Thema: Privat: Buch zur Trauerbewältigung gesucht


Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 06.05.2009 um 13:59 zitieren

Habt Ihr schon mal ein Buch gelesen oder drüber erzählt bekommen, das Euch oder demjenigen geholfen hat, mit seiner Trauer leichter/besser fertig zu werden/umzugehen? Ich erwarte von dem Buch nicht, dass man auf der letzten Seite nur noch ein Grinsen im Gesicht hat, aber das einem vielleicht leichter ums Herz ist, der seelische Druck nicht mehr so groß ist, Denkansätze vermittelt werden, die einen wieder geradeaus schauen lassen..
Die Lebensgefährtin meines Vaters ist in ein derartiges Loch gefallen, wir haben das Gefühl, mit Gesprächen nicht an sie heranzukommen, um sie zu unterstützen. Vielleicht kann ein Buch das aber, das kann man ja lesen, wann einem danach zu Mute ist und muß sich nicht mit dem Thema auseinander setzen, wenn der Gegenüber das Gespräch draufbringt.
Ich selber habe mal nach einer Trennung ein Buch gefunden, dass mir sehr geholfen hat, die darin gestellten Fragen haben mich durch die Zeit gebracht und meine Lebensgeister geweckt. Daher komme ich jetzt auf die Idee, ob es so etwas nicht auch für die Trauer nach einem Todesfall geben könnte.
Danke für Eure Antworten (auf die ich natürlich hoffe).

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Privat: Buch zur Trauerbewältigung gesucht

Sternschnuppe
(53 Beiträge)
von Lili am 06.05.2009 um 14:57 zitieren

Hallo Suse,

mir hat dieses Buch mal sehr geholfen:
Sogyal Rinpoche: Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben.

Besonders das Kapitel zur Begleitung von Sterbenden, aber auch sonst hat es mir neue Ansichten verschafft und mich getröstet. Nehme es heute noch gerne in die Hand.

LG
Lili

Eine Blume ist nicht genug, sagte der Schmetterling.


Antwort: Re: Privat: Buch zur Trauerbewältigung gesucht

Rose
(44 Beiträge)
von imperia am 06.05.2009 um 15:35 zitieren

Liebe Suse

Ich kann dir 2 Bücher empfehlen.
\"Einen geliebten Menschen verlieren\" von Doris Wolf. Hier wird Schritt für Schritt geholfen die Phasen der Trauer zu bewältigen, indem die jeweiligen Etappen auf diesem Weg genau beschrieben werden.

\"Der Weg ins Jenseits\" von Hans Stolp - dieses Buch vermag Trost zu spenden. Ist eher für spirituelle Menschen.

Und natürlich die ganze Palette von Elisabeth Kübler-Ross - die Fachfrau wenn es ums Thema Tod und Sterben geht.

Lieber Gruss
imperia


Antwort: Re: Re: Privat: Buch zur Trauerbewältigung gesucht

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 06.05.2009 um 15:40 zitieren

Hallo Imperia,

von diesem Buch habe ich auch schon mal gehört und nach Deinem Vorschlag jetzt mal danach gegoogelt. Scheint sehr angenommen zu werden. Werde ich mir bei meinem Buchhändler mal zur Ansicht bestellen.
Spirituelles ist nach meiner Einschätzung nicht ihr Ding, da hätte ich vom Gefühl her meine Bedenken. Und nach den anderen Autoren schaue ich gleich auch noch mal.
Danke für Deine Tipps.

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Meinte das Buch von Doris Wolf, das mir zusagt. nT

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 06.05.2009 um 15:42 zitieren

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Re: Re: Privat: Buch zur Trauerbewältigung gesucht

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 06.05.2009 um 15:45 zitieren

Hallo Lili,

danke auch für Deinen Vorschlag. Es hört sich interessant an, entspricht aber in der jetzigen Lage nicht dem, was ich mir vorstelle. Aber ich merke es mir mal für mich vor
Schönen Nachmittag noch,

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: Trauerbewältigung

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 06.05.2009 um 16:17 zitieren

Hallo Suse,

ich bin heute auch mal wieder kurz im Forum

Die Mutter einer sehr guten Freundin ist vor ein paar Jahren gestorben - war eine ganz schlimme Sache! Sie hatte damals auch ein Buch gelesen, das ihr (zunächst) auch geholfen hat.

