Thema: Innerlich so unzufrieden - PL ansprechen??


Sternschnuppe
(59 Beiträge)
von Layla am 05.02.2009 um 15:53 zitieren

Ich weiß es ist eigentlich nicht so dragisch - aber irgendwie beschäftigt es mich.

Ich arbeite ja in unserem projektoffice mit. Ich mache da die Zuarbeit und habe die Arbeit einer Kollegin übernommen (die nicht teamfähig war und mit der ich mich überhaupt nicht verstanden habe).

Nun jetzt war ne stelle als projektassistentin frei (genau im Projektoffice) und ich wollte mich bewerben. Mein chef meinte aber das ich ja ohne studium keine chance hätte und es keinen sinn macht mich zu bewerben. also hab ichs gelassen..

Nun haben wir eine Dame eingestellt die soweit ganz nett ist aber mehr auch nicht.... so richtig warm werden tue ich nicht mit ihr...

Noch dazu find ich es total doof, das sie mit in alle besprechungen darf und ich nicht... klar - einige gehen mich nix an ... ist auch ok - aber heute war es z.B. so das wir auslieferung hatten und das besprochen worden ist wie vorgegangen wird. jeder war dabei - außer ich. Bei mir würde dann hinterher nur kurz gesagt was sich geändert hat und was nicht. Obwohl ich bei der Auslieferung immer mithelfe und bisher die Dokus koordiniert habe...

Momentan fühl ich mich wie das 5. rad am wagen..

ich arbeite jetzt die neue noch in mein Arbeitsgebiet ein und zusammen sollen wir dann Listen controllen.. Obwohl ich es zuerst alleine machen sollte... Sie ist für eine andere Aufgabe eingestellt worden. Aber klar - in ihr gebiet werde ich natürlich NICHT eingearbeitet. Ist ja was anderes...


Ich habe momentan einfach das gefühl das ich als kleines dummes mädchen abgestempelt werden, die nix drauf hat und NUR die Zuarbeit machen soll. Für was anderes ist die nicht zu gebrauchen und auch nicht nennenswert.

Ist irgendwie frustrierend.

Nun die Frage - soll ich mit dem Kollegen reden und sagen was mich bedrügt oder einfach stillschweigend meiner arbeit nachgehen???

Was würdet ihr machen???


Antwort: Re: Innerlich so unzufrieden - PL ansprechen??

Sternschnuppe
(59 Beiträge)
von Layla am 06.02.2009 um 11:23 zitieren

Habt ihr denn keinen Rat für mich???


Antwort: Leider nicht wirklich...

Supernova
(136 Beiträge)
von Tippse85 am 06.02.2009 um 13:51 zitieren

Hallo Layla,

deine Situation ist wirklich ärgerlich.

Ich kenne es so ähnlich, aber nicht ganz so heftig.. bei mir ist mein Chef am Überlegen eine \"Zuarbeiterin\" einzustellen, die dann hauptsächlich Powerpoint für ihn machen soll. Als ich ihn darauf ansprach ob ich das nicht machen könnte, hat er sich rausgewunden. Ende vom Lied: keine Powerpoint für mich. Aber bisher auch noch keine \"Zuarbeiterin\" sprich: noch habe ich eine Chance

In deiner Situation ist die Chance nur leider weg, so wie ich das sehe. Ich weiß nicht, was du da noch machen kannst, außer dich damit anzufreunden, dass die Situation so ist. Vielleicht wäre es gut gewesen, wenn du dich einfach trotzdem beworben hättest.. aber das ist natürlich nun auch vorbei..

Aber vielleicht haben die anderen ja doch noch eine Idee, was du machen kannst...

Ich drück dir auf alle Fälle die Daumen!


