu)Orientierung“, um mir klar zu werden in welche Prioritäten ich für mich setzte und welche Arbeit zu mir passt. Schließlich war ich einen Monat arbeitslos. Das Arbeitslosengeld von dem Halbtagsgehalt war natürlich entsprechend wenig. Da mein Berater vom Arbeitsamt mir „nichts Gutes mehr tun konnte“ – ich hatte ja während meiner Berufstätigkeit diese ganzen Kurse belegt und abgeschlossen und er auch absolut beeindruckt von der Dokumentation meiner Bewerbungen war - bekam ich Stellenangebote, die nicht im öffentlichen Bereich zu sehen waren. Glücklicherweise fand ich so eine Teilzeitstelle (75%), natürlich zu schlechteren Konditionen.

Ich habe Ende letzten Jahres wieder ein halbes Dutzend Bewerbungen losgeschickt, da ich nur einen befristeten Vertrag habe, der nochmals verlängert wurde. Ich hatte mittlerweile drei Vorstellungsgespräch, als 50 % Ausbeute, obwohl ich nun 43 Jahre alt bin. Ich denke du gehörst noch nicht zum alten Eisen. Entweder ist die wirtschaftliche Situation nicht so schlecht, wie allgemein angenommen oder man besinnt sich in den Personalabteilungen auf die „älteren“ Fachkräfte.

Ach Übrigens, meine Kinder sind jetzt 14 und 16. Ich habe jetzt mittlerweil zwei Jahre Pubertät hinter mir und denke ich habe auch noch mindestens zwei vor mir. Das ist absolut hart und ich verdanke es sicher meinem Partner und auch der Möglichkeit zeitlich flexibel zu sein, dass beide auf dem richtigen Weg sind. Das hätte ich mit einem Ganztagsjob so nicht geklappt. Daher werde ich in absehbarer Zeit noch nicht auf Vollzeit gehen und ehrlich gesagt, ich habe so viel am Hut, dass ich das für die Zukunft auch nicht möchte.

Dir viel Glück,
Seiltanz

„Abschied ist auch eine Chance für einen Neuanfang“ (Jochen Mariss)


Antwort: Re: Status quo

Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 05.02.2010 um 09:38 zitieren

Vielen lieben Dank, Seiltanz,

heißt das, dass Du noch auf einem 75 % Platz sitzt? Dahin sollte es hier mittelfristig auch gehen.

Mag sein, manchmal sehe ich ein wenig schwarz. Lese viel und versuche auch, hinter die Vorhänge der allgemeinen Medienberichterstattung zu sehen. Und als Trainer fand ich noch toll, dass die Steuerfreiheit auf 400 Euro hochgesetzt wurde. Als dann aber die ersten Schuhläden und Bäcker auf Aushilfskräfte setzten, brachte mich das doch zum Nachdenken.

Ehrlich gesagt, denke ich, dass da noch einige Entwicklungen stattfinden werden...

Aber gut, weg vom Unken. Für mich habe ich nun entschieden, im Oktober die Managementassistentin IHK in Düsseldorf fortzubilden. Bis dahin werden einige Online- und/oder VHS-Kurse gebucht. Denke, dass einige Stärken tatsächlich im Internetbezogenen Bereich liegen und Projektmanagement mich sehr reizen würde. Das alles natürlich im Rahmen des Möglichen. Habe außerdem vor, noch einige Vermittler zu kontaktieren, und wenn es erstmal in der Warteschleife ist. Mit dem Arbeitsamt haben wir gerade nicht so dolle Erfahrungen gemacht. Ich glaube, die sind nahezu handlungsunfähig. Aber auch hier läuft die Suchmaschine.



Schauen wir mal...

Lieben Gruß
Anja


Antwort: Beruf, Familie und Karriere

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 09.02.2010 um 11:24 zitieren

Hallo asadu,

ein interessantes Thema, das du hier anschneidest. Bei vielem finde ich mich wieder; glücklicherweise war ich aber nicht in der Situation, um meinen Job bangen zu müssen.

Kurz zu mir: Ich bin IHK-geprüfte Fremdsprachensekretärin und habe mich - ähnlich wie du - mit der Zeit hochgearbeitet. Auch ich bin irgendwann beim Vorstand angekommen. Zwischendurch habe ich dann noch eine süße Tochter zur Welt gebracht, um schon nach kurzer Zeit (8 Monate) wieder in den Job zurückzukehren. Und zwar in Vollzeit!

