Thema: Wann sag ich\'s am besten - Umzug der Liebe wegen


Tulpe
(12 Beiträge)
von heutemalohne am 29.01.2009 um 21:34 zitieren

Hallo Kolleginnen,

führe schon seit 2,5 Jahren eine Wochenend-Fernbeziehung. Das soll sich im Sommer irgendwann ändern.

Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinem Chef und auch zu unserem Geschäftsführer, daher fände ich es fair sie rechtzeitig zu informieren, damit eine Nachfolgerin gesucht und eingearbeitet werden kann.

Nun habe ich nächste Woche mein Mitarbeitergespräch. Soll ich das dann schon sagen? Andererseits spreche ich nicht gerne über ungelegte Eier, denn auch ich muss mir ja einen neuen Job suchen. Mein Freund hat ein Haus und ich wohne noch bei meinen Eltern. Daher sind wir wohnungsmäßig nicht unter Zeitdruck.

Was meint ihr?

Liebe Grüße
heutemalohne


Antwort: Re: Wann sag ich\\\'s am besten - Umzug der Liebe wegen

Kaiserin
(4152 Beiträge)
von heddix am 30.01.2009 um 09:48 zitieren

Hallo,

also, bei aller \\\"Liebe\\\" zu deinem derzeitigen Arbeitgeber. Aber hier habe ich ein ganz klare Meinung: Du bist dir selbst am nächsten!

Will heißen, dass du auf jeden Fall erst deinen Rahmen absichern musst. D. h. neuen Arbeitsplatz haben, Umzugsdatum genau wissen usw.

Erst wenn diese Dinge feststehen (vorallem der neue Arbeitsplatz!), dann würde ich meinen Arbeitgeber informieren bzw. fristgerecht kündigen.

Hier musst du egoistisch sein - anders rum würdest du auch nicht lange gefragt, glaub mir!

Wünsche dir viel Erfolg ...

Grüße
heddix


Antwort: Re: Re: Wann sag ich\\\\\\\'s am besten - Umzug der Liebe wegen

Gräfin
(200 Beiträge)
von Nachtelfe am 30.01.2009 um 11:00 zitieren

Sehe ich genauso. Gerade wenn Du eine sehr gute Beziehung zum Chef / zur Firma hast, kann es passieren, dass Dir Deine Kündigung sehr übel genommen wird und man dort eher beleidigt reagiert, als verständnisvoll.

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. (Mahatma Gandhi)


Antwort: Re: Wann sag ich\\\'s am besten - Umzug der Liebe wegen

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 30.01.2009 um 11:12 zitieren

Hallo heutemalohne,

das Theme ist schwer aus der Ferne aus zu beantworten. Zunächst schließe ich mich mal meinen \\\"Vorrednerinnen\\\" an - nix überstürzen.

Auf der anderen Seite ist diese Entscheidung auch abhängig von Deinem Aufgabenbereich. Oft ist nicht gleich eine gute Nachfolgerin zu finden, die Deinen Bereich abdecken kann. Eine gute Einarbeitung ist man irgendwo ja auch schuldig.

Wenn Du ein sehr gutes Verhältnis zu Deinem Chef und/oder GF hast, dann ist Fairness schon irgendwie wichtig. Auf der anderen Seite musst Du aber auch erst mal einen neuen Job und einen festen Umzugstermin im Auge haben. Sonst macht das auch keine Sinn, über \\\"ungelegte Eier\\\" zu sprechen.

Ich denke, dass muss jeder zunächst mal für sich entscheiden.

Ich selbst würde bei meinem jetzigen Arbeitgeber definitiv sofort Bescheid geben, wenn sich so eine gravierende Änderung ergibt, zumal ich hier alles für die Mannschaft bzw. der Firma erledige und eine Einarbeitung der Nachfolgerin sehr umfassend ist und viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Ich bin da mehr für einen fairen und sauberen Abgang - man sieht sich immer zwei Mal im Leben (das ist mein Motto).

Empfehlung: Höre auf Dein Bauchgefühl und entscheide, was für Dich die passende Lösung ist. Oft ist das Bauchgefühl immer noch das Beste

Liebe Grüße und gutes Gelingen, Melsi


Antwort: No!

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 03.02.2009 um 09:26 zitieren

Hallo,

auch ich kann mich heddix\' und Nachelfes Meinung nur anschließen:

Wäre ich an deiner Stelle würde ich definitiv noch nichts sagen. Warum auch? Selbst wenn sie dann nach einer Nachfolgerin für dich suchen würden, könnten sie damit doch erst beginnen, wenn du klar weißt, wann du gehst. Schon vorsorglich zu suchen mit dem Gedanken, dass du irgendwann gehst, ist für eine Firma unwirtschaftlich. Sollen sie dann über eine ungewisse Zeit 2 Kräfte bezahlen, obwohl sie nur 1 benötigen? Wie lange soll das gehen? Willst du dich selber unnötig unter Druck setzen?

Abgesehen davon, dass das schlechte und unwirtschaftliche Personalpolitik wäre - absolut realitätsfremd noch dazu, ist es zudem ein mehr als unschönes Gefühl zu wissen, dass die anderen dann darauf warten, dass du gehst. Denn darauf würde es hinauslaufen. Deine Nachfolgerin will endlich starten (richtig kann sie es erst, wenn dein Platz geräumt ist), deine Chefs würden dir zunehmend weniger Arbeit geben und sie immer mehr ins Boot holen. Tolles Gefühl, wenn man dann merkt, wie überflüssig man eigentlich ist.

