Thema: Ortsangabe bei der Unterschrift unter Verträgen


Newcomer
(6 Beiträge)
von lizzard am 01.12.2009 um 14:09 zitieren

Hallo,

ich bin heute zum ersten Mal im Forum - ich habe folgendes Problem und hoffe sehr, dass Ihr mir helfen könnt:

Wir sind ein Verlagshaus mit Stammhaus und mehreren Subverlagen, die allesamt an anderen Orten (teilweise auch im Ausland) angesiedelt sind. Verträge werden aber hier im Stammhaus ausgefertigt.

Nun fragen wir uns, ob es rechtlich irgendeine Relevanz hat, wenn wir bei Verträgen für das englische Haus neben das Datum (unten am Fuß des Vertrages links neben der Unterschrift) als Ort den des Stammhauses einsetzen oder ob wir dort z. B. London einsetzen müssen, obwohl der Vertrag ja in Deutschland (vom deutschen Geschäftsführer) unterschrieben wird.

Bislang haben wir nur den Stammsitz eingetragen, sind aber zunehmend unsicher, ob das auch richtig (und rechtsicher) ist.

Hat jemand Erfahrung damit? Für Tipps (auch gern was einschlägige Seiten angeht ...) wäre ich echt dankbar!

Herzlichen Dank im Voraus,

Lizzard


Antwort: Die Frage ist für einen Juristen

Kaiserin
(355 Beiträge)
von Schaf am 01.12.2009 um 15:43 zitieren

Hallo Lizzard,

willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Ihr scheint ja nicht sehr klein zu sein, gibt da dann keinen Juristen der die Frage rechtlich beantworten kann?

Viele Grüße
Schaf


Antwort: Re: Die Frage ist für einen Juristen

Newcomer
(6 Beiträge)
von lizzard am 01.12.2009 um 15:51 zitieren

Hallo Schaf,

so groß, wie es offenbar nach meiner Beschreibung aussieht, sind wir tatsächlich bei weitem nicht. Und einen Juristen haben wir leider nicht - nicht mal einen, der das mal studiert hat und nun etwas ganz anderes macht ...

Bevor wir da kostenpflichtig einen Juristen bemühen, habe ich halt gedacht, ich frage mal bei den Praktikerinnen (sprich: den Kolleginnen in den Sekretariaten) nach.

Ich habe immer noch die Hoffnung, es ja doch noch die eine oder andere weiß ...

Aber trotzdem Dank für deinen Hinweis!

Gruß, lizzard


Antwort: Re: Re: Die Frage ist für einen Juristen

Gräfin
(200 Beiträge)
von Nachtelfe am 02.12.2009 um 08:06 zitieren

Gleich vorweg: Ich hab mit Jura nix am Hut.

Ich denk\' mal, bei Euch kommt es darauf an, ob die ausländischen Niederlassungen nur quasi \"Außenposten\" sind, oder eigenständige Firmen. Oder andersrum gesagt: Sind die Londoner Mitarbeiter in Deutschland angestellt, oder in GB? Das hat ja auch steuerrechtlich Konsequenzen, von Kranken-, Renten-, Arbeitlosen-Versicherungsdingen mal ganz abgesehen. Man könnte z.B. mal fragen, was passiert, wenn die Londoner Niederlassung z.B. eine sehr teure Schadensersatzklage einstecken muss. Zahlt dann die deutsche Mutter die Zeche, oder geht die britische Tochter schlichtweg pleite? An solchen Dingen kannst Du festmachen, ob die Tochter \"eigenständig\" ist, oder nur ein Anhängsel. Genau müsste das aber der Geschäftsführer wissen, oder Euer oberster Controller.

Es kann also darauf hinauslaufen, dass manche Niederlassungen eigenständig sind und andere echte Töchter (so ist es bei uns), entsprechend unterschiedlich ist die Handhabung.

Genaueres bekommst Du vielleicht hier: http://www.recht.de/

Gruß
Nachtelfe

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. (Mahatma Gandhi)


Antwort: Re: Re: Re: Die Frage ist für einen Juristen

Newcomer
(6 Beiträge)
von lizzard am 02.12.2009 um 10:59 zitieren

Hallo Nachtelfe,

wir haben nur \"echte Töchter\" - und da spielt es, wie du schon sagst, dann wahrscheinlich keine Rolle, welcher Ort neben der Unterschrift angegeben ist, weil das Stammhaus auf jeden Fall haftet.

Auf jeden Fall lieben Dank und Gruß,

lizzard


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