Als es darum ging, wie ich nach der Geburt meiner Tochter weiterarbeiten wollte, überlegte ich, wie ich Job und Kind optimal unter einen Hut kriegen könnte. Es war klar, dass wir unsere Maus in eine Kita mit Ganztagsbetreuung geben würden (die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe, gleich nach der, überhaupt ein Kind zu kriegen Dazu wählte ich ein Arbeitszeitmodell, das mir den Vormittag das Arbeiten vor Ort im Büro, am Nachmittag aber aus meinem Home Office ermöglichte. Der Nachmittag ist dabei völlig flexibel - hat meine Tochter also irgendwelche Termine, so kann ich sie problemlos von A nach B karren und hänge meine Arbeitszeit dann später an - manchmal sitze ich noch spät abends am Rechner.

Nach einigen Jahren Arbeit in diesem Modell hatte ich den Kaffee aber auf: Der Job einer Sekretärin lebt m. E. von der Präsenz vor Ort, ein solches Arbeitsmodell lässt sich damit nur schwer vereinbaren. Dabei war es weniger mein Chef, der unzufrieden war als vielmehr ich. Ich wusste nicht, wo er steckte, wenn er lt. Terminplaner doch hätte da sein müssen. Dann wieder hatte ich meinen Rechner nicht dabei, wenn Anrufe kamen und ich unterwegs war, Dank Handy natürlich überall erreichbar. Ich wurde immer unzufriedener und entschied für mich irgendwann, aus der Assistenz auszusteigen und in die Projektarbeit zu gehen. Damit machte ich mich zeitlich unabhängig - ich landete in der Unternehmenskommunikation. Dort übernahm ich dann nach einiger Zeit ein Projekt und ging wiederum einige Zeit später damit in die Personalabteilung. Dort arbeite ich nun, ein zwar zähes, aber sehr interessantes Thema.. mit Potenzial. Nach 20 Jahren als Assistentin hatte ich ohnehin keine Lust mehr auf den Job und fragte mich oft, ob das alles gewesen sein sollte und wie ich das wohl noch weitere 25 Jahre machen sollte.

Für den Wechsel in die Projektarbeit habe ich natürlich auch meine Position als Vorstandsassistentin genutzt - anfangs hatte ich noch ein komisches Gefühl, bisher hatte ich immer in erster Linie durch Leistung überzeugt. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass das Gros der Jobs so weggeht und ich habe das akzeptiert, stelle dafür meine Qualitäten jetzt unter Beweis.

Wichtig war dabei, nicht irgendetwas zu machen, sondern etwas, das mich wirklich interessierte. Gehst du wirklich in Buchhaltungsdingen auf? Für mich wäre das purer Masochismus!!! Nutze die Chance und mache etwas, was dir Freude bereitet. Wenn schon mehr oder weniger nochmal Berufsanfängerin, dann wenigsten mit einer lebendigen Materie!

Managementassistentin - gut und schön. Habe ich in 2000 auch gemacht - mit IHK-Zertifikat. Das finden auch potenzielle Chefs toll, ABER.... es ist bloß ein Papier. Wenn du schon zig Jahre im Sekretariat arbeitest, lernst du hier nicht viel Neues. Der Anspruch ist m. E. eher gering, auch wenn andere das hier nicht gerne hören bzw. lesen.

Für mich hat sich der Sinn meines Lebens mit der Geburt meiner Tochter verändet - ich bin erst sehr spät Mutter geworden, da war ich schon fast 40. Meine Tochter ist jetzt 5; wird mich noch ca. 15 Jahre brauchen. Dank unserer Ganztagsangebote aber nicht mehr in dem Maß, wie das früher bei den Kindern der Fall war - daher meine klare Atnwort auf deine Frage, ob sich Ganztag und Kinder miteinander vereinbaren lassen: JA, frau muss nur loslassen können!!!

Für meine Tochter war diese Entscheidung goldrichtig; die Zeit, die wir miteinander verbringen, genießen wir beide aus ganzem Herzen und ich gehöre dann ganz ihr. Welche Halbtagsmami kümmert sich denn den ganzen Nachmittag um ihr Kind?! Wohl keine.. zu oft kommt der Haushalt oder was auch immer dazwischen. Meine Tochter kennt kaum Langeweile. Im Kindergarten hat sie Spielpartner en masse.. eine Party, die ich ihr als Einzelkind gar nicht bieten könnte. Die Zeit zum Kochen müsste ich mir mühsam abknapsen (abgesehen davon dass ich es eh nicht gerne mache); so bekommt sie vollwertiges Essen aus der Kita-Küche. Herrlich! Dafür kochen wir am Wochenende gemeinsam.