Antwort: Innerlich so unzufrieden

Gräfin
(163 Beiträge)
von Josi am 06.02.2009 um 16:45 zitieren

Hallo Layla,

auch wenn es mir schwer fällt, dir zu antworten, will ich es doch versuchen:

Vielleicht ist ja ein Teil des Problems bei dir selbst zu suchen. Ich kenne dich nicht, nur deine Postings hier im Forum. Ich habe einen Teil davon noch einmal nachgelesen, und da erscheinst du mir als eine Person, die sehr unsicher ist, nicht so richtig weiß was sie will und von den anderen nicht immer ernst genommen wird.

Bevor du große Veränderungen anstrebst, würde ich dir empfehlen, klein anzufangen. Mach das, was du machst, gut. Das geht bei der Rechtschreibung los: Manchmal schreibt man dass mit ss, und es ist tragisch, dass dich das bedrückt. (Du verstehst, was ich meine?) Du solltest dringend deine innere Einstellung gegenüber deinen Kollegen überdenken. Wenn jemand etwas anders macht als du, dann ist das nicht schlecht, sondern nur anders. Vertrag dich mit deinen Kollegen, bring ihnen Achtung entgegen (auch so etwas beruht oft auf Gegenseitigkeit).

Sobald deine Umgebung merkt, dass du mit den dir übertragenen Aufgaben nicht über-, sondern unterfordert bist, wachsen dir neue Aufgaben von ganz alleine zu. (Kennst du den Spruch: \"Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen\"? Das gilt auch bei der Verteilung der Arbeit.)

Wenn du eine Weiterbildung anfängst, dann mach sie auch weiter. Die Idee vom letzten Herbst mit dem Fachabitur war doch gar nicht so schlecht. Klar ist das anstrengend, geschenkt bekommst du das nicht. Aber es hebt das Selbstwertgefühl ungemein, etwas für die Verwirklichung seiner Ziele zu tun.

Vielleicht liest du ja die klugen Antworten zu deinen früheren Fragen nochmal durch, besonders die von Kirsten und den anderen alten Hasen im Traumberuf-Thread.

Liebe Grüße und alles Gute für die Zukunft
Josi


Antwort: Re: Innerlich so unzufrieden

Sternschnuppe
(59 Beiträge)
von Layla am 09.02.2009 um 08:35 zitieren

Ich streite mich nicht mit meiner Kollegin:

Nun es ist so: Bei der einen Kollegin hatte ich mich vorher IMMER zusammengerissen. Sie hat mich angeschnauzt, war unfreundlich usw. Jetzt arbeite ich nicht mehr mit Ihr. Aber dafür mein Dad und er hat die gleichen Probleme mit der Kollegin - sowie alle Kollegen hier im Haus. Sie ist halt eine spezielle Frau, mit der man schwer zurecht kommt.

Mit dem Sekretariat (den zwei Mädels) versteh ich mich mittlerweile super....

Bei der neuen Kollegin streng ich mich auch an - ich arbeite sie in meinen Arbeitsbereich ein und zeig ihr alles. Aber sie mischt sich eben auch in alles ein... Persönlich Gespräche usw.
Z.B. Freitag, eigentlich wollte ich sie einlernen - habs auch gemacht - und gegen 11 uhr meinte sie dann - sie muss jetzt was anderes machen... obwohl ich noch nicht fertig war! Ich find das unhöflich. Und es war vom PL so vorgegeben das ich sie einlernen soll...

Sie ist dann auch ans Telefon gegangen mit einem \\\"ja\\\" obwohl ein Kunde dran war und ich es vorher noch gesagt habe (ich war gerade in einem Gespräch).

Tut mir leid - aber in dem Alter und mit der Berufserfahrung sollte man das doch wissen...

Ich bin immer höflich und nehme mich zurück... Versuche den streit zu umgehen bzw. zu vermeiden.

Und es ging mir ja darum, das ich in die eine Besprechung nicht mit eingeplant worden bin - obwohl es mich betroffen hat... Ich fand das nicht gerade nett...

Von daher die Frage ob ich es ansprechen soll....

Ich kenn meine inntere Einstellung: Wenn eine neue Kollegin oder Kollege kommt, versuch ich denen immer alles zu zeigen und beizubringen was hier wichtig ist (ich lerne jeden Neuen ein). Aber es sollte dann auch das Interesse des anderen da sein, oder etwa nicht???

