Porträt: Prima Klima im Büro
Das Wetter draußen können die Wissenschaftler um Hülya Ossadnik herum zwar voraussagen, doch beeinflussen können sie es nicht. Das ist mit dem Klima drinnen zum Glück ganz anders: Die Assistentin freut sich täglich über die gute Atmosphäre an ihrem Arbeitsplatz und genießt die vielen spannenden Aufgaben.
Das Wetter ist das wohl beliebteste Einstiegsthema zum Small Talk. Kein Wunder, denn es ist offensichtlich, und alle können mitreden. Für Laien erschöpft sich das Thema allerdings schnell. Ganz anders bei den Forscherinnen und Forschern des Deutschen Wetterdienstes. Rund um die Uhr erfassen, bewerten und überwachen sie die physikalischen und chemischen Prozesse in der Atmosphäre und fertigen Wettervorhersagen aus dem ungeheuren Datenwust. Und weil das Wetter keine Grenzen kennt, verfolgt der Deutsche Wetterdienst nicht nur das nationale Wetter, sondern arbeitet weltweit mit Institutionen und Forschungszentren zusammen.
Ein Wetterfrosch als Maskottchen
Detlev Frömming ist Leiter der Stabsstelle „Büro des Präsidenten und Internationale Angelegenheiten“, Hülya Ossadnik, 26, ist seine Assistentin. Seit zweieinhalb Jahren arbeitet sie in der Stabsstelle als Verwaltungsmitarbeiterin. Auf ihrem Schreibtisch sitzt, wie sollte es anders sein, ein Wetterfrosch. „Das ist Sunny“, stellt die Assistentin das grüne Maskottchen vor.
Steckenpferd Veranstaltungsorganisation
Die türkischstämmige junge Frau aus Frankfurt hat schon ihre Ausbildung beim Deutschen Wetterdienst absolviert, zur Veranstaltungskauffrau. Ihre Hauptarbeitsstelle war im Bildungs- und Tagungszentrum des DWD in Langen, doch sie hat auch verschiedene Abteilungen in der Zentrale in Offenbach kennengelernt, beispielsweise die Stabsstelle „Büro des Präsidenten und Internationale Angelegenheiten“. Schon damals hat ihr die Arbeit dort sehr viel Spaß gemacht. „Ich durfte viele Veranstaltungen mit vorbereiten und bei Tagungen dabei sein“, erzählt Hülya Ossadnik, in Heidelberg bei der Tagung der World Meteorological Organization zum Beispiel, und in Dubrovnik in Kroatien, wo eine EUMETSAT Konferenz stattfand.
Erfahrungen im Callcenter
Gegen Ende der Ausbildung erhält sie das Angebot, befristet für ein Jahr beim DWD weiterzuarbeiten. „Ich wollte aber unbedingt erst noch woanders Berufserfahrung sammeln“, sagt sie. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Schließlich beginnt sie bei einer Zeitarbeitsfirma und wird von dort aus im Callcenter eines Telekommunikationsunternehmens eingesetzt.
Die Arbeit an der Beschwerde-Hotline belastet sie sehr, zumal sie auch noch den Auftrag hat, aus den Beschwerdegesprächen heraus Tarife zu verkaufen. Also schaut sie sich nach einem neuen Job um und fängt ein halbes Jahr später als Sachbearbeiterin der Geschäftsführung eines Geschenkartikel-, Scherzartikel- und Möbelvertriebs an. Hier pflegt sie den Artikel- und Lieferantenstamm, erledigt die Korrespondenz mit ausländischen Filialen und kontrolliert die Warenlieferungen. Doch leider trifft die Wirtschaftskrise das Unternehmen hart, und so muss sich die junge Frau nach elf Monaten erneut auf Arbeitssuche begeben.
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Wie Hülya Ossadnik wieder zum Deutschen Wetterdienst gekommen ist und welche Aufgaben sie dort veranwortet, lesen Sie in der Januarausgabe von working@office.
Autor(en): Michaela Kreuzpointner
Quelle: working@office Ausgabe Nr.: 2012-01
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