Allerdings richtig geholfen hat ihr erst eine Selbsthilfegruppe. Klingt blöd, ist aber so. In dieser Gruppe waren auch viele Leute, die mit Angehörigen/Freunden über ihre Trauer nicht reden konnten. Problem an der Stelle ist nämlich, dass Angehörige/Freunde auch trauern und nicht immer das Verständnis bei allen Trauernden gleich ist - jeder Mensch verarbeitet das \"Thema\" nun mal anders. Der Eine schweigt und leidet in sich drin, der Andere posaunt die Trauer heraus und \"nervt\" sein Umfeld damit.

Es ist schwer, immer Gehör bei anderen Leuten dafür zu finden. Viele Trauernde halten sich aus dem Grund auch zurück, aus Angst zurückgewiesen oder falsch verstanden zu werden.

Die Selbsthilfegruppe hat den Knoten bei meiner Freundin gelockert. Sie hat ihresgleichen gefunden und konnte ab da über alles reden, was sie beschäftigt und bedrückt hat. Innerhalb der Familie bzw. des Freundeskreises ging das nicht.

Ich würde also immer zu so einer Gruppe raten, wenn so ein Thema im Raum steht. Ein Buch kann sicherlich das eine oder andere in einem Menschen hervorrufen, aber wirklich helfen kann ein Buch nicht.

Das ist mein zusätzlicher Tipp zu Deinem Posting.

LG, Melsi


Antwort: Re: Trauerbewältigung

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 06.05.2009 um 16:29 zitieren

Danke für Deinen Hinweis, Melsi, den ich sehr gut finde und auch nachvollziehen kann. Aber ich glaube, dass ist wie beim Abnehmen oder der Suchtbekämpfung, man muß es wollen. Und da bin ich mir bei ihr nicht sicher, inwieweit sie durch den Gang in so eine Gruppe zuallerst vor sich selber \"zugeben müßte\", dass sie es alleine nicht \"schafft\". (Reine Kopfsache dieses Denken, man gibt ja nichts schlimmes zu, aber sie würde es so sehen). Was ja überhaupt nicht schlimm ist, sich Hilfe zu suchen, aber so wie ich sie kenne, würde dies für sie ein Eingeständnis von Schwäche oder gar Versagen bedeuten und das geht für sie gar nicht. Ist alles sehr kompliziert. Aber ich werden den Tipp im Hinterkopf behalten und ihn mal bei ihrer Tochter anbringen. Von mir oder meinem Vater würde sie so einen Rat nicht annehmen, leider. Aber jeder ist wie er ist..

Schönen Feierabend dann, ich darf jetzt gehen.

Suse

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Antwort: Bin total überfragt

Kaiserin
(4989 Beiträge)
von Chili am 06.05.2009 um 16:56 zitieren

Hi Suse,

da bin ich leider (oder Gottseidank) total überfragt, hatte bisher nie den Fall, wo jemand sich so abschottet und verschließt.
Bin froh, dass die anderen dir so viele Tipps geben konnten. Tut mir leid für die Lebensgefährtin deines Vaters, dass sie es so schwer nimmt. Da ist wohl jeder Mensch anders... Hoffentlich fängt sie sich bald, da drücke ich dir kräftig die Daumen. Egal, ob sie es alleine schafft, per Buch oder vielleicht doch in einer Gruppe, aber wenn sie denkt, das sei Schwäche, wird das wohl auch schwierig sein...
Viel Glück und Erfolg wünsche ich jedenfalls!
Da sieht man doch wieder in solchen Fällen, wie gut man es selbst hat und ich hoffe, solches Leid bleibt mir in naher Zukunft erspart - euch allen natürlich auch.
Alles Gute
Chili


Antwort: Das habe ich jetzt ausgewählt

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 11.05.2009 um 15:23 zitieren

Von Roland Kachler \"Meine Trauer wird Dich finden\"

Beschreibung
Der Autor, Psychotherapeut mit Erfahrung in Trauerbegleitung, spürt nach dem Unfalltod seines 16-jährigen Sohnes, dass die Trauermodelle, zu denen er selbst seinen Patienten geraten hatte, ihm nicht helfen konnten, seinen Schmerz zu überwinden. Deshalb hat er einen neuen Weg der Trauerbewältigung gesucht und gefunden. Statt den Verstorbenen \"loszulassen\", zielt die Methode des Autors darauf, dass, was an Liebe für den Verstorbenen bei den Lebenden bleiben kann, ohne dass daraus seelische Störungen erwachsen. Die praktischen Übungen, Hinweise und Tipps am Ende jedes Kapitels helfen, diesen neuen Weg zu gehen.

Hat einen ganz anderen Ansatz als alle anderen Bücher und hat mir beim Durchblättern sehr gut gefallen und mich angesprochen. Und das habe ich jetzt ausgewählt.

Danke noch mal für Eure Unterstützung.

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


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