Wie gesagt - ich weiß dass sie sozusagen \\\"über\\\" mir steht und ich höre mir alle Ratschläge an, und versuche auch daran zu arbeiten und es besser zu machen... Bin ja offen für fast alles - aber wenn mir einer ständig dumm kommt.... Dann ist es auch vorbei mit der Freundlichkeit.

Nun mit Abi hatte ich angefangen - aber jeden Tag bis 22 Uhr schule - war zu extrem... Habe nur noch 5 h am Tag geschlafen und mein Körper hat das nicht mitgemacht. Bin aber gerade dabei was anderes zu suchen und habe mich schon beworben..


Antwort: Re: Leider nicht wirklich...

Newcomer
(1 Beiträge)
von Arunda am 08.04.2009 um 12:14 zitieren

Hallo Supernova und Leyla,

ich verstehe das Problem von Leyla sehr gut auch wenn ich Supernova recht gebe damit, dass man seinen Job immer gut machen soll und seine Kenntnisse laufend aktualisieren sollte.

Ich finde es dagegen sehr eigenartig, dass Chefs so handeln wie z. B. mit den PP Präsentationen. Wieso muss man sich sooo sehr anbiedern, der Chef kennt einen und sollte es gut finden, dass man mehr machen möchte und so ein Angebot seiner Sekretärin auch wahrnehmen. Ich kenne das Thema, weil ich es genau so erlebt habe wie du, Supernova.
Leyla hätte man die Chance geben soll, wenn es nicht klappt könnte man sich auch noch jemand anderen holen. Das wäre für mich die logische und normale Vorgehensweise.

Das Hauptproblem sehe ich an dem niedrigen Stellenwert einer Sekretärin in unserer Gesellschaft.

Daran wird sich auch so bald nichts ändern, dazu tragen meiner Meinung nach alle Beteiligten teil. Auch mit solchen Meinungen von Sekretärinnen, dass man sich nur recht anstrengen muss, dann kriegt man EVTL. was man möchte. Was ist mit den anderen Mitarbeitern, sie kriegen die Jobs so und so - wir nicht weil wir Sekretärin sind.

Vielleicht etwas destruktiv mein Beitrag aber so denke ich derzeit.

Grüße

Arunda


Antwort: Re: Innerlich so unzufrieden - PL ansprechen??

Kaiserin
(967 Beiträge)
von Brezi am 09.04.2009 um 14:07 zitieren

Das Hauptproblem sehe ich an dem niedrigen Stellenwert einer Sekretärin in unserer Gesellschaft.

Daran wird sich auch so bald nichts ändern, dazu tragen meiner Meinung nach alle Beteiligten teil. Auch mit solchen Meinungen von Sekretärinnen, dass man sich nur recht anstrengen muss, dann kriegt man EVTL. was man möchte. Was ist mit den anderen Mitarbeitern, sie kriegen die Jobs so und so - wir nicht weil wir Sekretärin sind.


Antwort: @Layla und Arunda

Kaiserin
(967 Beiträge)
von Brezi am 09.04.2009 um 14:21 zitieren

Schon lange habe ich nur noch im Forum gelesen, aber Eure Beiträge veranlassen mich nun doch Stellung zu beziehen.

Dir, liebe Layla hat Josi schon ganz vorsichtig zu verstehen gegeben, dass es auch die entsprechende Leistung braucht, um voranzukommen. Ich als altgediente Sekretärin sage es dir etwas direkter: Bitte arbeite an Deiner Orthografie und versuche Fehler zu vermeiden. Deine Schreiben sind voller Fehler. Und auch an Deiner Ausdrucksweise kannst und solltest Du einiges verbessern. Dann wirst Du sicherlich auch ernst genommen werden.

Dem eingefügten Beitrag von Aruna kann ich nur lebhaft widersprechen.

Zitat: \"Das Hauptproblem sehe ich an dem niedrigen Stellenwert einer Sekretärin in unserer Gesellschaft.