Insgesamt muss ich sagen, dass sich das alles hervorragend kombinieren lässt. Es stimmt zwar, dass ich immensen Stress habe, oder sagen wir besser extreme Zeitknappheit - dennoch (und das ist sogar wissenschaftlich erwiesen) - empfinden ganztags berufstätige Mütter diesen Stress nicht so stark wie jene, die sich zu Hause um ihre Kinder kümmern.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte hier keine Diskussion vom Zaun brechen, was besser oder schlechter ist. Das muss jeder für sich entscheiden. Man mag aber noch so viel schimpfen über die Betreuungsmöglichkeiten in Deutschland - Dank des OGATAs und ähnlicher Angebote können Eltern heutzutage Beruf und Familie prima unter einen Hut kriegen.

So, ist viel geworden - typisch für mich, wenn mich ein Thema interessiert. Ich finde es gut, dass du keine Vogel-Strauß-Haltung einnimmst sondern überlegst, was du tun kannst. Hab keine Hemmungen, dich um einen Ganztagsjob zu kümmern; deine Kinder sind flexibler als du denkst und m. E. gibt es auch mehr attraktive Ganztagsjobs als solche in Teilzeit.

Falls du im Sekretariat bleiben möchtest, hast du schon mal überlegt, an eine große Personalberatung heranzutreten? Ich denke an Kienbaum oder Michael Page? Lass dich dort doch mal registrieren. Viele Jobs werden bei denen platziert und man kann dann auf dich zukommen.

Ich hatte damals auch mein Profil bei Jobpilot hinterlegt und erhielt viele Zuschriften. U. a. waren auch Headhunter dabei.. sehr interessant. Kann sein, dass die Profile mittlerweile bei monster.de gepflegt werden; bin nicht mehr ganz up to date.

Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich noch XING - du wärst nicht die erste, die darüber einen neuen Job gefunden hätte.

Viel Glück bei der Neuorientierug/Suche
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Quo vadis?

Königin
(201 Beiträge)
von Frau-Urmel am 09.02.2010 um 16:09 zitieren

Hallo asadu,

Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen ist gar nicht so schlimm wie es sich anhört. Das ist alles eine Frage der Organisation.

Ich war mit meiner Tochter alleinerziehend und habe Vollzeit gearbeitet. Mit Hilfer meiner Familie hat das auch gut funktioniert. Wenn ich mal nicht pünktlich Feierabend machen konnte, haben sich meine Eltern um meine Tochter gekümmert. Meine Tochter ist inzwischen 22, hat einen Job und eine eigene Wohnung. Also kann ich soviel nicht falsch gemacht haben.

Du musst für Dich einschätzen, was Du machen möchtest und was Du mit Hilfe der Familie umsetzen kannst. Ich denke, dann ist alles machbar.

Viel Erfolg.

LG
Frau Urmel


Antwort: Re: Quo vadis?

Rose
(37 Beiträge)
von asadu am 10.02.2010 um 11:43 zitieren

Hallo Kirsten, hallo Frau_Urmel,

vielen lieben Dank für Euren Input und das \"Mutmachen\". Ich finde es sehr angenehm, hier einige nachdenkenswerte Ansichten zu bekommen. Und Eure Wege sind ja auch toll zu lesen

Es ist genau eines der Probleme, die Schere zwischen dem, was man praktischerweise empfindet, brauchen zu müssen, und dem, wo die eigenen Stärken und Sympathien liegen. Buchhaltung wäre für mich wohl auch eher Masochismus, doch wenn man Anzeigen sieht, wird dieses oft erfragt in Kombination mit dem Sekretariat.
Tatsächlich organisiere ich gerne. Projektmanagement kenne ich hier eher aus bauleitungsorientierten Feldern. Eine Freundin hatte Ähnliches mal vorgeschlagen, aber das mir war bislang zu abstrakt. Vielleicht auch eine Überlegung wert?

Das weitere Ausbildungen quasi \"nur weitere Scheine\" sind, das habe ich mir gedacht, sehe aber auch, dass meine letzte Fortbildung in 1997 war und das ist mir dann einfach zu leer im Lebenslauf Aber auch dies ein weiteres Nachdenken wert.

Was den Ganztag angeht, das werde ich sehen. Momentan scheint sich die Lage zu beruhigen, aber die Augen bleiben offen, natürlich. Der Sohn wird im Sommer auf die Weiterführende kommen. Da eröffnen sich wahrscheinlich auch ganz neue Perspektiven!

Lieben Gruß
Anja


Zurück zur ÜbersichtSie müssen sich einloggen zum Antworten