Schneller schlau, so lernen Sie leichter
- Zehn Tipps für effizientes Lernen -
Ob Fremdsprachen, Ausbildereignungsprüfung, Excel-Formeln oder Gesetzesstellen zum Personalwesen. Lernen begleitet fast jeden Berufstätigen sein gesamtes Arbeitsleben lang. Walter Trummer, Gründer der Weiterbildungsakademie carriere & more, hat zehn Tipps zusammengestellt, die vor allem Erwachsenen das Lernen erleichtern.
Visualisieren: Tabellarische Aufschriebe eignen sich wenig, um sich Fakten zu merken. Besser sind bildhafte Aufzeichnungen à la Mind Map oder den eigenen Spickzettel skizzieren. Auch hilft es, diese Skripte dort aufzuhängen, wo man sich entspannt: Etwa in der Küche oder gegenüber der Couch.
Einen inneren Film drehen
Trockene Fakten bleiben besser im Gedächtnis, wenn sie als Episode möglichst mit persönlichem Bezug erfasst werden, statt als blanke Stichworte ohne Zusammenhang. Überlegen Sie sich also eine Geschichte zu Ihrem Lernstoff.
Ein sauberer Schreibtisch
Nur das, was aktuell gelernt wird, liegt vor einem. Ansonsten ist der Schreibtisch leer. Der Ablenkungsgrad wächst mit jedem Foto, Magazin oder Schriftstück, das neben dem Lerner auf dem Tisch liegt.
Ein Thema pro Tag
Sie sollten sich an einem Tag nur mit einem Fach beschäftigen und nicht ständig Thema oder Schwerpunkt wechseln. Wer abends Vokabeln paukt, sollte sich anschließend nicht noch mit volkswirtschaftlichen Marktmodellen beschäftigen.
Kleine Portionen packen
Eine gute halbe Stunde pro Tag wiederholen reicht, um einen sichtbaren Lernerfolg zu erzielen. Mit mäßigem aber regelmäßigem Wiederholen wird der Lernberg schrittweise erklommen, anstatt kurz vor einer Prüfung Nächte lang durch zu lernen – meist ohne befriedigendes Ergebnis.
Lesen ist nicht lernen
Wer nur seine Notizen durchliest, lernt nicht. Wissen ins Gedächtnis eingraben heißt, mit dem Stoff zu arbeiten. Aufgaben oder Projekte dazu zu erledigen oder Dritten darüber zu berichten. Das leistet den Wissenstransfer ins Gehirn und wird dort als verstanden abgelegt.
Den richtigen Kanal finden
Es gibt verschiedene Lerntypen. Etwa den Auditiven, Visuellen oder Kinästhetischen. Je nach persönlicher Ausprägung sollten die Lernmaterialien also zum Hören, Ansehen oder zum Erfahren, im Sinne von erlebbar, sein.
Planung statt Chaos
Wer erfolgreich lernen will, muss diesen Erfolg planen. Angefangen beim Sammeln der Materialien, über einen Zeitplan, wann was gelernt wird, bis hin zur Prüfung. Denn diese Strukturen geben Ihnen Sicherheit.
Lernort und -zeit festlegen
Egal, ob Zuhause oder am Arbeitsplatz, wer lernen will, sollte einen festen Ort dafür festlegen. Idealerweise kombiniert mit einer festen, regelmäßigen Lernzeit.
Lerngruppen bilden
Vielen hilft es, kontinuierlich in einer Gruppe zu lernen, weil sich die Teilnehmer unterstützen können und die soziale Kontrolle greift, ähnlich wie bei Lauftreffs. Fehlt hier einer, wird er beim nächsten Treffen gerügt.
Über den Experten
Walter Trummer beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit Lernmethoden. Der 51-Jährige war lange Jahre als Ausbildungsleiter in Handelsunternehmen tätig, ehe er 1996 die Weiterbildungsakademie carriere & more gründete, die heute bundesweit zehn Standorte betreibt. Hier bereiten sich Erwachsene nebenberuflich auf IHK-Prüfungen vor. Das Besondere: Die Seminarteilnehmer schaffen ihre Abschlüsse in der Hälfte der sonst üblichen Lernzeit. Rund 80 Prozent bestehen die Prüfungen auf Anhieb. Mehr Informationen unter www.carriere-more.de.
Autor(en): Michael Sudahl