Thema: Jemand da aus der Baubranche (wenn möglich Fertigbau)?


Königin
(209 Beiträge)
von Maira am 03.04.2009 um 09:08 zitieren

Guten Morgen,
habe da ein Anliegen/Fragen!

Danke und viele Grüße von Maira

Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere!


Antwort: Re: Jemand da aus der Baubranche (wenn möglich Fertigbau)?

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 03.04.2009 um 09:57 zitieren

Hallo Maira,

stell doch einfach mal Deine Frage

Vielleicht können wir ja helfen, auch wenn wir nicht aus der Branche sind

Die eine oder andere Dame hier hat vielleicht auch Erfahrungen in Bezug auf \"Fertigbau\".

LG, Melsi


Antwort: Re: Jemand da aus der Baubranche (wenn möglich Fertigbau)?

Königin
(209 Beiträge)
von Maira am 03.04.2009 um 11:12 zitieren

Meine Freundin hat vor einiger Zeit ein Fertighaus gekauft, ist noch nicht bezugsfertig (momentan Rohbau- aber es wird!).
Jetzt hat die Firma Insolvenz angemeldet - wie sieht es mit der Gewährleistung aus?
Was tun? Die Firma anschreiben? Einen RA um Rat fragen? Wer übernimmt Schäden aus evtl. Baumängeln??

Vielen Dank!

Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere!


Antwort: Oh je ...

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 03.04.2009 um 11:35 zitieren

Hallo Maira,

davon kann ich ein Lied singen.

Mein Ex-Freund und ich hatten Mitte der 90er eine Eigentumswohnung bezogen (die gehörte den Eltern meines Ex-Freundes). Der Bauträger ging irgendwann über die Wupper. Wir hatten etliche Mängel am Haus (u. a. war das Dach nicht richtig isoliert, die Tiefgarage war nicht nutzbar, wir hatten Schimmel im Haus usw.).

Die Eigentümergemeinschaft musste diese Mängelbeseitigung selbst zahlen. Wir haben damals auch Anwälte eingeschaltet. Aber die Aussage war nach Monaten/Jahren: Da ist nix mehr zu holen, greifen sie mal nem nackten Mann in die Tasche.

Vor ein paar Tagen war ein Bericht im TV. Da ging es um eine Familie, die bei einem Bauträger ein Fertighaus gekauft hat. Die Zahlungen erfolgten immer nach Bauphase. Das ging so lange, bis der Bauträger in die Insolvenz ging. Das Haus der Familie ist nun auch ein Rohbau und sie müssen die Fertigstellung selbst zahlen. Das kann u. U. richtig teuer werden!

Ich fürchte fast, dass es in diesem Fall wohl genau so werden wird.

Auf alle Fälle würde ich den Vorgang einem Anwalt geben, der dann das Recht einklagt. Vielleicht ist ja noch was zu retten - wobei ich wenig Hoffnung habe

Gutes Gelingen und LG, Melsi


Antwort: Re: Re: Jemand da aus der Baubranche (wenn möglich Fertigbau)?

Rose
(48 Beiträge)
von Luzie am 03.04.2009 um 11:39 zitieren

Hallo Maira,

meines Wissens gibt es bei Insolvenz einen Insolvenzverwalter, der solche Dinge regelt. Das ist in den meisten Fällen ein Rechtsanwalt. Er wird auf Deine Freundin zukommen. Sie kann aber schon mal vorab die Firma anschreiben und fragen, wer die Insolvenzverwaltung übernimmt.

Abgesehen davon ist es vielleicht ganz ratsam, sich selbst in der Sache auch einen Anwalt zu nehmen, falls irgendwelche Streitpunkte entstehen.

Ich hoffe ich konnte helfen

Viele Grüße

Luzie


Antwort: Re: Re: Jemand da aus der Baubranche (wenn möglich Fertigbau)?

Kaiserin
(1158 Beiträge)
von esbe am 04.04.2009 um 11:37 zitieren

Hallo Maira,

auf alle Fälle einen Rechtsanwalt einschalten, nach Möglichkeit einen, der sich über das BGB und Strafrecht hinaus mit der Bibel der Baubranche, der VOB, auskennt!!

Vielleicht googelt ihr einmal, ob über die Eingabe VOB und Insolvenz etwas im Internet steht!

Liebe Grüße aus den Resttagen der Kur

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.


Antwort: Re: Oh je ...

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 06.04.2009 um 12:46 zitieren

Hallo Melsi,

wenn die Familie nach Baufortschritt gezahlt hat, hat sie aber wenigstens schon das sicher, was sie eben bezahlt hat. Und wenn es eben nur ein Rohbau ist, aber der hat ja auch einen Gegenwert.

Es soll ja tatsächlich Leute geben, die bezahlen gleich zu Beginn ALLES und sind dann bass perplex, wenn der Bauträger sich mittendrin in die Insolvenz verabschiedet.

Für diese Familie dürfte es nun in erster Linie nervig und eben zeitaufwendig sein, da sie sich nun alle Handwerker von Hand zusammensuchen müssen. Trotzdem halte ich diese Situation noch für überschaubar.

Oder habe ich da etwas missverstanden?

Viele Grüße
von
Kirsten
*die schon weiß, warum sie nicht selber bauen will*

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Re: Oh je ...

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 06.04.2009 um 15:06 zitieren

Hallo Kirsten,

ich habe keine Ahnung, wie sich das bei dieser Familie nun genau verhalten hat. Ich weiß nur, dass die jetzt vor dem finanziellen Ruin stehen.

Oft ist es ja so, dass die Leistungen der Handwerker bei einem Fertighaus straffer kalkuliert werden. Wenn man jedoch die Firmen selbst beauftragen muss, dann kann es richtig teuer werden. Viele Häuslebauer kalkulieren solche Puffer-Gelder nicht ein, kalkulieren also knapper als knapp.

Ich schätze, dass es bei dieser Familie dann wohl auch so war.

LG, Melsi


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