Karriere zwischen Bits und Bytes
- working@office-Porträt: Sabine Morlock, Assistentin des Geschäftsführers bei der Microsoft Deutschland GmbH, Unterschleißheim -
Man nehme einen Chef, der mehr Termine hat als der Weihnachtsmann an Heiligabend, einen Arbeitgeber, der unzählige Kommunikationswege schafft und eine Assistentin, die im größten Trubel noch die Ruhe bewahrt – und erhält: einen temporeichen Arbeitsalltag und den Stoff für die folgende Geschichte. Mit Bildergalerie.
Das kleine Notebook und das Firmenhandy hat Sabine Morlock einfach unter den Arm geklemmt, als sie mit zielstrebigem Schritt auf uns zu steuert.
Im Hightech-Dorado
Vorbei an schwarzen Flatscreens, die an Wänden aufgehängt sind und an indirekter Beleuchtung in den wildesten Farben landen wir schließlich in einem wahren Hightech-Dorado: Noch mehr Flats, Spielekonsolen – und ein futuristischer Couchtisch, in dessen Tischplatte ein Touchscreen integriert ist. Fährt man mit dem Finger darüber, verwischt man eine digitale Wasseroberfläche.
Tüfteln an der Technologie von morgen
Kein Zweifel: Hier wird an der Technologie von morgen getüftelt. Wir sind zu Gast bei der deutschen Tochter des Software-Riesen Microsoft. Sabine Morlock ist nicht die einzige, die man mit dem Notebook unterm Arm über die Flure laufen sieht: "Jeder unserer Mitarbeiter hat einen Laptop, eine UMTS-Karte für den uneingeschränkten Zugang ins Internet und ein Mobiltelefon", sagt die Assistentin von Achim Berg, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland. In dieser Funktion ist er einer der einflussreichsten Köpfe der deutschen IT-Branche. Wo, wenn nicht hier, sollten die Mitarbeiter vom technologischen Know-how ihrer eigenen Produkte profitieren? "Aber das ist nicht der einzige Vorteil, den man als Microsoft-Mitarbeiter hat“, meint die resolute Vierzigjährige.
Zeit ist nie genug
Auf die Frage, was denn eigentlich ihr Job sei, hat Sabine Morlock recht schnell eine Antwort: "Alles, was Achim Bergs Zeit in irgendeiner Weise optimiert." Denn davon hat er für gewöhnlich nicht besonders viel: Achim Berg ist neben seiner Funktion als Geschäftsführungsvorsitzender von Microsoft Deutschland auch noch Vize-Präsident des Branchenverbandes BITKOM und Mitglied im Hochschulrat der Fachhochschule Köln. Sein Terminkalender ist dementsprechend prall gefüllt und stellt Sabine Morlock täglich vor ganz neue Herausforderungen. Denn auch die Vor- und Nachbereitung dieser Termine ist ihr Job.
Digitale Kommunikation - auch mit dem Chef
Bei so vielen Terminen ist eine intensive Abstimmung wichtig. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass Achim Berg im Durchschnitt nur einen Tag pro Woche in der Microsoft-Zentrale in Unterschleißheim bei München ist. Die restliche Zeit ist er in anderen Microsoft-Niederlassungen, bei Kunden, auf Presseterminen etc. "Aber, ob er nun in Köln ist oder in Unterschleißheim, das macht für mich eigentlich keinen Unterschied", sagt Sabine Morlock. Denn die Kommunikation zwischen Chef und Assistentin läuft überwiegend digital. Man telefoniert oder tauscht sich per Videochat über den Windows Live Messenger aus: "Im Grunde genommen haben Achim Berg und ich rund um die Uhr Zugriff aufeinander." Angst um die Ruhe in ihrem Privatleben hat Sabine Morlock aber nicht: "Wir haben einen sehr respektvollen Umgang mit der Zeit des anderen", sagt die Assistentin. Doch nicht nur diese Einstellung schätzt sie an ihrem Chef.
Weiter lesen
Wie die Karriere von Sabine Morlock nach dem Abitur begann, wieso ihr Vater den richtigen Riecher hatte und warum sie schließlich von Vancouver nach München zog, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von working@office.
| Dieser Auszug hat Ihnen gefallen? Den ungekürzten Artikel finden Sie in der Dezember-Ausgabe (). |
| Sie sind schon Abonnent? Dann können Sie den vollständigen Artikel (und alle anderen Heft-Beiträge) kostenlos im downloaden und nachlesen. |
| Sie sind noch nicht Abonnent? Dann können Sie den ausführlichen . Oder ein anfordern. Oder Sie entscheiden sich gleich für ein |
Autor(en): Annette Rompel