Thema: Finanzkrise - habt ihr Angst?


Gräfin
(185 Beiträge)
von martinalita am 24.04.2009 um 14:21 zitieren

Hallöchen,

die Finanzkrise beschäftigt mich...ich habe eben den Beitrag zur Kurzarbeit gelesen und das die Arbeitgeber quasi alles mit einem machen können...

Macht Euch das Angst??? Merkt ihr die Krise???


Antwort: Klar :-(

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 24.04.2009 um 14:40 zitieren

Hallo martinalita,

mir macht das alles auch Angst. Aber ich lasse es nicht näher an mich heran, als es muss.

Es gibt Dinge, die wir leider nicht beeinflussen können

Ich könnte mich derzeit über alles tierisch aufregen ... die Gesundheitsreform, das man zum Arzt geht und keine Leistungen mehr bekommt, dass man immer mehr Steuern zahlen muss (obwohl es angeblich nicht so ist), keine Zinsen für seine Kohle bekommt, die Wirtschaftslage extrem schlecht ist usw. usw.

Würde ich mir über alles den Kopf zerbrechen, dann würde ich irgendwann daran zerbrechen.

Also warte ich persönlich ab, was noch alles kommt. Das Ende dieser ganzen Misere ist nicht absehbar und meiner Meinung nach erst die Spitze des Eisberges.

Natürlich mache ich mir Gedanken und auch Sorgen. Aber wie gesagt: Ich kann es nicht ändern, also denke ich nicht zuviel nach.

Wir (also unsere Firma) merken (noch) nichts von der Krise - zum Glück! Aber ich habe genug Freunde, Bekannt und Verwandte, die es schon streckenweise sehr hart getroffen hat. Schrecklich!

Aber zum Glück haben die Entscheider in unserem Land solche Sorgen nicht - ganz im Gegenteil. Die haben alle ihre Schäfchen im Trockenen und machen sich sicherlich keine Gedanken über den \"kleinen Mann\" im Staat - da könnte ich ko****!

In diesem Sinne ... Euch allen ein schönes und sonniges WE ... und macht Euch nicht so viele Sorgen: Alles wird irgendwann gut

LG, Melsi


Antwort: Nein, bin eher Optimist

Kaiserin
(382 Beiträge)
von EGE76 am 25.04.2009 um 17:04 zitieren

Hallo zusammen,
nein, so richtig Angst habe ich (noch) nicht.

Wie Melsi schon schrieb, Gott sei Dank haben wir (also mein Mann und ich) noch einen Job und können uns alles kaufen, was wir zum Leben brauchen.

Da wir kein Eigenheim abzahlen müssen, wäre im schlimmsten Fall der Umzug in eine günstigere Wohnung denkbar. Auch haben wir mit Sicherheit noch anderes Einsparpotenzial, wie zum Beispiel weniger ausgehen, günstigere Klamotten, Daueraufträge für Bausparen etc. auf Eis legen. Worauf ich nicht verzichten möchte sind Bücher und der Sportverein meiner Tochter muss auch bezahlt werden. Und mein Mann könnte wohl nicht aufs rauchen verzichten

In unserer Firma geht es auch grad ans Eingemachte. Zwar ist Kurzarbeit noch nicht in Sicht, aber es wird doch auch die Krise \"aus\"genutzt, um \"faule Eier\" loszuwerden. Aus unternehmerischer Sicht verstehe ich das sehr gut. Ich für meinen Teil, sehe das sehr egoistisch: Hauptsache ich habe meinen Job noch. Und da ich durch meinen Job tagtäglich mit diesen Personalthemen konfrontiert werde, MUSS ich ja irgendeine Einstellung dazu kriegen. Sonst kann ich meine Arbeit nicht zuverlässig und loyal erledigen!