Mir ging das mal so, als ich einen neuen Job schon hatte, aber noch nicht dorthin konnte, weil meine Vorgängerin noch vor Ort war. Meine Nachfolgerin saß mir halb auf dem Schoß und der Chef fragte alles Naslang, wann ich denn (endlich) gehen würde. Fand ich einfach nur

Viele Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Danke für eure Tipps und Meinungen

Tulpe
(12 Beiträge)
von heutemalohne am 03.02.2009 um 23:15 zitieren

Hallo,

ich denke nun auch, dass es zur Zeit noch zu früh ist. Zu Mal bei der jetzigen Krisenstimmung erst Mal ein neuer Job gefunden werden muss, der auch zu mir passt.

Ich habe halt letztes Jahr erlebt, wie lange es gedauert hat, bis für eine Kollegin - die nach 15 Jahren in Rente - ging eine Nachfolgerin gefunden war. Es gab letztendlich nur 3 Wochen Einarbeitung und das in der stressigsten Zeit des Jahres. Kein wirklich toller Einstieg für die Neue!

Gut, dann werde ich mich also in der nächsten Zeit mal nach neuen Möglichkeiten umsehen.

Wünsche euch einen schönen und erfolgreichen Arbeitstag,
heutemalohne


Antwort: Re: Danke für eure Tipps und Meinungen

Kaiserin
(4152 Beiträge)
von heddix am 04.02.2009 um 08:56 zitieren

Hallo nochmal,

mach\' du dir mal keine Gedanken, wie eine \"ordentliche\" Einarbeitung einer Nachfolgerin aussehen wird. Dir hilft schließlich auch niemand bei deiner neuen Zukunftsplanung.

Soll ich dir mal sagen, wie das hier bei mir war? 0 in Worten \"Null\" Tage Einarbeitung. Meine Vorgängerin ging freitags in Rente ich kam montags!
Musste eben meinem Chef Löcher in den Bauch fragen und alles ging gut.

Also, such\' du dir in Ruhe einen neuen Job - alles Andere findet sich - glaub\' mir!

Lieben Gruß
heddix


Antwort: Und wieder gimme5 :-)

Kaiserin
(2043 Beiträge)
von Kirsten am 05.02.2009 um 12:55 zitieren

Auch hier kann ich mich heddix\' Meinung wieder nur anschließen. Zerbrich dir nicht den Kopf anderer Leute. Ist zwar nett gemeint, aber m. E. unangebracht. Was du tun kannst ist, dein Arbeitsgebiet so aufzubereiten, dass deine Nachfolgerin ausreichend Infos hat, wenns los geht und du nicht mehr zum Fragen da bist.

Du könntest z. B. ein Sekretariatshandbuch anlegen - da kannst du hinter Stichworten (z. B. Urlaubsplanung) die entsprechenden Abläufe notieren. Da hat sie dann wirklich etwas Nützliches und du weißt, dass es immer noch die Möglichkeit für sie gibt, nachzulesen. Beim Einarbeiten notieren sich ohnehin die wenigsten etwas und müssen hinterher im Hinterstübchen kramen, wie das denn nochmal war. Gut, wenn man dann ein Handbuch hat, in dem man einfach nachschlagen kann. Und Plustpunkte beim Chef sammelst du damit garantiert auch; du willst ja später sicherlich ein gutes Zeugnis haben.

Und wenn dir das an gutem Gefühl nicht ausreicht, dann kannst du deiner Nachfolgerin später auch deine neue E-Mail-Adresse oder Telefonnummer zukommen lassen, so dass sie - wenns denn brennt - dich erreicht. Nach meiner Erfahrung wird das ohnehin seltenst genutzt, meist packt die Damen der Ehrgeiz, es dann auch allein zu schaffen und sie wurschteln sich so durch.

Mich hat damals übrigens auch niemand eingearbeitet und ich habe es hingekriegt. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als günstig: Ich habe innerhalb des Konzerns den Standort gewechselt, war also so etwas wie extern und kannte weder Ansprechpartner noch Prozesse. Mein Chef hatte zeitgleich mit mir seinen ersten Arbeitstag, kam ebenfalls von außerhalb (ganz andere Stadt sogar und konzernfremd - hier hatte ich einen KLEINEN Vorteil) und wusste ebenfalls nicht, wie Dinge zuvor gehandhabt wurden oder was eigentlich wichtig ist. Ich war dazu noch schwanger, sollte mich also schonen Ach ja, und das alles übrigens für den Vorsitzende der Geschäftsführung eines Unternehmens mit ca. 5.000 Mitarbeitern. Na, wir haben dann einfach losgelegt... und tatsächlich überlebt.

Also, mach dir keinen Kopf und sag denen erst Bescheid, wenn es wirklich etwas zu sagen gibt.

Liebe Grüße
Kirsten

Derjenige, der sagt: 'Es geht nicht', sollte den nicht stören, ders gerade tut.


Antwort: Re: Wann sag ich\\\'s am besten - Umzug der Liebe wegen

Newcomer
(9 Beiträge)
von Cosima am 12.02.2009 um 11:28 zitieren

Such dir lieber erst eine neue Stelle.


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