Daran wird sich auch so bald nichts ändern, dazu tragen meiner Meinung nach alle Beteiligten teil. Auch mit solchen Meinungen von Sekretärinnen, dass man sich nur recht anstrengen muss, dann kriegt man EVTL. was man möchte. Was ist mit den anderen Mitarbeitern, sie kriegen die Jobs so und so - wir nicht weil wir Sekretärin sind.\" Zitatende

Es kommt immer auf die Qualifikation der Sekretärin an! Leider gibt es immer noch viele Frauen, die glauben das \"bisschen Büro\" mache ich mit links, dazu braucht es keine besondere Ausbildung.

Je besser Du qualifiziert bist, desto mehr interessante und verantwortungsvolle und ausbaufähige Stellen kannst du - auch heute noch - bekommen.

Wie hieß es früher: Von nichts kommt nichts.

Nicht böse sein, aber das mußte ich einmal loswerden.

LG

Brezi


Antwort: eigene Einstellung

Kaiserin
(382 Beiträge)
von EGE76 am 09.04.2009 um 15:22 zitieren

Hallo zusammen,

nachdem das Thema wieder aufgegriffen wurde, möchte ich nun doch auch etwas loswerden. Langsam tut mir Layla leid, denn Sie scheint wirklich ein Problem zu haben.

ABER, ich muss mich ganz klar der Aussage von Brezi anschließen:

Wie willst Du, Layla, für Andere mehr wert sein, wenn Du Dir selber nichts wert bist? Du solltest ganz gehörig an Deiner Einstellung zu dem Job - den Du jetzt im Moment (!) hast- arbeiten. Wieso machst Du Dich so schlecht? Du fühlst Dich nicht ernst genommen? Gut, dann nimm Dich doch selber mal ernst und arbeite daran, die Fähigkeiten, die Du für Deinen Traumjob brauchst, zu erlangen. Bewähre Dich in Deinem jetztigen Job, mache Verbesserungsvorschläge, zeige Engagement, Initiative und Zuverlässigkeit, trainiere Deine Teamfähigkeit, Deine Ausdrucksweise und ändere Deine eigene Wertschätzung Dir und anderen gegenüber. Und vor allem, sorge dafür, dass Deine Maßnahmen auch der Chef mit bekommt. Dass das nicht von heute auf Morgen kommt ist klar.

Dass es aber funktionieren kann, kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen. Ursprünglich eingestellt als Zweitkraft Sekretariat habe ich seit 1. April den Status einer Assistentin (bei uns wird unterschieden Sekretärin-Assistentin). Dafür habe ich über drei Jahre gekämpft, habe alles gemacht, mir viel Wissen angelesen und bei jeder Gelegenheit gezeigt, was ich kann und weiß.

Ich denke, Du kannst in Deiner jetzigen Firma das Sprungbrett bauen, dass Du für einen \"besseren\" Assistentinnen-Job brauchst. Wenn Du allerdings raus aus der Assistenz hin zu einem Führungsjob in der Linie willst, dann kann ich Dir nur ein Studium empfehlen. Ohne das geht\'s nicht!
Ich habe diese Überlegungen selber durch, aber ich habe inzwischen meine \"Identitätskrise\" bewältigt und sehe mich als hochwertige und kompetente Arbeitskraft in der Assistenz - und da will ich auch nicht mehr weg! Zudem kann ich Dir sagen, dass man durch diesen Job auch eine Menge Autorität und Macht bekommen kann, WENN man entsprechend verbindlich auftritt! Man \"führt\" aus der zweiten Reihe, auch ohne hierarchische Überordnung.

Du siehst, es ist auch die Frage: WO WILLST DU HIN???
Nur wenn Du das Ziel kennst, kannst Du die Richtung einschlagen!

Also dann mal schönes Osterwochenende zusammen und viel erfolg bei Allem was Ihr anpackt!!

Gruß
EGE76

Viele Grüße
EGE76


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