Sorry, ist sehr hart, aber jeder trägt die Verantwortung für sich selbst. Damit meine ich NICHT die Menschen, die trotz toller Arbeit etc. ihren Job verlieren. Ich beziehe mich ausschließlich auf diejenigen, die keinen Finger krumm machen, die Kollegen arbeiten lassen und ein dann auch noch jahrelang ein Schweinegeld verdienen. Auf die bin ich sauer und wenn die jetzt fliegen, find ich das grad gerecht!

Ansonsten versuche ich das alles nicht zu nah an mich heranzulassen. Bei meinem Mann droht auch Kurzarbeit, genaues wissen wir immer noch nicht. Aber seine Firma hatte vor einigen Jahren schonmal Kurzarbeit und konnte trotz allem weiter bestehen. Das gibt mir die Zuversicht und den Optimismus, den ich gerade brauche. Sonst dät ich ja verrückt werden, und das hilft auch niemanden.

Viele sonnige Grüße

von der heute etwas erregten EGE76

Viele Grüße
EGE76


Antwort: Re: Finanzkrise - habt ihr Angst?

Kaiserin
(5168 Beiträge)
von Suse am 28.04.2009 um 09:26 zitieren

Ja, eindeutig ja. Aber ich versuche, mich nicht verrückt machen zu lassen und gucke auch nicht jede Sendung dazu oder lese jeden Zeitungsartikel. Denn momentan scheint es einfach nur schlechte Meldungen zu geben. Gute Dinge erfährt man einfach nicht (mehr), die würden aber einen positiven Ausgleich schaffen, meiner Meinung nach.
Am meisten macht mir Angst, dass es nicht unbedingt in meiner Hand liegt, wie es für mich ausgehen wird. Da greifen so viele Faktoren ineinander, ich kann hier den besten Job leisten, wenn die Aufträge fehlen hilft mir das nicht. Und es macht mich wütend, weil ich immer versuche dafür zu sorgen, dass ich sinnig und verantwortungsbewußt lebe und auftrete. Aber mein ganzes Engagement für mich und mein berufliches Umfeld kann durch für mich nach wie vor nicht verständliche Handlungen in irgendwelchen Banken/Unternehmen in Gefahr geraten. Ich bin lieb und nett übertrieben gesagt und bade das dumme riskante Verhalten anderer mit aus. Das ärgert mich.


Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!


Antwort: mal was Positives

Kaiserin
(382 Beiträge)
von EGE76 am 28.04.2009 um 09:44 zitieren

Hallo Suse und ihr anderen!

Gestern kam in den ZDF-Nachrichten und auch später dann in WISO ein Beitrag zur Krise. Da wurde u. a. auch erzählt, dass die Konsumenten-Stimmung nach wie vor gelassen ist und dieser noch anhaltende Konsum auch einen Teil zur Stabilisierung beiträgt. Das heißt, ganz vorsichtig ausgedückt, man erwartet nun, dass die Wirtschaft sich auf diesem Niveau stabilisiert, um dann wieder nach oben zu gehen.

Aber wie Suse schreibt, es fehlen natürlich die Aufträge, sprich die Nachfrage nach unseren Industriegütern. Und das ist meines Erachtens der größere Brocken, den wir in den Griff kriegen müssen. Bei uns in der Firma und auch bei meinem Mann ist die krise gerade erst angekommen. Und somit wird es auch entsprechend länger dauern, bis wir diese Stabilisierung zu spüren bekommen. Und wenn ich dann im Radio höre das Daimler weiter x Milliarden einsparen will/muss, dann sieht man halt, dass es noch nicht rum ist.

Aber ich will nicht weiter negativ schreiben. Eigentlich will ich Euch (und mich) ermutigen, gelassen und besonnen zu reagieren und Euch nicht fertig machen zu lassen von den ganzen Negativ-Schlagzeilen. Sprecht mir Euren Männern und Familien, wie ein Notfallplan aussehen könnte und versucht an die Zeit nach der Krise zu denken. Es geht auch wieder aufwärts, ganz sicher!

Liebe aufmunternde Grüße
EGE76

Viele Grüße
EGE76


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